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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 1

  • Melanie Bürkle
  • Männer 1

Die Lurchis bezwingen die Junglöwen

Der SV Kornwestheim gewinnt am Samstagabend bei der Zweitbesetzung der Rhein-Neckar Löwen mit 34:29 (17:13) und überzeugt mit souveränem Spielverständnis und der nötigen Ruhe.

Ein Auswärtssieg, der gleich doppelt Freude machte: Die Drittliga-Lurchis des SV Kornwestheim haben sich am Samstagabend bei den Rhein-Neckar Löwen 2 mit 34:29 (17:13) durchgesetzt und zwei weitere wichtige Punkte eingefahren. Das Team von Cheftrainer Alexander Schurr überzeugte nahezu durchweg und ließ sich auch von den zwischenzeitlichen Aufholversuchen der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen.

Für Torhüter Jan Tinti hatte es bereits wenige Stunden vor dem Anpfiff einen ganz besonderen Grund zur Freude gegeben: Am Freitag war der Keeper zum ersten Mal Vater geworden. Trotz vermutlich wenig Schlaf, großer Aufregung und vieler neuer Eindrücke zeigte sich Tinti am Samstagabend  in Kronau dann weider einmal in guter Form. Vor allem in der ersten Halbzeit entschärfte er mehrere Würfe der Gastgeber und gab seiner Abwehr den nötigen Rückhalt. Auch Cheftrainer Alexander Schurr war voll des Lobes: „Ein ganz großes Lob! Er hat das echt stark gemacht.“

Doch auch im Feld fanden die Kornwestheimer überzeugende Lösungen. Da Mittelmann Jan Reusch fehlte, übernahm Jan Döll viel Verantwortung und überzeugte mit Übersicht und Spielintelligenz. „Er hat sehr klug gespielt und geleitet“, zeigte sich Schurr zufrieden.

Wie gut die Abstimmung im Kornwestheimer Spiel funktionierte, war bereits beim ersten Treffer zu sehen: Felix Kazmeier bediente Kreisläufer Moritz Lanig, der zur 1:0-Führung verwandelte. Auch defensiv fanden die Lurchis von Beginn an den richtigen Zugriff. Die Abwehr stand kompakt, dahinter sorgte Tinti für zusätzliche Sicherheit. Nach zehn Minuten lagen die Gäste bereits mit 7:3 vorne.

Nach einem zwischenzeitlichen 4:9-Rückstand reagierten die Junglöwen mit einer Auszeit. In der Folge agierten die Kornwestheimer etwas weniger konsequent, sodass die Gastgeber den Abstand verkürzen konnten. Auch mit einem zusätzlichen Feldspieler im Angriff versuchte die Nachwuchsmannschaft, den Anschluss herzustellen. Doch die Schurr-Sieben behielt die Nerven. Insbesondere die Defensive blieb aufmerksam und stabil, sodass die Lurchis mit einer verdienten 17:13-Führung in die Kabinen gingen.

In der zweiten Halbzeit knüpften die Salamanderstädter nahtlos an ihre Leistung an. Geduldig im Angriff und konsequent in der Chancenverwertung bauten sie ihren Vorsprung weiter aus. Nach 40 Minuten lagen die Lurchis beim 24:17 bereits mit sieben Toren vorne. Allerdings gaben sich die Junglöwen nicht geschlagen. Immer wieder blitzte die Qualität des jungen Kaders auf und in der Schlussphase wurde es noch einmal enger.

Doch genau in dieser Phase bewiesen die Kornwestheimer auch ihre Reife. Auch der erneute Versuch der Gastgeber, mit sieben Feldspielern im Angriff zum Erfolg zu kommen, brachte die Lurchis nicht aus dem Konzept. Statt Hektik aufkommen zu lassen, blieben sie konzentriert und fanden die passenden Antworten.

Einer, der dabei voranging, war erneut Jan Döll. Mit einem sehenswerten Wurf ins linke obere Eck stellte er auf 32:28. Wenig später eroberte er den Ball und machte mit dem Treffer zum 34:29 endgültig den Deckel drauf. Auch Felix Kazmeier, der angeschlagen in die Partie gegangen war, übernahm in den entscheidenden Momenten Verantwortung. „Er hat die Zügel zur richtigen Zeit in die Hand genommen“, lobte Schurr.

Ein besonderes Lob hatte der Trainer zudem für Finn Joneleit parat. Gegen die talentierte Nachwuchsmannschaft der Rhein-Neckar Löwen hatte es der Spezialist für Eins-gegen-eins-Situationen nicht leicht, zumal die Gastgeber ihn gezielt aus dem Spiel nehmen wollten. Umso mehr beeindruckte Schurr dessen Einsatz: „Ich ziehe den Hut vor ihm, wie er sich da reingekämpft hat.“

Mit dem verdienten 34:29-Auswärtserfolg unterstreichen die Lurchis einmal mehr ihre Qualität und Erfahrung. Die Kornwestheimer überzeugten in Kronau als geschlossene Einheit, blieben auch in schwierigeren Phasen ihrer Linie treu und belohnten sich mit zwei wichtigen Punkten. Und für Jan Tinti dürfte dieser Samstagabend ohnehin gleich aus mehreren Gründen unvergesslich bleiben.

J. Tinti – Reu (2), Luithardt, Keil (1), Zeppmeisel (1), Kazmeier (10/3), Ch. Tinti (3), Lanig (2), Lantella (4), Döll (4), Kägler (3), Bahmann, Joneleit (4), Haller.

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