SVK springt auf den zweiten Platz – Trainer Schurr stapelt tief
Tim Scholz (am Ball) siegt mit seinem SVK.Foto: Ralf Porkert
Einer ragte dann doch heraus. Beim deutlichen 29:20 (16:9)-Drittliga-Auswärtssieg des SV Kornwestheim beim TV Hochdorf erzielte Rechtsaußen Peter Jungwirth satte 13 Tore. „Aber es war auch ein sehr starker Felix Beutel notwendig“, lobte SVK-Trainer Alexander Schurr seinen Keeper.
Drei von vier Spielen gewonnen: idealer Start für den SVK mit Christian Wahl (Mitte) und Christopher Tinti (links).Foto: Archiv/Horst Dömötör
Alexander Schurr musste sich doch sehr wundern, als er jüngst die Vorberichte zur Drittligapartie seines SVK beim Tabellen-15. TV Hochdorf (Samstag, 18 Uhr) verfolgte. „Da habe ich teilweise gelesen, dass wir als Favorit in dieses Spiel gehen. Das sehe ich ganz und gar nicht so. Wir fahren auch nach dem vierten Spieltag nirgendwo als Favorit hin.“
Marvin Flügel erzielt eines seiner drei Tore gegen die SG Köndringen-Teningen.Foto: Peter Mann
Der SV Salamander Kornwestheim hat auch sein zweites Heimspiel in dieser Saison gewonnen. Gegen die SG Köndringen-Teningen siegte das Team von Trainer Alexander Schurr am Samstagabend in der Sporthalle Ost mit 33:23 (18:10) und kletterte damit auf Tabellenplatz drei der 3. Liga Süd.
Weitere Bewährungsprobe gegen die SG Ködringen/Teningen
Das SVK-Team mit Marvin Flügel (am Ball) wünscht sich wieder eine volle Osthalle (Bild Marco Wolf)
Nach dem ersten kleinen Dämpfer beim Bundesliganachwuchs der Rhein-Neckar Löwen erwartet die Mannschaft von Alexander Schurr am Samstag in der Sporthalle Ost (Spielbeginn: 20:00 Uhr) eine weitere Bewährungsprobe gegen die SG Köndringen/Teningen. Denn ähnlich wie die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen gehören die Breisgauer statistisch gesehen, nicht zu den Lieblingsgegnern des SVK – zwei knappen Siegen stehen vier klare Niederlagen gegenüber.
Kapitän Christopher Tinti.Foto: Archiv/Horst Dömötör
Vor den rund 450 Zuschauern in der Stadthalle Östringen fiel es den Spielern der Herren I des SV Kornwestheim am Freitagabend etwas schwerer als sonst, den Fokus sofort auf die Partie zu legen. Zu aufgekratzt waren sie nach der knappen 30:31-Niederlage, die durchaus vermeidbar gewesen wäre.
Fehlte zuletzt: Marco Kolotuschkin (am Ball).Foto: Archiv/Horst Dömötör
Der Name allein flößt Handball-Fans in ganz Deutschland Respekt ein. Die Rhein-Neckar Löwen haben sich seit ihrer Umbenennung im Jahr 2007 zu einer echten Marke im Land und auch über seine Grenzen hinaus entwickelt. Zwei Meisterschaften in den vergangenen beiden Spielzeiten und der Europapokalsieg 2013 trugen maßgeblich dazu bei. Seit dieser Saison geht auch die zweite Mannschaft mit dem Namen Rhein-Neckar Löwen in der 3. Liga an den Start. Bis zuletzt liefen alle Jugend-Teams und auch die zweite Mannschaft noch unter dem Namen SG Kronau-Östringen auf. Die Spielgemeinschaft entstand im Jahr 2002 aus der Fusion der Handballhochburgen TSG Kronau und TSV Baden-Östringen.
Seit 8 Jahren trägt Christopher Tinti mittlerweile das Trikot des SV Salamander Kornwestheim und ist mit seinen 28 Jahren dienstältester Spieler und Leistungsträger der Kornwestheimer Drittliga-Mannschaft. In der Saison 2017/2018 führt er die Mannschaft erstmals als Mannschaftskapitän an. In einem kurzen Interview spricht der Linkshänder über sein neues Amt, die bisher noch junge Saison und gibt einen kleinen Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben.
Christian Wahl (am Ball) setzte gegen Horkheim vor allem in der Defensive Akzente.Foto: Christine Biesinger
Jochen Zürn war sich sicher: „So wie Kornwestheim heute gespielt hat, so spielt kein Absteiger.“ Der Trainer der TSB Horkheim-Heilbronn, der in Kornwestheim kein Unbekannter ist, hatte zuvor mit ansehen müssen, wie sein Team gegen den Aufsteiger in der 3. Liga Süd von Anfang an hinten gelegen und am Ende nicht unverdient verloren hatte. Mit 32:26 (17:11) gewann der SV Kornwestheim auch sein zweites Saisonspiel. Die Verantwortlichen traten aber gleich mal auf die Euphorie-Bremse: SVK-Coach Alexander Schurr freute sich zwar über das Lob des Gästetrainers, stellte aber im gleichen Atemzug klar, dass die beiden Siege zum Auftakt alles andere als selbstverständlich seien. „Ich staple nicht tief, wenn ich sage, dass wir weiter hart arbeiten müssen und jeden Punkt im Kampf gegen den Abstieg brauchen“, sagte Schurr.