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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Aktive


Am Saisonende soll nicht gezittert werden

Nach dem Aufstieg haben sich die SVK-Damen für die Landesliga verstärkt und bauen ein zweites Team auf. Erfolgreicher kann ein Einstand kaum sein: Vor einem Jahr hat Silke Benner als Trainerin die Handball-Damen des SV Kornwestheim in der Bezirksliga übernommen und auf Anhieb und souveräne Weise die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga geschafft.

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Geglückte Generalprobe

Die Damen des SV Kornwestheim gewinnen das Pokalspiel in Steinheim.
 
Die erste Runde des Bezirkspokalwettbewerbs hat die gerade in die Landesliga aufgestiegenen Handball-Damen des SV Kornwestheim zum Landesliga-Absteiger HG Steinheim-Kleinbottwar geführt. Dort setzte sich das Team deutlich mit 27:19 (13:4) durch.

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Der direkte Wiederaufstieg ist nicht realistisch

 
 
Handball/Kornwestheim - Die Handball-Punktspielrunde hat für die Herren des SV Kornwestheim 2 noch nicht begonnen. Aber der Kader wird schon jetzt immer kleiner. Der neue Trainer Wolfgang Wagner hatte sich in der Saisonvorbereitung über sieben Talente gefreut, die aus der A-Jugend in den Aktivenbereich aufrückten. Auf drei von ihnen muss er aber schon bald wieder verzichten. Lukas und Leon Birk treten im Oktober ihre Studienplätze in Karlsruhe an. Tillmann Joost wird dann sein Studium in Würzburg aufnehmen. Schon jetzt nicht mehr dabei ist Kreisläufer Philipp Assmann, der ebenfalls in der Ferne seine berufliche Zukunft vorbereitet. Nikola Milunic (Schulterverletzung) und Rekonvaleszent Robin Rothermund sind zudem beim Saisonstart nicht einsatzbereit. Und der hat es gleich in sich. Als Erstes geht es am Samstag zum Titelfavoriten HSG Sulzbach/Murrhardt. Auch die weiteren Titelkandidaten HSG Marbach-Rielingshausen und HC Oppenweiler/Backnang 2 sind bereits unter den ersten fünf Gegnern.

Unter den gegebenen Voraussetzungen möchte Wolfgang Wagner nach dem Abstieg des Teams aus der Landesliga nicht gleich vom direkten Wiederaufstieg sprechen. „Den kann man von der Mannschaft nicht erwarten, so wie sie sich jetzt darstellt“, sagt der Trainer. Schließlich sei es bereits in der abgelaufenen Runde weder mit den Trainern Markus Lenz und Ralph Teske noch später mit Christian Fina und Manuel Diederich gelungen, das Team in der Landesliga von den Abstiegsrängen fern zu halten. „Und jetzt fehlen auch noch einige Stützen der bisherigen Mannschaft.“ Die Brüder Marco und Nico Dömötör sind nicht mehr dabei, ebenso wie Thorsten Franke und Max Blum. Jetzt müssten Nachwuchsspiel das Fehlen der Routiniers kompensieren. „Das geht aber nicht von jetzt auf nachher“, betont Wagner. So benötige beispielsweise Dominik Künzel zwei Jahre Erfahrung im Herrenbereich, ehe er einen Marco Dömötör ersetzen könne. Als Saisonziel gibt der 64-jährige Coach daher erst einmal „oberes Tabellendrittel“ aus.

Die Bezirksliga sei schließlich auch nicht von Pappe. „Da müssen wir uns erst einmal beweisen“, sagt Wagner. „Es wird sich schon am ersten Spieltag zeigen, ob wir in der Lage sind, mit der jungen Truppe ganz oben dabei zu sein.“ Schließlich sei die HSG Sulzbach/Murrhardt am Ende der abgelaufenen Saison nur knapp am Landesliga-Aufstieg vorbeigeschrammt.

Die große Anzahl an Abgängen noch während der Saisonvorbereitung macht Wolfgang Wagner zu schaffen. „Es ist richtig schade, dass die Jungs schon vor dem ersten Aktivenjahr wieder verschwinden. Das werden mal richtig gute Handballer. Und der frische Wind hätte der Mannschaft gut getan.“ Es mache Spaß, die Nachwuchsspieler im Training und im Spiel zu sehen. „Sie bringen Selbstvertrauen und eine richtig gute Ausbildung mit.“
Neben den bisherigen A-Jugendlichen hatte er auch auf Routinier Manfred Röker gesetzt, der nach seiner langen Verletzungspause in den ersten Wochen noch mit vollem Eifer mittrainiert und dann aber beschlossen habe, seine Handballkarriere doch endgültig zu beenden.

„Personell wird es langsam eng“, gibt der SVK 2-Coach zu. Seine Sorge gilt dabei nicht so sehr den Punktspielen wie den Trainingseinheiten. „Um die Übungen richtig machen zu können, braucht man zwölf bis 14 Spieler im Training.“ Zuletzt seien es an den Trainingsabenden aber nur noch acht bis zehn gewesen. „Dann bekommt man das Programm nicht durch.“
Zufrieden zeigt er sich immerhin mit dem abschließenden Trainingslager am vergangenen Wochenende. „Da waren zwölf Feldspieler dabei, so dass wir einiges aufarbeiten konnten. Wir werden aber noch ein paar Wochen brauchen, bis alles rund läuft.“

Beim Bezirkspokal-Erstrundenspiel bei der SG Weissach im Tal musste sich Wagner indes keine Sorgen machen. Mit 33:20 (18:10) setzte sich der SVK 2 klar durch. Die Tore erzielten Tillmann Joost (5), Nikolai Brunner (5), Dominik Künzel (4/1), Max Remmler (3), Leon Birk (3), Tobias Daub (3), Adrian Awad (3/1), Sebastian Daub (2), Bjarne Junger (2), Fabian Jüngling (2) und Dennis Bullinger (1/1).

Sandra Schneider spielt wieder für den SVK

Handball/Kornwestheim - Sie ist in der Jugend des SV Kornwestheim ausgebildet worden und hat danach auch das Frauenteam erheblich verstärkt. In den vergangenen Jahren hat Sandra Schneider allerdings die Gelegenheit genutzt, höherklassig Frauenhandball zu spielen – bei der SG Oßweil/Pattonville und zuletzt sogar im Drittliga-Team des TV Großbottwar. Nun trägt sie wieder das Kornwestheimer Trikot – zur großen Freude von Silke Benner. „Das ist eine immense Verstärkung für die Mannschaft“, schwärmt die Trainerin.

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Zwei Erfolge und drei schmerzliche Verluste

Der SVK2 besiegt Oppenweiler 3 mit 34:22 und Schönaich 36:22. Mit der zweiten Handball-Herrenmannschaft des SV Kornwestheim ist der neue Trainer Wolfgang Wagner bisher „sehr zufrieden“. In den vergangenen Tagen hat der Landesliga-Absteiger zwei Vorbereitungsspiele auf die neue Saison erfolgreich abgeschlossen. Zunächst gab es einen 34:22 (13:12)-Sieg gegen das Bezirksklasse-Team des HC Oppenweiler/Backnang 3. Dem ließen die Kornwestheimer ein noch deutlicheres 36:22 (21:13) gegen den in der Bezirksliga Achalm-Nagold spielenden TSV Schönaich folgen. Wolfgang Wagner muss in diesen Tagen allerdings auch Hiobsbotschaften verkraften. So wird Philipp Assmann Kornwestheim bereits Anfang September für eine Ausbildung verlassen und dem SVK nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch Tillmann Joost wird studienbedingt ab Oktober nicht mehr vor Ort sein. Routinier Manfred Röker hat zwar in der Vorbereitung noch einmal erfolgreich mitgemischt, sich aber nun doch dazu entschlossen, seine Handball-Laufbahn zu beenden. „Er hätte der Mannschaft gut getan“, klagt Wagner. Und damit nicht genug: Leon Birk liebäugelt mit einem Studienplatz in Karlsruhe. „Er hat seine Sache in der Rückraum-Mitte bisher richtig gut gemacht. Das wäre ein weiterer herber Verlust für die Mannschaft. Aber das ist ganz normal, wenn so viele junge Spieler dabei sind.“ Zumindest bei der Quantität der Spieler im Kader muss sich Wolfgang Wagner keine Sorgen machen. Denn aufgrund von Verletzungen oder Urlaub muss er derzeit noch auf die Brüder Fabian und Timo Jüngling, Lukas Birk, Dennis Bullinger, Dominik Künzel und Bjarne Junger verzichten. „Wenn die alle wieder zurückkommen, wird es eine schlagkräftige Truppe.“ Davon ist der neue SVK-Coach überzeugt. Schon ohne die derzeit fehlenden Akteure kamen die Kornwestheimer gegen den HC Oppenweiler/Backnang 3 zu einem deutlichen Sieg, der eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen. „In der ersten Halbzeit lief es noch nicht so rund“, erzählt Wolfgang Wagner. Zudem habe sein Team von fünf erhaltenen Siebenmetern nur einen verwandelt. Der Coach kommt zudem auf mehr als zehn Holztreffer und vergebene freie Würfe. Voll des Lobes ist Wagner für den A-Jugendlichen Martin Vochazer, der am Kreis aushalf und die vorgezogene Position in der 5:1-Abwehr „hervorragend“ ausfüllte. „Ich weiß zwar nicht, wie stark die Bezirksliga Achalm-Nagold im Vergleich zur Bezirksliga Enz-Murr ist“, sagt Wolfgang Wagner. Der 36:22-Sieg gegen den TSV Schönaich sei aber auf jeden Fall „ein kleiner Hinweis, dass es bei uns gar nicht so schlecht läuft“. Weitere Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Bezirksligisten ergeben sich für die SVK 2-Herren bereits an diesem Samstag. Da reist das Team zu einem kleinen Hallenturnier nach Magstadt. Dort trifft die Wagner-Sieben zunächst um 11 Uhr auf die Gastgeber des SV Magstadt aus der Bezirksliga Achalm-Nagold und nach einer Mittagspause um 14 Uhr auf den TSV Köngen aus der Bezirksliga Esslingen-Teck. „Danach sind wir wieder einen Schritt weiter“, so Wagner. Bis zum ersten Punktspiel ist aber auch noch ein wenig Zeit. Das steht für den SVK 2 am 17. September als Gastmannschaft bei der HSG Sulzbach-Murrhardt auf dem Spielplan.

Unbelohnter Endspurt

Hätten die Handball-Herren des SV Kornwestheim 2 nur die ganze Saison so aufgespielt. In ihrem letzten Landesliga-Punktspiel hatten die Schützlinge der Interimstrainer Christian Fina und Manuel Diederich vor rund 400 Zuschauern in Alfdorf den bereits fest stehenden Meister am Rande der Niederlage. Erst nach dem Ende der Spielzeit fiel per Siebenmeter von Armin Bauer noch der 30:30-Ausgleich. Wenigstens mussten sich die SVK-Spieler nicht lange über das späte Unentschieden aufregen. Denn mit Fellbach, Oßweil und Neckarsulm hatte zeitgleich auch die gesamte Konkurrenz im Abstiegskampf gepunktet. Somit hätte den SVK 2 auch ein Sieg nicht vom drittletzten Tabellenplatz wegbewegt. Den Abstieg in die Bezirksliga haben sich die Kornwestheimer vor allem durch die Niederlagen in den Partien gegen die Gegner aus dem hinteren Tabellendrittel eingebrockt – wie zuletzt beim 24:26 beim SV Oßweil. Da hilft dann auch die positive Bilanz seit dem Trainerwechsel zu Fina/Diederich mit vier Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen nicht weiter. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie beim Tabellenführer und Aufsteiger gekämpft hat“, sagt Christian Fina. „Die Einstellung und die Moral waren super. Es war definitiv kein Leistungsunterschied zwischen den Teams zu sehen. Es ist traurig, dass die Truppe nicht in der Liga bleibt, denn da gehört sie hin.“ Daher hofft Fina auch darauf, dass dem Team schnell der Wiederaufstieg gelingt. Er selbst wird indes – wie von vornherein geplant – das Team in der kommenden Saison nicht weiter betreuen. „Das ist zeitlich auf Dauer nicht mit meinem Beruf vereinbar. Es hat aber Spaß gemacht, mit diesem tollen und engagierten Team zu arbeiten. Leider hat sich das Ziel, die Liga zu halten, doch als zu schwierig erwiesen.“ Die Mannschaft bleibt voraussichtlich weitgehend zusammen. Allein Marco Dömötör (TSF Ditzingen) und Max Blum (SG Schorndorf) verlassen den Verein. Beim Landesliga-Abschluss in Alfdorf ging es mehrmals hin und her. Zunächst führten die Gastgeber beim 3:6 (12.), dann glich der SVK 2 zum 9:9 aus (20.), um danach wieder mit 9:12 in Rückstand zu geraten (24.). Aus dem 13:15 kurz vor der Pause machte die Fina-Sieben eine 16:15-Führung (32.) und später aus dem 19:21-Rückstand (41.) einen 22:21-Vorsprung (44.). Fünf Minuten vor Spielende führten die Kornwestheimer noch immer beim 27:25. 21 Sekunden vor Spielende traf Marco Dömötör bei Siebenmeter zum 30:29. Zwei Sekunden vor der Schlusssirene führte dann noch ein Foul von Nico Brunner zum Siebenmeter, der die Punkteteilung brachte. Der SVK 2 hatte über die kompletten 60 Minuten erfolgreich mit einer 4:2-Abwehr agiert, um die Hauptangreifer von Alfdorf zu bremsen. „Das hat viel Kraft gekostet, aber Wirkung zeigt“, so Fina. „Bei einer 6:0-Abwehr hätten die uns mit ihren starken Rückraumspielern anders bearbeitet.“

SVK 3: Mission Aufstieg geglückt

Als beim 23:27 der Schlusspfiff ertönte, war die Riedhalle in Steinheim/Murr ganz und gar in Kornwestheimer Hand. Begleitet vom Applaus der mitgereisten Anhänger jubelten die Jungs des SVK 3 ausgelassen. Denn der Sieg gegen die HG Steinheim-Kleinbottwar 2 bedeutet gleichzeitig den Aufstieg in die Bezirksklasse. Spannender hätte ein Saisonfinale nicht sein können, denn erst am letzten Spieltag entschied sich bei der Begegnung zwischen Kornwestheim und der Spielgemeinschaft aus Steinheim und Kleinbottwar, welche von beiden Mannschaften den Aufstieg schaffen würde. Vor der Begegnung befanden sich die SVKler als bis dahin Zweitplatzierter in der besseren Ausgangslage als ihr direkter Tabellennachbar. Neben einem Sieg hätte den Salamandern auch ein Unentschieden oder eine Niederlage mit zwei Toren für den Aufstieg gereicht. So spannend wollten es die Jungs um Trainer Marcel Thoms aber nicht machen, deshalb gab es nur eine Devise am letzten Spieltag: Ein Sieg musste her. In der Anfangsphase lief es aber noch nicht ganz rund. Die SVKler brauchten einen Lattentreffer, drei Fehlwürfe, einen vergebenen Strafwurf und einen Ballverlust, bis sie ihre Nervosität abgeschüttelt hatten. Nach dem Ausgleich zum 1:1 hatte man sofort die Möglichkeit, die Führung zu übernehmen, scheiterte aber bei einem Konter durch einen weiteren Fehlpass. Stattdessen erhöhte die HG bis auf 6:3. Kornwestheim verpasste wieder die Chance, von der Siebenmeterlinie zu verkürzen. Insgesamt vergab man bei dieser Begegnung ganze vier Strafwürfe und machte sich damit das Leben selbst schwer. Nichtsdestotrotz kamen die SVKler kurz darauf wieder auf 6:5 heran. Philipp Conrad, der in der Vorwoche noch pausieren musste, war diesmal wieder mit von der Partie und zeigte mit einem Treffer von außen sogleich seinen Wert (7:6). Kornwestheims Coach forderte, das Spiel im Angriff breit zu machen, um sich Lücken zu erarbeiten. Julian Anhorn folgte seinen Anweisungen und erzielte zwei wichtige Tore zum 8:8-Ausgleich. Bis zur 23. Minute legte Steinheim/Kleinbottwar stets einen bzw. zwei Treffer vor. Beim 10:8 verhinderte Niklas Rohfleisch mit einer herausragenden Parade, dass sich die Gastgeber bis auf drei Tore absetzen konnten. Stattdessen setzte Julian Anhorn seinen Triumphmarsch fort. Mit zwei weiteren Toren hielt er sein Team im Spiel (10:10). Jetzt wechselten sich Kornwestheims Rückraumschützen ab. Denn nun war der ebenfalls starke Timo Kull an der Reihe, der seinerseits mit zwei Würfen zum 10:12 den Spielstand erstmals drehte. Die Jubelrufe von der Bank und von der Zuschauertribüne wurden lauter. Zweimal hatten die SVKler daraufhin die Möglichkeit, ihren Vorsprung auszubauen, aber jedes Mal scheiterte man am gegnerischen Torhüter. So verabschiedeten sich die beiden Teams mit 10:12 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel gaben die Gastgeber sofort kontra (11:12). Beim 11:13 geriet die HG dann in Unterzahl, aber die SVKler konnten die Situation nicht für sich nutzen. Erst im Anschluss setzten sich Tim Layher und Timo Kull in beeindruckenden Einzelaktionen zum 13:15 und zum 13:16 durch. Aber noch ließen sich die Gastgeber nicht abschreiben. Nach nur zwei Minuten und drei gegnerischen Toren war wieder alles ausgeglichen (16:16). Die SVKler durften in dieser kritischen Phase nicht nachlassen, sonst drohte das Spiel zu kippen. Glücklicherweise hatte man Niklas Rohfleisch zwischen den Pfosten, der zunächst den Ausgleich hielt. Mit etwas Glück fand diesmal der nächste Strafwurf sein Ziel zum 16:17. Aber nun geriet der SVK in Unterzahl und bekam dafür die Quittung in Form eines Gegenstoßes und des erneuten Ausgleichs (18:18). Daraufhin mussten die Kornwestheimer kurz schlucken, denn Steinheim/Kleinbottwar holte sich mit dem Tor zum 19:18 die Führung zurück. Nun wechselten sich die Teams kontinuierlich ab und mussten beim 22:22 beide für zwei Minuten zu fünft agieren; die HG fand sich zwischenzeitlich sogar zu viert auf dem Spielfeld wieder. Dann drehte der SVK in den letzten knapp acht Minuten noch einmal auf und versetzte seinem Gegner damit den Todesstoß. Die SVKler ließen nur noch einen Gegentreffer zu, während sie selbst in der Schlussphase alles aus sich herausholten. Steinheims geringe Gegenwehr in dieser Phase begünstigte Kornwestheims Zug zum Tor und die beiden Treffer von Tim Layher und Julian Anhorn zum 22:23 und zum 22:24. In der Abwehr eroberte man den Ball und traf durch Philipp Conrad vom Kreis zum 22:25. Auf der Gegenseite scheiterte die HG bei einem freien Wurf samt Nachschuss zum wiederholten Mal am starken Kornwestheimer Torhüter. Spätestens jetzt hatte der SVK seinen Gegner endgültig geknackt. Beim letzten Tor zum 23:27-Endstand wurden die SVKler bereits von lauten „Aufsteiger“-Rufen begleitet. Die Ersatzbank hatte sich schon kurz vor Spielende die Aufstiegsshirts übergezogen. Nach dem Spiel dominierten grenzenlose Freude und Euphorie, aber auch Erleichterung. Denn lange Zeit war unklar, wer am Ende Grund zum Jubeln haben würde. Nicht nur die Mannschaft, sondern auch die mitgereisten Zuschauer hatten dem Aufstieg über die volle Spieldistanz entgegengefiebert. Am Ende war der SVK das Team, das den Sieg noch ein wenig mehr gewollt hat. Denn das Zünglein an der Waage waren die letzten zehn Minuten, in denen es der HG Steinheim/Kleinbottwar 2 nicht mehr gelungen war, ihre Kräfte zu mobilisieren, während der SVK 3 noch einmal den Kampfgeist in sich geweckt hatte. Nach dem Spiel hieß es deshalb erst einmal feiern und sich feiern lassen. Damit stehen die beiden Aufsteiger aus der Kreisliga A nun fest: Der TV Tamm belegt mit 36:4 Punkten den ersten Tabellenrang, der SVK 3 folgt als Zweitplatzierter mit 32:8 Punkten. Die SVKler verabschieden sich damit nach zwanzig Spieltagen mit 15 Siegen, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen aus einer erfolgreichen Saison 2015/2016.

 

Niklas Rohfleisch, Markus Biehl (beide Tor), Thomas Lauster (1), Christopher Herwig, Julian Anhorn (9), Timo Kull (7), Alexander Sack, Philipp Conrad (3), Axel Kieber (1), Tim Fischer, Tim Layher (6/4), Dominik Künzel, Tobias Biegel

Unentschieden verhindert den vorzeitigen Aufstieg

Am vergangenen Sonntag hatte der SVK 3 die Chance, den Aufstieg einen Spieltag vor Saisonende perfekt zu machen. Nötig gewesen wäre ein Sieg beim Heimspiel gegen den TSV Korntal. Doch statt vor heimischer Kulisse feiern zu können, rangen die Korntaler dem SVK ein 23:23-Unentschieden ab. Damit geht es jetzt im letzten Spiel um alles. Marcel Thoms musste bei der Partie auf drei seiner erfahrenen Spieler verzichten. Sowohl Daniel Braig als auch Philipp Conrad und Alexander Moosmann fielen aus. Mit Rückraumspieler Tillmann Joost und Torhüter Jonas Birk durften stattdessen zwei relativ neue Gesichter ran. Birk debütierte direkt in der Startaufstellung und machte einen sehr guten Job. Die ersten achteinhalb Minuten gelang es ihm, sein Tor sauber zu halten. Von Korntal ging nur wenig Gefahr aus, sodass auch der gegnerische Trainer angesichts der Lethargie seiner Mannschaft verzweifelt wirkte und sein Team mehrmals dazu aufforderte, auf das Tor zuzugehen. Aber auch Kornwestheim brauchte vier Anläufe für den ersten Treffer und hatte nach fünf Spielminuten gerade einmal einen Zähler auf dem Konto. Die SVKler waren nervös, die Anspannung war ihnen in die Gesichter geschrieben. Im Angriff fehlte der Spielfluss; drei der ersten fünf Tore wurden über Konter erzielt. Dazu kam von der rechten Angriffsseite zu wenig Druck und die Fehlwürfe summierten sich. Nichtsdestotrotz setzten sich die SVKler durch einen Doppelpack von Alexander Sack langsam ab (5:1). Nach seinem Treffer zum 7:3 schrie sich Benjamin Schwaderer die Anspannung von der Seele. Dann war Kornwestheim zweimal in Folge unachtsam, konnte durch einen laufschnellen Tim Fischer und einen starken Jonas Birk zwischen den Pfosten die Gegentore jedoch beide Male verhindern. Beim 10:6 geriet man in Unterzahl und Korntal wachte auf. Die Gäste nutzten ihre Überzahl geschickt aus, indem sie die Abwehr offensiv stellten und die Kornwestheimer aus dem Gleichgewicht brachten. Anstatt sich freizulaufen, versuchten die SVKler mit Prellen bis zum Tor durchzukommen, verloren dabei aber zu oft den Ball. So kamen die Korntaler in nur zwei Minuten bis auf 10:9 heran. Die Chance zum Ausgleich konnte zunächst vereitelt werden. Kurz vor der Pause geriet Kornwestheim seinerseits in Überzahl und konnte noch zwei Tore bis zum 13:11-Halbzeitstand erzielen. Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Gäste aber per Siebenmeter nach (13:12). Kurz darauf fand sich Korntal mit zwei Mann weniger auf dem Spielfeld wieder. Doch statt seinen Vorsprung auszubauen, scheiterte der SVK zunächst von der Siebenmeterlinie. Alexander Sack konnte per Gegenstoß dann doch noch zum 16:13 verwandeln. Bis zum 19:15 konnte man seinen Gegner stets vier Tore fernhalten. Per Strafwurf gelang eine Viertelstunde vor Schluss sogar die fünf-Tore-Führung (20:15). Es schien, als hätte der SVK gerade noch einmal die Kurve bekommen. Dann aber agierte die Korntaler Abwehr wieder offensiv und stand den Angriffsspielern bereits kurz nach der Mittellinie auf den Füßen. Erneut mussten sich die SVKler freilaufen, um Anspielstationen zu schaffen. Doch wie bereits in Durchgang eins kamen sie mit der offensiven Abwehr nicht zurecht. Korntal schnappte sich ein ums andere Mal den Ball. Der erste Konter konnte noch von Jonas Birk entschärft werden, der nächste fand sein Ziel zum 22:18. Trainer Thoms merkte schnell, dass sein Team schwankte und zog über eine Auszeit die Notbremse. Doch es nützte nichts. Stattdessen vergab man im Anschluss einen freien Wurf. Kurz darauf geriet der SVK dann auch noch in Unterzahl. Ein weiterer Konter verhalf Korntal zum 22:19. Die Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, kleinste Fehler wurden sofort bestraft. Durch das angriffslustige Abwehrverhalten wurden Abstände nur selten eingehalten, was nach lautstarken Zurufen des Publikums von den Unparteiischen mit einer Zeitstrafe geahndet wurde. Trotz Unterzahl verkürzte Korntal auf 23:21. Zwei Minuten vor Schluss nahmen die Schiedsrichter die Abstandsregel auch auf Seiten des SVK genau. Somit musste man bis zum Abpfiff in Unterzahl zurechtkommen. Zweimal hatte Kornwestheim die Chance, den Vorsprung wieder zu vergrößern, stattdessen kam Korntal auf 23:22 heran. Die Gäste witterten ihre Chance und provozierten weiterhin Fehler. Und prompt geschah das, was nicht hätte passieren dürfen: Der SVK verlor erneut den Ball und der TSV Korntal glich auf 23:23 aus. Mit dem Schlusspfiff bekamen die SVKler noch einen direkten Freiwurf, bei dem der Ball allerdings unglücklich aus der Hand rutschte und das Unentschieden besiegelte. Die bittere Bilanz der letzten Minuten mit unzähligen Ballverlusten, drei vergebenen Würfen auf dem Silbertablett und vier Gegenstoßtoren setzt den SVK nun gewaltig unter Druck. Denn in der Begegnung des HC Oppenweiler/Backnang 4 gegen die HG Steinheim/Kleinbottwar 2 gewann Letzterer mit 22:24. Damit kommt es nun am letzten Spieltag zur Entscheidung zwischen dem SVK 3 und der HG Steinheim/Kleinbottwar 2. Gleichzeitig beginnt das große Rechnen. Mit einem Sieg steigt Kornwestheim sicher auf. Im Extremfall zählt jedoch der direkte Vergleich. Das Hinspiel hatten die SVKler mit 31:28 für sich entschieden. Das bedeutet, auch bei einem Unentschieden oder eine Niederlage mit zwei Toren bleibt der SVK Zweiter. Dasselbe gilt bei einer Niederlage mit drei Toren, aber 29 oder mehr geschossenen Toren. Noch steht also ein Fragezeichen hinter dem Aufstieg in die Bezirksklasse und es heißt Daumendrücken, damit die SVKler aus diesem Fragezeichen nächsten Samstag ein dickes Ausrufezeichen machen.

 

Jonas Birk, Niklas Rohfleisch (beide Tor), Thomas Lauster (4), Tobias Biegel, Christopher Herwig, Julian Anhorn (5), Fabio Cacciola (1), Timo Kull (2), Tillmann Joost (2), Benjamin Schwaderer (2/1), Alexander Sack (4), Axel Kieber (1), Tim Fischer, Tim Layher (2)

Ein Sieg bis zur Meisterschaft

Die Damen des SVK Handball sind am vergangen Samstag ihrem Ziel, Aufstieg in die Landesliga, einen großen Schritt näher gekommen. Die Ausgangslage vor dem Spiel beim TV Großbottwar war sehr klar. Nur ein Sieg würde die Mannschaft im Meisterschaftsrennen weiterbringen. Nach der Osterpause und einer eher mäßigen Trainingswoche, war sich das Trainergespann Benner/Rumsauer aber nicht ganz sicher wo die Mannschaft stehen würde. Zwar hatte man das Hinspiel gegen Großbottwar mit drei Toren gewonnen, aber es war lange Zeit ein zähes Ringen gewesen.

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Noch ein Sieg bis zum Aufstieg

Zu einem überwiegend erfolgreichen Handballwochenende trug am vergangenen Sonntag auch der SVK 3 bei. Von der ersten bis zur dritten Herrenmannschaft und den Damen des Vereins konnten alle ihre Begegnungen für sich entscheiden. Für die Jungs des SVK 3 bedeutet dies, dass sie nun aus zwei verbleibenden Spielen noch einen Sieg brauchen, um den Aufstieg von der Kreisliga A in die Bezirksklasse perfekt zu machen. Der Sieg gegen die HSG Sulzbach-Murrhardt 2 an diesem Spieltag ebnete den Weg dahin. Beide Teams begannen mit hohem Tempo. Julian Anhorn erzielte die ersten beiden Treffer für den SVK, die Gäste glichen sofort auf 2:2 aus. Die SVK-Abwehr war wachsam und spekulierte auf Ballgewinne. So gelang Thomas Lauster der Konter zum 4:2 und ein weiterer Tempogegenstoß zum 5:2. Tim Layher bekam am Kreis einen Abpraller zu fassen und trug mit seinem Tor zum 6:2 zum erfolgreichen Lauf in der Anfangsphase bei. Die HSG reagierte und stellte ihre Abwehr zwischenzeitlich offensiv, um Anspielstationen im Angriff der Gastgeber zu verhindern. Doch Timo Kull zeigte, dass es auch ohne Spielzüge gehen konnte. Wenn kein Spielfluss zustande kam, suchte er kurzerhand über starke Einzelaktionen den Zug zum Tor. Nach zehn Spielminuten war die HSG Sulz-Murr lediglich drei Mal erfolgreich zum Abschluss gekommen (8:3). Daniel Braig verlieh der Dominanz des SVK Nachdruck und traf sowohl zweimal aus spitzem Winkel von links außen als auch wenig später von der Siebenmeterlinie zur 11:7-Führung. Kornwestheims Torhüter Steven Keith spielte aktiv mit und setzte Rechtsaußen Fabio Cacciola mit einem langen Pass zum 12:7 gekonnt in Szene. Nach einer ersten Auszeit der Gäste brachten die eingewechselten Außenspieler beim SVK 3 zusätzlich frischen Wind: Alexander Moosmann konnte mit einem Ballgewinn in der Abwehr glänzen und Alexander Sack traf im Angriff zum 16:9. Kurzzeitig führten die Hausherren mit sieben Toren (18:11). Da der letzte SVK-Versuch von der Siebenmeterlinie am Pfosten scheiterte, gingen die Mannschaften beim Spielstand von 18:12 in die Kabine. Mit zwei Toren in Folge versuchten die Gäste nach dem Wiederanpfiff den Anschluss nicht zu verlieren (18:14). Aber dem SVK gelang es bis zum 21:16, seinen Gegner kontinuierlich auf vier bis fünf Toren Abstand zu halten. Dann kam die starke Phase von Niklas Rohfleisch. Der eingewechselte SVK-Keeper hielt seinen Kasten zehn volle Minuten sauber und parierte in dieser Zeit unter anderem einen Strafwurf und einen freien Tempogegenstoß. Seine Vordermänner trugen ihren Teil dazu bei, den Vorsprung auszubauen. Julian Anhorn traf per Gegenstoß, Tim Layher hatte bei seinen beiden Strafwürfen ein besseres Händchen als sein Gegenüber bei der HSG und auch Alexander Sack konterte erfolgreich. Nach einer doppelten Überzahl führte das Thoms-Team nun mit 25:16. Die SVKler zeigten, wer in der Halle Ost zu Hause ist. Bei der erneuten Auszeit der HSG Sulz-Murr konnte Kornwestheims Coach bei seinen taktischen Anweisungen im Vergleich zu den letzten Wochen in relativ entspannte Gesichter blicken. Zehn Minuten vor Spielende erhielt der Trainer der HSG beim Spielstand von 28:20 noch eine Zeitstrafe für seine Aufregung an der Seitenlinie. Doch zu diesem Zeitpunkt stand der Sieger bereits fest. Näher als bis auf sieben Tore kamen die Gäste nicht mehr heran und der SVK 3 triumphierte mit 34:27. Am Ende der Saison werden zwei Mannschaften in die Bezirksklasse aufsteigen. Bis dahin wird es noch einmal spannend. Momentan steht der TV Tamm auf dem ersten Tabellenplatz. Ihre letzte Partie gegen das Tabellenschlusslicht HSG Strohgäu 2 konnten die Tammer mit 44:18 deutlich für sich entscheiden und gelten bereits als sicherer Aufstiegskandidat. Direkt dahinter kommt der SVK 3, gefolgt von der HG Steinheim/Kleinbottwar 2. Auch der Tabellenvierte, der HC Oppenweiler/Backnang 4, hat noch die Möglichkeit, sich auf die vorderen Ränge zu schieben. Der HC hat hierfür noch drei Spiele zu absolvieren, während Kornwestheim und Steinheim/Kleinbottwar nur noch zweimal antreten müssen. Ein Sieg reicht den SVKlern für den sicheren Aufstieg. Am Samstag in zwei Wochen wird es deshalb im Heimspiel gegen den TSV Korntal noch einmal ernst. Am 24. April 2016 trifft das Thoms-Team dann auswärts im letzten Spiel auf seinen derzeitigen direkten Verfolger. Verliert der SVK 3 sein nächstes Spiel und gewinnt die HG Steinheim/Kleinbottwar 2 ihre kommende Partie bei der HC Oppenweiler/Backnang 4, könnte es also beim direkten Zusammentreffen am letzten Spieltag zum Showdown kommen. Nicht nur für die Nerven von Kornwestheims Coach wäre es wünschenswert, dass die SVKler bereits davor den Sack zumachen. Um den Aufstieg vor heimischer Kulisse perfekt zu machen, freut sich der SVK 3 deshalb am 16. April 2016 um 17 Uhr über zahlreiche Unterstützung in der Halle Ost.

 

Steven Keith, Niklas Rohfleisch (beide Tor), Thomas Lauster (4), Christopher Herwig (3), Julian Anhorn (6), Fabio Cacciola (1), Timo Kull (6), Daniel Braig (3/1), Alexander Sack (5), Axel Kieber, Alexander Moosmann, Tim Fischer (1), Tim Layher (5/2)