Vorletztes Testspiel am 26.8. um 20.00 Uhr gegen den TSV Wolfschlugen
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Beim letzten Drittligaspiel hat der SVK um Kevin Wolf (links) und Dominic Schaffert (am Ball) noch einmal überzeugt. (Foto: Peter Mann)Die Handballer des SV Kornwestheim haben sich am Samstagabend mit einer starken Leistung aus der 3. Liga Süd verabschiedet. Beim 32:28 (14:10)-Sieg in der Osthalle gegen den Tabellendritten TV Hochdorf aus der Pfalz hat das Team von Trainer Hans Christensen noch einmal gezeigt, dass es eigentlich die nötige Klasse hat.
Der SVK (hier am Ball: Marc Pflugfelder) steckt in Schwierigkeiten. (Foto: Archiv/Horst Dömötör)
Es ist soweit: Morgen Abend fällt die Entscheidung über die sportliche Zukunft des Handball-Drittligisten SV Kornwestheim. Möglich ist alles: direkter Klassenverbleib, Teilnahme an der Relegation oder aber direkter Abstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga. Fest steht nur eines: Der SVK muss morgen gegen den Tabellendritten TV Hochdorf (19 Uhr) auf jeden Fall punkten, wenn möglich gewinnen. Dann aber braucht das Team von Trainer Hans Christensen als derzeit 15. des Tableaus noch ordentlich Schützenhilfe. Die TSG Haßloch, die derzeit Relegationsrang 14 belegt, darf nicht bei der HBW Balingen-Weilstetten 2 (9.) remis spielen oder gewinnen. Ebenso wenig darf der SV Zweibrücken auf Platz 13 beim Aufsteiger VfL Pfullingen (10.) etwas reißen. Zweibrücken, Haßloch und der SVK liegen bei 22:36 Zählern – Kornwestheim schneidet im direkten Vergleich mit beiden Konkurrenten jedoch am schlechtesten ab. So sehen sie aus, die Vorzeichen vor dem alles entscheidenden Handballabend in der Osthalle. „Es geht um alles oder nichts“, sagt Hans Christensen, „und wir denken nur an den Klassenerhalt.“ Die Frage danach, was geschieht, sollte es eben doch nicht reichen, verbietet sich der Coach von vorne herein. Die Stimmung in seinem Team beschreibt er als fokussiert und konzentriert. „Natürlich sagen wir nicht: Hey, es läuft alles wie geschmiert. Aber es ist okay.“ Zweifel seien nicht erlaubt. Zumindest nicht daran, dass der SVK den TV Hochdorf durchaus bezwingen könne. „Alles andere liegt nicht in unserer Hand.“ Es muss für den SV Kornwestheim also auf jeden Fall möglichst besser laufen als im Spiel in der Hinrunde. In Hochdorf gab es Mitte Dezember ein 27:27-Remis. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Partie lag der SVK allerdings noch mit drei Toren in Führung und ließ sich dann noch die Butter vom Brot nehmen. Das solle seine Mannschaft nun vermeiden, fordert Christensen. „Wir müssen die Phasen, in denen es bei uns nicht so gut läuft, unbedingt minimieren“, so der Übungsleiter. Beim TV Hochdorf herrscht durchaus Respekt vor seiner Truppe. „Im Hinspiel haben die Salamander bewiesen, dass sie an einem guten Tag ein unangenehm zu spielendes Team sind und jedem Gegner gefährlich werden können“, heißt es auf der Internetseite der Rheinland-Pfälzer. „Respekt dürfen sie auch haben“, sagt Christensen, „den haben wir auch. Aber wir haben keine Angst.“ Beim Blick auf den Gegner stellt der Kornwestheimer Coach fest: „Es ist eine gute Mannschaft, in der Spieler dabei sind, die eigentlich höherklassig spielen könnten und auch solche, die das bereits getan haben.“ Außerdem kommt bei Hochdorf ein ganz wichtiger Mann zurück: Topscorer Jan Claussen (157 Tore), der beim 33:29-Heimsieg gegen den schon lange feststehenden Meister HSG Konstanz noch ausgefallen war. Allerdings fehlen in den Reihen der „Pfalzbiber“ deren zweitbester Werfer Nick Beutler (113 Treffer), Niklas Schwenzer – immerhin schon 88 Mal erfolgreich – und Denny Purucker. Beim SVK sind so gut wie alle Akteure fit. Einzig Christopher Tinti und Hendrik Schoeneck haben unter der Woche nicht trainieren können, sind aber wohl an Bord. Lediglich Kornwestheims Linksaußen Fabian Kugel ist nach wie vor verletzt. Bleibt zum Schluss noch festzuhalten, dass es für die Hochdorfer eigentlich um nichts mehr geht. Den direkten Vergleich mit dem Tabellenvierten, der SG Nußloch, hat das Team deutlich gewonnen, kann also auch bei Punktgleichheit nicht mehr abrutschen. Dass die Pfälzer die Begegnung aber herschenken, glaubt Christensen zu keiner Sekunde. „Das macht kein Sportler, zumindest nicht bewusst.“

Marvin Flügel (im Wurf) und der SVK brauchen am letzten Spieltag ein Wunder. (Foto: Ralf Porkert)
Die Handballer des SV Kornwestheim stehen kurz vor dem Abstieg aus der 3. Liga. Nach der 25:27 (13:13)-Niederlage beim Tabellenachten SG Kronau-Östringen 2 gibt es nur noch einen äußerst dünnen Strohhalm, an den sich das Team von Coach Hans Christensen als mittlerweile Vorletzter klammern kann. „Wir sind noch nicht tot“, sagt der Trainer dennoch und verweist auf das abschließende Saisonspiel in eigener Halle gegen den Tabellendritten TV Hochdorf. Mit Zweibrücken und Haßloch liegen noch zwei weitere Mannschaften mit dem SVK bei 22:36 Punkten. Es müsste am kommenden Wochenende ergebnismäßig also alles perfekt für die Kornwestheimer laufen. Trotz alledem: Gegen Hochdorf könne sein Team befreit aufspielen, denn „viel weiter runter können wir nicht mehr“, so Christensen. Stimmt. Was aber auch daran liegt, dass Schlusslicht Herrenberg mit 14:44 Zählern schon längst abgestiegen ist. Bei der SG Kronau-Östringen 2 verschlief der SVK den Beginn total. „Wir haben viele Fehler gemacht, waren völlig neben der Spur“, sagt Christensen. So lag sein Team nach einer Viertelstunde mit 4:10 zurück. Doch Kornwestheim berappelte sich bis zur Halbzeit, kam durch Tore von Hendrik Schoeneck, zweimal Peter Jungwirth und einmal Hans Jungwirth erst auf 8:10 heran und in der 26. Minute durch einen weiteren Treffer von Hans Jungwirth sogar zur 13:12-Führung. Mit 13:13 ging es in die Halbzeitpause. In der 35. Minute lag der SVK nach Toren von Hendrik Schoeneck und Kevin Wolf sogar erstmals mit zwei Treffern vorn (16:14), nur wenig später hieß es 17:15. „Und dann haben wir wieder einen Totalausfall“, ärgert sich Christensen. Die Hausherren zogen wieder bis auf 17:20 vorbei, bevor Kornwestheim sich erneut besann und durch zwei Schoeneck-Tore und einen erfolgreichen Abschluss von Marvin Flügel zum 20:20 kam (45.). Die Chance zur Führung blieb allerdings ungenutzt. „Zu viele technische Fehler“, hatte Christensen in dieser Situation ausgemacht. So sollte es nichts werden mit dem ach so wichtigen Auswärtssieg. Auch weil die offensive Deckungsvariante in der Schlussphase zwar zahlreiche Ballgewinne brachte, sie aber viel zu selten in Tore umgemünzt wurden. „Das war Pech, Unvermögen, alles in einem“, konstatiert der Trainer. Am Ende blieben die Punkte also im Badischen, während der SVK endgültig mit dem Rücken zur Wand steht. Ob sich an der Lage im letzten Heimspiel noch etwas ändert, ist ungewiss. „Es ist das letzte Spiel der Runde, das wollen wir natürlich gewinnen“, sagt Christensen. Vielleicht ist es aber auch das letzte Spiel des SVK in der 3. Liga.

Marc Pflugfelder (am Ball) und Dominic Schaffert haben den verletzten Linksaußen Fabian Kugel zuletzt gut vertreten.
(Foto: Archiv/Ralf Porkert)
Das erste Endspiel für den Verbleib in der 3. Liga Süd haben die Handball-Herren des SV Kornwestheim vor gut einer Woche beim Tabellenschlusslicht SG H2Ku Herrenberg deutlich mit 31:24 gewonnen. Am heutigen Dienstagabend müssen die Schützlinge von Trainer Hans Christensen jedoch ab 20 Uhr in der heimischen Sporthalle Ost nachlegen, wenn es gegen Tabellenvorletzten SV 64 Zweibrücken geht, der allerdings nur zwei Zähler weniger auf dem Konto hat als der SVK. Im Falle einer Heimniederlage würden die Kornwestheimer somit selbst auf einen Platz zurückfallen, der am Saisonende den Abstieg bedeutet. Daher zählt für Hans Christensen heute auch nichts anderes als ein Sieg seines Teams. „Wir brauchen zwei Punkte.“ Wie das Ergebnis zustande kommt, ist ihm dabei ziemlich gleichgültig. „Wenn wir das Spiel nicht für uns entscheiden können, haben wir es auch nicht verdient, in der dritten Liga zu bleiben.“ Trotz des Erfolgsdrucks seien weder er noch die Spieler nervös, behauptet der SVK-Trainer. „Ein bisschen angespannt können wir schon sein, aber nicht nervös. Wir müssen nur unsere Leistung bringen.“ Personelle Sorgen haben die Kornwestheimer keine mehr. Abgesehen vom verletzten Fabian Kugel sind alle Akteure einsatzbereit. Und den Linksaußen haben schon zuletzt Marc Pflugfelder und Dominic Schaffert gut vertreten. Nicht sonderlich erfreut ist Hans Christensen über den ungewohnten Spieltermin am Dienstagabend. „Ich hätte das Spiel lieber am Samstagabend gehabt. Da kommen mehr Zuschauer.“ Die Verlegung des Spiels wurde notwendig, weil die Gäste aus Zweibrücken mit Robin Egelhof über einen Spieler der deutschen Junioren-Nationalmannschaft verfügen, die von Freitag bis Sonntag in Litauen drei EM-Qualifikationsspiele gegen Russland, Kosovo und Litauen ausgetragen hat. Um dem 18-jährigen Rückraumspieler auch die Teilnahme am Ligapunktspiel zu ermöglichen, hat der Handballverband den SVK dazu verpflichtet, der Verlegung zuzustimmen. Dafür wird am Dienstag allerdings bei den Gästen vermutlich Spielmacher Florian Enders berufsbedingt fehlen. Dass sie so oder so nicht zu unterschätzen sind, haben die Gäste aus der Westpfalz vor allem in ihren jüngsten drei Heimspielen bewiesen. Da folgte auf ein 34:29 gegen Haßloch und ein 34:33 gegen Horkheim zuletzt ein 30:28-Sieg gegen Ligaprimus HSG Konstanz. SVK-Trainer Christensen weiß: „Zweibrücken hat eine dynamische, schnelle und aggressive Mannschaft. Die spielen schnell nach vorne und mit hohem Risiko. Das wird ein heißer Tanz.“ Gegen Konstanz hat Robin Egelhof mit elf Toren geglänzt. „Mal schauen, wie fit er nach der Reise mit der Nationalmannschaft ist“, sagt Christensen. Er weiß aber: „Bei Zweibrücken ragt in jedem Spiel ein anderer heraus. Das macht sie so unberechenbar.“ In der Torjägerliste folgen auf Egelhof (133 Saisontreffer) und Enders (103) mit Benjamin Zellmer (81), Aris Wöschler (80), Nils Wöschler (65) und Tim Burkholder (57) weitere treffsichere Spieler. Aber Christensen betont: „Das spielt alles keine Rolle. Wir brauchen zwei Punkte.“