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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte

 

Immer aktuell.

Hier erfahren Sie die Neuigkeiten der Handball Abteilung des SVK Salamander Kornwestheims, wie Spielberichte, Wettkämpfe und die Ergebnisse. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!


mE2 weiter auf Erfolgskurs

Gastgeber des zweiten Spieltags am Sonntag, den 21.05.2017 in der Sommerrunde der Qualifikation zur Bezirksliga Staffel 1 (4+1) war dieses Mal der BBM Bietigheim. Obwohl um 4 Spieler stark reduziertem Kader angereist, war die Stimmung und die Motivation super. Da tat es auch keinen Abbruch, dass es die Koordinationsübungen in sich hatten und so zu Beginn nur eine der beiden gewonnen werden konnte.

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mC1 unter Zugzwang für die 2. HVW Qualirunde

Mit Spannung wurde die Hinrunde der HVW Qualifikation am 27. Mai 2017 in der heimischen Osthalle erwartet. Die Gegner des ersten Spieltages hießen SV Fellbach, FA Göppingen und TSV Neuhausen/F.

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Souveräne Siege für die weibliche D-Jugend

Die weibliche D-Jugend hat ihren Erfolgskurs vom ersten Quali-Spieltag auch am vergangenen Sonntag in der zweiten Runde beibehalten. Mit zwei souveränen Siegen schließt das Team von Trainer Adrian Awad und Trainerin Daniela Bahmann auf Platz 1 ab.
2017 05 27 wD

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Weibliche C2 schlägt sich in der Quali achtbar

Die weibliche C2 hat die Quali auf einem guten vierten Platz abgeschlossen. Ein achtbarer Erfolg für dieses Team, das sich  aus Spielerinnen der C- und D-Jugend zusammen setzt und in dieser Konstellation unter dem Trainer-Duo Adrian Awad und Nina Haug nur bei Spieltagen spielt.

Nachdem die Mannschaft beim ersten Quali-Spieltag bereits gegen die ganz starken Gegner angetreten war, rechnete man sich am vergangenen Samstag in eigener Halle beim zweiten Quali-Tag bessere Chancen aus. Und in der Tat dominierten die Mädchen in der ersten Partie gegen den TSV Asperg. Dank konsequenter Abwehrarbeit konnte der Ball ein ums andere Mal erobert werden. Viele schnelle Tempogegenstöße konnten so in Tore verwandelt werden. Am Ende konnten sich die SVK-Mädels über einen 21:2 Sieg freuen.

Im zweiten Spiel ging es gegen den TSV Asperg, dessen beste Spielerin den Kornwestheimerinnen das Leben schwer machte. Allein zehn Tore gingen auf deren Konto - der SVK-Abwehr gelang es nicht, die Rückraumspielerin in den Griff zu bekommen. Zur Halbzeit stand es 8:5 für Asperg, noch schien aber nichts verloren. Denn in der zweiten Hälfte kämpften die Gastgeberinnen und verkürzten den Abstand. Immer wieder gelang es den Ball in der Abwehr herauszufangen, doch die dann anschließenden Tempogegenstöße hatten eine zu hohe Fehlerquote als dass sie zum Erfolg geführt hätten. Dementsprechend deutlich viel am Ende der 18:12 Sieg für Asperg aus, der in der Höhe nicht hätte sein müssen. Damit hat die Mannschaft aus Asperg als Tabellendritter abgeschlossen und die Kornwestheimerinnen auf Platz vier vor Aldingen 2 und Möglingen.

Für den SVK spielten: Leia Blümel (TW), Sara Schulz, Emily Schindler (8), Lisa Schumacher (3), Sina Ladenburger (7), Caroline Eisele (1), Amely Schranz (1), Jade Oral (13).

Erste Runde weibl. Jgd C Quali zur Verbandsklasse

An diesem heißen Sonntag musste die weibliche C-Jugend nach Scharnhausen reisen, um die erste Quali-Runde zur Verbandsklasse zu spielen.
Man trifft hier auf die Gegner aus Nellingen, Albstadt und Kochertürn.
Das erste Spiel ging gegen die Gegner aus Kochertürn. Das Spiel war zu Beginn recht ausgeglichen, ohne große Vorteile für die eine oder andere Mannschaft. Erst in der 14 Minute konnte Kornwestheim sich mit einem 3-Tore-Lauf entscheidend absetzen, so daß am Ende ein sicherer Sieg mit 17:9 zu Buche stand. Ein guter Einstieg in diese Quali-Runde.

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ALLE in die HALLE – M2 spielt um Aufstieg in die Landesliga

20170528 M2 Relegation
 
Am Sonntag, 28.05.17 um 17.00 Uhr in der Sporthalle Ost spielt das Männer 2 Team von Trainer Stephan Christ und Co-/Torwarttrainer Frank Brodbeck um den Aufstieg in die Landesliga. Das Hinspiel ging gegen die SG Lauterstein zwar knapp verloren, der Aufstieg ist aber nach wie vor in greifbarer Nähe.
 
Seit Januar ist nach dem Einstieg der Trainer Christ/Brodbeck das Team zusammengewachsen, wesentlich leistungsstärker geworden und hat sich enorm weiterentwickelt. Fokussiert auf das Ziel, den Aufstieg in die Landesliga, haben die Spieler in den letzten 5 Monaten alles gegeben! Sie haben bis zu 4 Mal pro Woche akribisch trainiert und trotz vielen verletzungsbedingten Rückschlägen nie aufgegeben – diese Spieler haben Vorbildcharakter für unsere ganze Abteilung!
 
Die kleine Drei-Tore-Hypothek vom Hinspiel kann das Christ-Team noch wettmachen. Wer das Hinspiel gesehen hat, weiß, dass dieses Team niemals aufgibt. Doch auch sie brauchen die Unterstützung von der Tribüne von vielen SVK-Fans. Deshalb kann das Motto nur lauten:  ALLE in die HALLE!

Mit ein paar Prozent mehr ist alles möglich

Die Hypothek für das entscheidende Relegations-Rückspiel, in dem es um den letzten freien Platz in der Landesliga geht, hätte für den Handball-Bezirksliga-Vizemeister SV Kornwestheim 2 deutlich höher sein können.

mC2 Qualifikation zur Bezirksliga Staffel 3 - Ganz starke Leistung

Die C2 hatte am Wochenende ihren Qualifikations-Heimspieltag, der kurzfristig in die Hannes-Reiber-Halle verlegt wurde.
Nachdem am ersten Qualifikationsspieltag beide Spiele verloren wurden, weil unsere Jungs im ersten Spiel gegen die körperlich überlegenen Spieler der HSG Sulzbach-Murrhardt nicht dagegen halten konnten und sich im zweiten Spiel die Überlegenheit des Gruppensiegers HSG Strohgäu durchsetzte, war bereits beim Aufwärmen zu spüren, dass die Jungs noch Dritter in der Gruppe werden wollten.

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mA-2 spielt in der Bezirksliga

Die mA-2 hat sich nach einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung für die Bezirksliga qualifiziert. Im ersten Spiel ging es gegen HSG Strohgäu . Der SVK erwischte einen guten Start und konnte sich schnell 2 Tore absetzten. Im Verlauf des Spiels hatten die Kornwestheimer gegen die körperlich überlegenen Strohgäuer immer die Nase vorn und nach 30 Minuten stand es verdient 16:11 für ein stark kämpfendes Team, das durch Spieler der mB-2 unterstützt wurde. Im nächsten Spiel ging es um alles. Ein Sieg würde die direkte Qualifikation zur Bezirksliga bringen, jedoch stand noch HABO Bottwar 2 im Weg. Die Kornwestheimer begannen auch hier stark und setzten sich nach 13 Minuten mit 0:4 ab. Es war eine Abwehrschlacht die die Kornwestheimer mit Leidenschaft und einer guten Mannschaftsleistung gewannen und am Schluss kam das sensationelle Ergebnis von 4:14 für den SVK raus. Die direkte Qualifikation war damit geschafft.

Es spielten : Justin Thielen ( Tor ) Feld: Selim Irk; Nathan Tesfay (2); Maximilian Michelutti (3); Marcel Oettlin (3); Stefan Walter; Timo Sigle (4); Konstantin Schad (9); Dominik Bladek (9)

„Ich werde mich jetzt sicher nicht ändern“

Hans Christensen ist drei Jahre lang Trainer der SVK-Handballer gewesen. Eine Zeit, die ihn laut eigener Aussage weitergebracht hat. Nun wird er Coach der zweiten Frauenmannschaft der SG BBM Bietigheim. Wie er seine Tätigkeit beim SVK rückblickend bewertet, wie groß die Umstellung wird, welcher Spieler unter seiner Anleitung den größten Sprung nach vorne gemacht hat und wie die letzte Trainingswoche gelaufen ist, das verrät der gebürtige Däne im Gespräch.

Herr Christensen, die letzte Trainingswoche ist vorbei, einige Ihrer früheren Schützlinge spielen aber noch in den Aufstiegs-Relegationspartien der zweiten Mannschaft mit. Verfolgen Sie die Spiele?

Ich verfolge sie nicht in dem Sinne, dass ich mir die Spiele anschaue. Das geht bei mir rein terminlich nicht. Ich schreibe aber sehr wohl mit Trainer Stephan Christ und will wissen, wie es so läuft. Auf der Tribüne werde ich aber nicht sitzen, da bin ich schon verplant.

Wie lief denn die Woche noch so? Es standen ja noch einige Ausstände aus, von Spielern und von Ihnen selbst.

Es war sehr gediegen, wir haben uns absolut keinen Stress mehr gemacht. Wir haben uns zweimal getroffen und ein bisschen Fußball gespielt. Und ja, ich habe meinen Ausstand gefeiert, genau wie Bärlie (Anm. d. Red.: Marc Pflugfelder) auch. Die Ausstände von Tobi Tauterat und Tim Schopf stehen aber noch aus, soviel ich weiß.

Zumindest beim Fest von Tobias Tauterat sind sie ja ziemlich sicher eingeladen, oder? Immerhin beendet da der Kapitän seine Laufbahn.

Ha, und wenn nicht, dann tauche ich einfach uneingeladen auf (lacht). Aber Spaß beiseite, bei Tobias Tauterat ist es gerade jobmäßig nicht so einfach, einen Termin zu finden.

Blicken wir zurück: Sie waren drei Jahre beim SV Kornwestheim, haben einen Ab- und einen Aufstieg mitgemacht. Was hat den größten Eindruck bei Ihnen hinterlassen?

Am meisten beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie konzentriert und fokussiert wir in dieser Runde aufgetreten sind. Es ist sehr schwer und beileibe keine Selbstverständlichkeit, nach einem Abstieg sofort den Wiederaufstieg zu schaffen. Und schon gar nicht so, wie wir das getan haben.

Hört sich so an, als hätten Sie somit auch den perfekten Moment für einen Abschied gefunden.

Da kann ich mich natürlich nicht beschweren. Es ist ein ganz hervorragender Zeitpunkt, sich als Meister und Aufsteiger zu verabschieden. Natürlich hätte ich gerne auf den Abstieg verzichtet, das ist auch klar. Aber ich glaube, dass er einigen der jungen Spieler tatsächlich gut getan hat. Sie haben gemerkt, dass das echt ein bescheidenes Gefühl ist. Aber nochmal: Wie einfach alle vom ersten Spieltag an mitgezogen haben, das war wirklich überragend.

In einem früheren Gespräch vor wenigen Wochen haben Sie zu mir gesagt, dass die Zeit beim SVK sie weitergebracht hat. In welchen Bereichen haben Sie dazugelernt?

Ich habe in dem Sinne dazugelernt, dass ich als Trainer sowohl sportlich als auch mental an Erfahrung gewonnen habe. Sicher, im Nachhinein hätte ich wahrscheinlich ein paar Sachen anders gemacht und hätte mich auch bei einigen Dingen vehementer durchgesetzt. Aber ich bin als Trainer und auch als Mensch gereift, auch durch den Austausch mit gegnerischen Kollegen. Und ich werde mich jetzt sicher nicht ändern, in meiner Art, zu trainieren und mit Menschen umzugehen.

Apropos Entwicklung: Gibt es Spieler beim SVK, bei denen Sie einen großen Sprung nach vorne beobachten konnten?

Bei Marvin Flügel auf jeden Fall. Er hat klasse Voraussetzungen. Natürlich war es auch gut für ihn, dass er so viele Spielzeit und -anteile bekommen hat. Ich hoffe, dass es für ihn auch in der 3. Liga so weitergeht. Auch Fabian Kugel hat einen großen Schritt gemacht, genau wie Dominic Schaffert, der sich bis zu seiner Verletzung (Anm. d. Red.: Kreuzbandriss am 26. November 2016 gegen Herrenberg) richtig gut weiterentwickelt hat. Er war auch mental ohne Aussetzer. Eine Schippe draufgelegt hat auch Christopher Tinti, vor allem in der Defensive. Vielleicht kann ihm sein vierter oder fünfter Trainer nochmal ein paar Sachen vermitteln. Und auch Tim Scholz ist im Verlauf der Runde viel unbekümmerter geworden.

Nun ist die Entwicklung und der Fokus der Mannschaft umso bemerkenswerter, als dass schon Anfang November öffentlich wurde, dass Sie nach der Saison aufhören. Häufig klappt es ja hinten und vorne nicht, so eine Personalie schon frühzeitig zu verkünden. Wie war das für die Mannschaft?

Ganz ehrlich, ich habe sie überhaupt nicht gefragt. Aber eine entsprechende Reaktion hätte mich ja auch nicht umgestimmt. Und jeder Spieler spielt doch für den Erfolg der Mannschaft. Man kann sehr wohl gegen einen Trainer spielen, aber für einen, das wird schwierig. Wir hatten ein gemeinsames Ziel, das die Jungs sofort begriffen haben.

Jetzt zieht es Sie nach Bietigheim, wo Sie die zweite Mannschaft des Frauen-Bundesligisten trainieren werden. Die spielt in der 3. Liga. Wie groß wird die Umstellung werden, zunächst im Wissen darüber, dass das eigene Team im Verein eben nicht die erste Geige spielt?

Meine Aufgabe ist ganz klar: die Spielerinnen sportlich weiter zu entwickeln und auch in Sachen Persönlichkeit voran zu bringen. Ich weiß, dass ich dort auch die eine oder andere Entscheidung mittragen muss, die andere gefällt haben und die zweite Mannschaft dabei manchmal etwas auffangen muss. Wir sind das Bindeglied zwischen A-Jugend und Aktiven.

Neu ist auch die Trainertätigkeit im Frauenbereich. Wobei: In Ihrer dänischen Heimat haben Sie ja auch schon Mädchenmannschaften gecoacht.

Unterschiede gibt es natürlich trotzdem. Die Mädchen in Dänemark waren aber sehr wissbegierig und wollten unbedingt weiterkommen. Das war sehr unkompliziert. Aber am Ende hat man es überall mit Menschen zu tun, auf die man einwirken kann. Das kann eine gute Erfahrung werden – muss es aber nicht (lacht).

Das Team hat in der abgelaufenen Drittligasaison von zwölf Mannschaften den 6. Platz belegt. Ein Hans Christensen will doch sicher mehr. . .

Als zweite Mannschaft in der 3. Liga, wenn du nicht aufsteigen darfst? Nein, das Allerwichtigste ist: Die Spielerinnen sind teilweise sehr jung. Sie sollen sich weiterentwickeln und in zwei bis drei Jahren die Fähigkeit haben, Bundesliga oder Zweite Bundesliga spielen zu können. Ich sehe mich nicht als den besten Trainer, ach, ich sehe mich nicht einmal als besonders guten Trainer. Aber ich habe das Werkzeug, das mir schon als Spieler weitergeholfen hat, und ich weiß, wo man ansetzen muss, wie man Spieler bei Laune hält und solche Dinge. Platz 6, Platz 5, Platz 10, es ist schwierig, zu sagen.

Bietigheims Frauen-Bundesliga-Coach Martin Albertsen hat Sie dem Vernehmen nach persönlich zur SG gelotst. Er ist auch Däne, hat in Ihrer Heimatstadt auch schon die Frauen des Randers HK trainiert. Es liegt daher nahe, dass Sie sich schon ewig kennen. . .

Natürlich. Wir kennen uns schon seit unserer Kindheit, haben beide in kleinen Vorstadtvereinen von Randers gespielt. Er hat auch noch einige Cousins und Cousinen, die teils sehr erfolgreich Handball spielen. Wir haben sogar schonmal eine Mädchenmannschaft gemeinsam trainiert, nämlich die A-Jugend in Viborg. Da war er Chefcoach und ich Assistent. Das ist mittlerweile 18 Jahre her.

Als Grund für Ihren Abgang aus Kornwestheim haben Sie einst Zeitmangel angegeben. Sie seien von Ihrem Wohnort Pforzheim aus zu lange unterwegs. Nun, nach Bietigheim ist der Weg auch nicht viel kürzer. War es einfach Zeit für etwas Neues?

Nein. Damals war ich ziemlich überladen mit Arbeit. Jetzt habe ich aber eine Kollegin und dadurch ganz andere Möglichkeiten. Außerdem bin ich sehr wohl 15 Minuten weniger unterwegs. Und, auch das darf man keinesfalls vergessen: Es sind nur 22 Spiele statt 30, das ist ein Wort.

Wann geht’s denn los in Bietigheim?

Ende Juni, Anfang Juli. Ich habe aber schon mit allen Spielerinnen telefoniert. Viele bleiben, einige kommen noch dazu. Es ist die ganz normale Fluktuation vor einer Saison.

Noch ein letztes Mal zurück nach Kornwestheim, an Ihre alte Wirkungsstätte: Haben Sie mit Ihrem Nachfolger Alexander Schurr gesprochen?

Ja, er war ein paar Mal in der Halle und mit ihm telefoniert habe ich auch. Er soll aber seine Erfahrungen selber machen. Ich gehe davon aus, dass er seine Sache gut machen wird. Er ist der richtige Mann zur richtigen Zeit.

Und die Spieler? Was haben Sie denen mit auf den Weg gegeben?

Dass sie sich nicht so anstellen sollen (lacht). Nein, ich habe ihnen natürlich viel Erfolg in der 3. Liga gewünscht. Ich bin überzeugt, dass sie das Zeug haben, das zu packen und eine gute Rolle zu spielen.Kornwestheim - Hans Christensen ist drei Jahre lang Trainer der SVK-Handballer gewesen. Eine Zeit, die ihn laut eigener Aussage weitergebracht hat. Nun wird er Coach der zweiten Frauenmannschaft der SG BBM Bietigheim. Wie er seine Tätigkeit beim SVK rückblickend bewertet, wie groß die Umstellung wird, welcher Spieler unter seiner Anleitung den größten Sprung nach vorne gemacht hat und wie die letzte Trainingswoche gelaufen ist, das verrät der gebürtige Däne im Gespräch.Herr Christensen, die letzte Trainingswoche ist vorbei, einige Ihrer früheren Schützlinge spielen aber noch in den Aufstiegs-Relegationspartien der zweiten Mannschaft mit. Verfolgen Sie die Spiele?
Ich verfolge sie nicht in dem Sinne, dass ich mir die Spiele anschaue. Das geht bei mir rein terminlich nicht. Ich schreibe aber sehr wohl mit Trainer Stephan Christ und will wissen, wie es so läuft. Auf der Tribüne werde ich aber nicht sitzen, da bin ich schon verplant.
Wie lief denn die Woche noch so? Es standen ja noch einige Ausstände aus, von Spielern und von Ihnen selbst.
Es war sehr gediegen, wir haben uns absolut keinen Stress mehr gemacht. Wir haben uns zweimal getroffen und ein bisschen Fußball gespielt. Und ja, ich habe meinen Ausstand gefeiert, genau wie Bärlie (Anm. d. Red.: Marc Pflugfelder) auch. Die Ausstände von Tobi Tauterat und Tim Schopf stehen aber noch aus, soviel ich weiß.
Zumindest beim Fest von Tobias Tauterat sind sie ja ziemlich sicher eingeladen, oder? Immerhin beendet da der Kapitän seine Laufbahn.
Ha, und wenn nicht, dann tauche ich einfach uneingeladen auf (lacht). Aber Spaß beiseite, bei Tobias Tauterat ist es gerade jobmäßig nicht so einfach, einen Termin zu finden.
Blicken wir zurück: Sie waren drei Jahre beim SV Kornwestheim, haben einen Ab- und einen Aufstieg mitgemacht. Was hat den größten Eindruck bei Ihnen hinterlassen?
Am meisten beeindruckt hat mich die Art und Weise, wie konzentriert und fokussiert wir in dieser Runde aufgetreten sind. Es ist sehr schwer und beileibe keine Selbstverständlichkeit, nach einem Abstieg sofort den Wiederaufstieg zu schaffen. Und schon gar nicht so, wie wir das getan haben.
Hört sich so an, als hätten Sie somit auch den perfekten Moment für einen Abschied gefunden.
Da kann ich mich natürlich nicht beschweren. Es ist ein ganz hervorragender Zeitpunkt, sich als Meister und Aufsteiger zu verabschieden. Natürlich hätte ich gerne auf den Abstieg verzichtet, das ist auch klar. Aber ich glaube, dass er einigen der jungen Spieler tatsächlich gut getan hat. Sie haben gemerkt, dass das echt ein bescheidenes Gefühl ist. Aber nochmal: Wie einfach alle vom ersten Spieltag an mitgezogen haben, das war wirklich überragend.
In einem früheren Gespräch vor wenigen Wochen haben Sie zu mir gesagt, dass die Zeit beim SVK sie weitergebracht hat. In welchen Bereichen haben Sie dazugelernt?
Ich habe in dem Sinne dazugelernt, dass ich als Trainer sowohl sportlich als auch mental an Erfahrung gewonnen habe. Sicher, im Nachhinein hätte ich wahrscheinlich ein paar Sachen anders gemacht und hätte mich auch bei einigen Dingen vehementer durchgesetzt. Aber ich bin als Trainer und auch als Mensch gereift, auch durch den Austausch mit gegnerischen Kollegen. Und ich werde mich jetzt sicher nicht ändern, in meiner Art, zu trainieren und mit Menschen umzugehen.
Apropos Entwicklung: Gibt es Spieler beim SVK, bei denen Sie einen großen Sprung nach vorne beobachten konnten?
Bei Marvin Flügel auf jeden Fall. Er hat klasse Voraussetzungen. Natürlich war es auch gut für ihn, dass er so viele Spielzeit und -anteile bekommen hat. Ich hoffe, dass es für ihn auch in der 3. Liga so weitergeht. Auch Fabian Kugel hat einen großen Schritt gemacht, genau wie Dominic Schaffert, der sich bis zu seiner Verletzung (Anm. d. Red.: Kreuzbandriss am 26. November 2016 gegen Herrenberg) richtig gut weiterentwickelt hat. Er war auch mental ohne Aussetzer. Eine Schippe draufgelegt hat auch Christopher Tinti, vor allem in der Defensive. Vielleicht kann ihm sein vierter oder fünfter Trainer nochmal ein paar Sachen vermitteln. Und auch Tim Scholz ist im Verlauf der Runde viel unbekümmerter geworden.
Nun ist die Entwicklung und der Fokus der Mannschaft umso bemerkenswerter, als dass schon Anfang November öffentlich wurde, dass Sie nach der Saison aufhören. Häufig klappt es ja hinten und vorne nicht, so eine Personalie schon frühzeitig zu verkünden. Wie war das für die Mannschaft?
Ganz ehrlich, ich habe sie überhaupt nicht gefragt. Aber eine entsprechende Reaktion hätte mich ja auch nicht umgestimmt. Und jeder Spieler spielt doch für den Erfolg der Mannschaft. Man kann sehr wohl gegen einen Trainer spielen, aber für einen, das wird schwierig. Wir hatten ein gemeinsames Ziel, das die Jungs sofort begriffen haben.
Jetzt zieht es Sie nach Bietigheim, wo Sie die zweite Mannschaft des Frauen-Bundesligisten trainieren werden. Die spielt in der 3. Liga. Wie groß wird die Umstellung werden, zunächst im Wissen darüber, dass das eigene Team im Verein eben nicht die erste Geige spielt?
Meine Aufgabe ist ganz klar: die Spielerinnen sportlich weiter zu entwickeln und auch in Sachen Persönlichkeit voran zu bringen. Ich weiß, dass ich dort auch die eine oder andere Entscheidung mittragen muss, die andere gefällt haben und die zweite Mannschaft dabei manchmal etwas auffangen muss. Wir sind das Bindeglied zwischen A-Jugend und Aktiven.
Neu ist auch die Trainertätigkeit im Frauenbereich. Wobei: In Ihrer dänischen Heimat haben Sie ja auch schon Mädchenmannschaften gecoacht.
Unterschiede gibt es natürlich trotzdem. Die Mädchen in Dänemark waren aber sehr wissbegierig und wollten unbedingt weiterkommen. Das war sehr unkompliziert. Aber am Ende hat man es überall mit Menschen zu tun, auf die man einwirken kann. Das kann eine gute Erfahrung werden – muss es aber nicht (lacht).
Das Team hat in der abgelaufenen Drittligasaison von zwölf Mannschaften den 6. Platz belegt. Ein Hans Christensen will doch sicher mehr. . .
Als zweite Mannschaft in der 3. Liga, wenn du nicht aufsteigen darfst? Nein, das Allerwichtigste ist: Die Spielerinnen sind teilweise sehr jung. Sie sollen sich weiterentwickeln und in zwei bis drei Jahren die Fähigkeit haben, Bundesliga oder Zweite Bundesliga spielen zu können. Ich sehe mich nicht als den besten Trainer, ach, ich sehe mich nicht einmal als besonders guten Trainer. Aber ich habe das Werkzeug, das mir schon als Spieler weitergeholfen hat, und ich weiß, wo man ansetzen muss, wie man Spieler bei Laune hält und solche Dinge. Platz 6, Platz 5, Platz 10, es ist schwierig, zu sagen.
Bietigheims Frauen-Bundesliga-Coach Martin Albertsen hat Sie dem Vernehmen nach persönlich zur SG gelotst. Er ist auch Däne, hat in Ihrer Heimatstadt auch schon die Frauen des Randers HK trainiert. Es liegt daher nahe, dass Sie sich schon ewig kennen. . .
Natürlich. Wir kennen uns schon seit unserer Kindheit, haben beide in kleinen Vorstadtvereinen von Randers gespielt. Er hat auch noch einige Cousins und Cousinen, die teils sehr erfolgreich Handball spielen. Wir haben sogar schonmal eine Mädchenmannschaft gemeinsam trainiert, nämlich die A-Jugend in Viborg. Da war er Chefcoach und ich Assistent. Das ist mittlerweile 18 Jahre her.
Als Grund für Ihren Abgang aus Kornwestheim haben Sie einst Zeitmangel angegeben. Sie seien von Ihrem Wohnort Pforzheim aus zu lange unterwegs. Nun, nach Bietigheim ist der Weg auch nicht viel kürzer. War es einfach Zeit für etwas Neues?
Nein. Damals war ich ziemlich überladen mit Arbeit. Jetzt habe ich aber eine Kollegin und dadurch ganz andere Möglichkeiten. Außerdem bin ich sehr wohl 15 Minuten weniger unterwegs. Und, auch das darf man keinesfalls vergessen: Es sind nur 22 Spiele statt 30, das ist ein Wort.
Wann geht’s denn los in Bietigheim?
Ende Juni, Anfang Juli. Ich habe aber schon mit allen Spielerinnen telefoniert. Viele bleiben, einige kommen noch dazu. Es ist die ganz normale Fluktuation vor einer Saison.
Noch ein letztes Mal zurück nach Kornwestheim, an Ihre alte Wirkungsstätte: Haben Sie mit Ihrem Nachfolger Alexander Schurr gesprochen?
Ja, er war ein paar Mal in der Halle und mit ihm telefoniert habe ich auch. Er soll aber seine Erfahrungen selber machen. Ich gehe davon aus, dass er seine Sache gut machen wird. Er ist der richtige Mann zur richtigen Zeit.
Und die Spieler? Was haben Sie denen mit auf den Weg gegeben?
Dass sie sich nicht so anstellen sollen (lacht). Nein, ich habe ihnen natürlich viel Erfolg in der 3. Liga gewünscht. Ich bin überzeugt, dass sie das Zeug haben, das zu packen und eine gute Rolle zu spielen.

Kein Handballwunder – SVK-Reserve ist weiter

Eigentlich war der TV Großengstingen ohne auch nur die geringste Chance nach Kornwestheim gekommen. 13 Tore betrug der Rückstand nach dem Hinspiel der ersten Landesliga-Relegationsrunde, das der SVK mit 35:22 gewonnen hatte. Doch dann das: Wie unter der Woche bereits angekündigt, reisten die Großengstinger Fans mit drei Reisebussen an. Sie verwandelten die Osthalle in ein Handball-Tollhaus, was den Eindruck erweckte, es gehe lediglich um drei statt um 13 Treffer.