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SVK 3 mit tollem Torspektakel am Supersamstag

Der Handball-Supersamstag, eigentlich beheimatet im fernen Sulzbach, gastierte letztes Wochenende zu einem Gastspiel in der Kornwestheimer Osthalle. Gleich vier Aktivenmannschaften trugen ihre Ligaspiele an diesem Nachmittag zu Hause aus und lockten die Zuschauer aus dem fantastischen Oktoberwetter auf die Tribüne der Hölle Ost. Nachdem die Frauen 2 zum Auftakt des Megaevents eine Niederlage hinnehmen mussten, war es an den Männern des SVK 3 den Spieß umzudrehen und den Tag in die Erfolgsspur zu lenken. Zu Gast war der Aufsteiger vom Möglinger TV und die Favoritenrolle somit klar verteilt:

Aufsteiger mit Saisonstartschwierigkeiten und bisher ohne Erfolgserlebnis gegen den ungeschlagenen Tabellenführer. Doch dass die Gäste aus dem nahegelegenen Nachbarort nicht als lumpige Laufkundschaft gekommen waren, um die Punkte abzuschenken, machten sie direkt nach dem Anwurf klar. Auf die Schnelle besorgte Bastian Schelle geschwind die 0:1-Führung für den TV, die dieser auch fürs Erste nicht mehr abgab. Eine kurzweilige Anfangsphase, die sich genauso ausgeglichen, wie torreich gestaltete belohnte alle Zuschauer, die den lauen Herbsttemperaturen und der goldenen Oktobersonne trotzten, um dem Handball-Supersamstag beizuwohnen. Es dauerte ganze zehn Zeigerumdrehungen, bis sich der durchsetzungsstarke Dennis Bullinger das zweite Mal über die rechte Seite durchgetankt hatte und sein Team in die favoritengerechte Führung schoss. Es ging schneller hin und her als an Connis Gartentischtennisplatte und beim 10:8 nach 14 Minuten wurden auf der Tribüne unter den ungeübten SVK 3-Zuschauern die ersten Beschwerden über Nackenschmerzen laut. Immer wieder waren es die blitzschnellen Gegenstöße oder flott ausgespielte zweite Wellen, die den SVK zum Erfolg führten. Doch das risikoreiche Spiel in der Deckung hatte auch seine Kehrseite, denn einmal mehr zeigte sich die Abwehr löchriger als Netzoberteile bei einer Swingerparty. Damit schienen sich die Möglinger gut auszukennen, denn sie nutzten die sich ergebenden Lücken dankbar aus (ebenfalls wie bei einer Swingerparty). Wittlingers willensstarke Sieben konnten dies mit dem torhungrigen Angriff aber wettmachen und ihre Führung etwas ausbauen. Beim Stand von 20:13 hätte schon kurz vor dem Seitenwechsel dann eigentlich alles klargemacht werden können, doch man kann die Leute nicht für den Supersamstag werben und ihnen dann ein einseitiges Spiel bieten und so bedachten sich die Blauweißen aus dem Nichts wieder darauf, drei Gänge zurückzuschalten. Beim Stand von 21:16 ging es deshalb knappper als nötig zur Erfrischung in die Kabinen und auch nach dem Seitenwechsel machte der SVK dort weiter wo er aufgehört hatte: Fünf Gegentore in den ersten fünf Minuten gaben den Gästen um den umtriebigen Ex-Kornwestheimer Moritz Salathe das Gefühl, dass der Außenseiter hier durchaus die Möglichkeit auf etwas Zählbares hatte. Bevor aber tatsächlich etwas anbrennen konnte, nahm Trainer Martin Wittlinger beim Stand von 28:25 eine Auszeit, woraufhin der lupenreine Lukas Nethe zeigte, wie teflonbeschichtet er ist und die Seinen wieder zu einem Sechs-Tore-Vorsprung hattrickte. Dieser Vorsprung hatte auch zehn Minuten vor dem Spielende noch Bestand. Die Torhüter, die in der Vorwoche leider andere Termine hatten, waren diesmal erfreulicherweise wieder mit von der Partie und hatten ihren Anteil daran, dass die Siegerstraße immer besser eingeebnet wurde. Da das Torhüterkerngeschäft wieder verinnerlicht war, erteilte Abwehrchef Timo Jüngling nun noch etwas Anschauungsunterricht in Sachen Konterspiel und zuckerte einen langen Pass, den sein Hintermann zuvor verweigert hatte, auf seinen gestarteten Außenstürmer. Tobi <<Turbo>> Daub nahm das süße Geschenk dankend an und vollendete in Minute 54 formschön zum 35:30. Gehörten die Schlussminuten in dieser Saison bisher stets den Lurchis, gaben die sicheren Sieger sie diesmal, wie schon in Hälfte eins, erneut an die Gäste ab und ließen diese auch nochmal etwas fürs Torekonto tun. Bei einem Endstand von 36:33 durfte sich hinterher sicherlich kein Zuschauer über die entrichtete Eintrittsgebühr beklagen. Der SVK 3 feierte also einen ungefährdeten Heimsieg, sollte aber fürs Rückspiel bei einem guten Aufsteiger vorgewarnt sein. Denn in der heimischen Halle weiß der TV seine gefürchteten Schorlekritiker hinter sich und da sollte das Team auf beiden Spielfeldhälften überzeugend agieren, um keinen eingeschenkt zu bekommen. „Ich denke wir können zufrieden sein“, so Julian Anhorn, der selbstverständlich den kompletten Supersamstag in der Osthalle verbrachte, „denn wir haben unserem Publikum einiges geboten und haben den beiden nachfolgenden Teams, die nach unserem Vorbild ebenfalls torreich erfolgreich waren, gezeigt, wie ein Supersamstagsspiel aussehen sollte.“

Supersamstagskracher: Robin Reinhard und Moritz Strohm (im Tor), Julian Anhorn (2), Dennis Bullinger (4), Marco Dömötör (7), Philipp Conrad, Domminik Künzel (3), Marcel Reimann (6/3), Timo Jüngling, Robin Rothermund (1), Tobias Daub (5) und Lukas Nethe (8).