Dezimierte Frauen 2 gewinnen einen Punkt
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Eine Woche nach dem mehr als geglückten Rundenauftakt präsentierte sich das neuformierte SVK3-Team von Trainer Martin Wittlinger am Samstag erstmals dem heimischen Publikum. Zu Gast in der Hölle Ost war die HSG Sulzbach-Murhardt, gegen die die Mannschaft in der zurückliegenden Saison eine ausgeglichene Bilanz hatte. Entgegen der Erwartungen zeigte das 39-Tore-Team der Vorwoche zu Spielbeginn eine Ladehemmung und so war es Torhüter Reinhard zu verdanken, der nicht nur einen Strafwurf parierte, dass auf beiden Seiten des Spielberichtsbogens so lange schwarze Nullen standen, als hätten beide Mannschaften Christian Lindner persönlich als Abwehrchef in ihren Reihen installiert.
„Lass den Anfang mit dem Ende in Eins zusammenziehen“
~ Johann Wolfgang von Goethe
Blut, Schweiß und Tränen opferten die Spieler des SVK 3 ihrem Trainer Martin Wittlinger in den vergangenen Monaten, um gut auf die neue Saison in der Bezirksliga vorbereitet zu sein. Am vergangenen Samstag sollte sich nun erstmals zeigen, ob sich die Stunden an den Lembergstäffele, auf dem Langhantelparkplatz und unter Trainers Taktiktäfelchen gelohnt hatten.
Die erste Standortbestimmung führte das neuformierte Team um den neuen alten Kapitän Marcel Reimann direkt zum Vorjahresvierten CVJM Möglingen, gegen den es in der vergangenen Runde zweimal nichts zu holen gab. Doch die Lurchis starteten gut:
Am 21.5.2022 begann die Mission der Männer aus Kornwestheim. Reiseleiter Ihlefeldt begab sich mit seinem Team auf den langen Weg, um in einem fernen Land Jagd auf die goldene Ananas zu machen. Ähnlich wie Christoph Kolumbus, der auf dem Weg nach Indien an einem fremden Ort ankam (Amerika), fanden sich auch die Kornwestheimer in ungewohnter Umgebung wieder. Indigene Ortsschilder deuten darauf hin, dass es sich bei diesem Ort um das sagenumwobene Fridingen/Mühlheim handeln soll.
Was auf den ersten Blick nach einer billigen Werbemaßnahme für illegale Tierkämpfe in Hinterhofgassen aussieht, entpuppt sich in Wahrheit als das Nachholspiel der TSF Ditzingen gegen die Männer 2 aus Kornwestheim. Nach mehreren Absagen und erfolglosen Anfragen, dieses tierische Spektakel in der Wilhelma auszutragen, mussten sich die beiden Teams in der Sporthalle Glemsaue messen.Bereits zwei Wochen nach dem Rückspiel des SVK3 beim TSV Asperg folgte nun am vergangenen Wochenende das verschobene Hinspiel dieser Paarung in der Kornwestheimer Osthalle. Die Ausgangslage war klar: Der TSV durfte das Spiel nicht verlieren, um sich die Aufstiegschance in die Landesliga zu bewahren, während der SVK mit dem sicheren Klassenerhalt im Rücken befreit aufspielen konnte. War die Begegnung zwei Wochen vorher nach einer katastrophalen ersten Hälfte eine glasklare Angelegenheit, wollten die Lurchis nun ein anderes Gesicht zeigen und einen Versuch wagen, den Gästen in ihre Aufstiegssuppe zu spucken.

Wenn bei einem Handballspiel in den ersten zwanzig Spielminuten alle Tore einer Mannschaft vom selben Spieler erzielt werden, ist das meist kein gutes Zeichen. Trifft dieser Spieler dann ebenfalls nur zweimal ist es sogar ein sehr schlechtes. So geschehen bei der Begegnung am vergangenen Samstag zwischen dem TSV Asperg und dem SV Kornwestheim 3. Nach gut acht Minuten war das Match offiziell eigentlich schon gelaufen: 7:0 – Schneider! Und jeder Hobbysportler weiß, dass man nach einer solchen Machtdemonstration unaufgefordert das Spielfeld verlassen sollte.