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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte männliche C-Jugend

  • Alexandra Maier
  • männliche C

mC1: Torverhältnis killed the Regio-Dream

20260509 mC1 QualiDeizisau
 
Bereits in der ersten Regionalliga-Qualifikationsrunde hatte die mC1 unter Trainerin Sanchia Fidlin, die am 9. Mai 2026 aufgrund der Verhinderung von Trainer Jochen Bauer von Jörg Hartmann unterstützt wurde, einen großen Erfolg gefeiert. Zwar hatten die Lurchis Ende April
die direkte Qualifikation für die höchste Spielklasse in dieser Jugend für 2026/27 verpasst, doch angesichts des Modus war das keineswegs enttäuschend: Nur die jeweiligen Gruppensieger der insgesamt fünf Fünfergruppen erhielten direkt das Ticket für die Regionalliga. Mit Platz 3 sicherte sich der SVK jedoch nicht nur die Teilnahme an der Oberliga Baden-Württemberg, sondern auch der Traum von der Regionalliga lebte weiter, denn für zehn noch im Rennen verbliebene Mannschaften waren am 9. Mai noch fünf Regionalliga-Plätze zu vergeben.
Entsprechend hoch war auch am vergangenen Samstag das Niveau der Fünfergruppe in Deizisau, wo sich am besagten Tag nur noch sehr gute Teams gegenüberstanden. Die jeweiligen Gruppenersten und -zweiten würden sich direkt für die Regionalliga qualifizieren, während die beiden Drittplatzierten den letzten freien Platz in einem Entscheidungsspiel ausspielen sollten.
 
Der Turniertag begann für die Lurchis direkt mit einem Schlüsselspiel gegen Gastgeber TSV Deizisau. Der SVK erwischte trotz früher Unterzahlsituationen den besseren Start und konnte sich vor allem auf einen kaum zu stoppenden Lenny Wascher verlassen, der allein in dieser Partie zehn Treffer erzielte. Immer wieder gingen die Kornwestheimer in Führung, doch Deizisau blieb hartnäckig. Zusätzlich hatten die Lurchis große Probleme mit der strengen Linie des Schiedsrichters. Kornwestheim spielte über weite Strecken in Unterzahl und musste deutlich mehr Zeitstrafen hinnehmen als der Gegner. Als Deizisau in der Schlussphase mit 13:11 vorne lag, drohte bereits im Auftaktspiel ein bitterer Rückschlag. Doch der SVK zeigte in dieser entscheidenden Phase eine enorme Moral: Zwei späte Treffer retteten noch das 13:13-Unentschieden – emotional kaum zu überbieten.
 
Auch im zweiten Spiel gegen den späteren Gruppensieger JSG Scutro präsentierten sich die Lurchis lange absolut konkurrenzfähig und führten früh mit 2:0. In einer temporeichen Partie blieb Kornwestheim bis weit in die zweite Hälfte hinein in Schlagdistanz. Sogar bei 10:11 war weiterhin alles offen. Doch in der Crunchtime nutzte Scutro seine Chancen konsequenter und setzte sich noch auf 17:13 ab. Die Niederlage fiel letztlich etwas deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange vermuten ließ.
 
Zwischen dem zweiten und dritten Spiel folgte endlich eine längere Pause. Die Jungs konnten kurz regenerieren, neue Kräfte sammeln und sich mental auf die verbleibenden Aufgaben einstellen. Im dritten Spiel gegen die Handballregion Bottwar SG meldeten sich die Lurchis eindrucksvoll zurück. Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahm der SVK zunehmend die Kontrolle und setzte sich mit konsequenter Abwehrarbeit und zielstrebigem Angriffsspiel Schritt für Schritt ab. Der 16:12-Erfolg hielt die Hoffnung auf die Regionalliga am Leben. Gleichzeitig begann bereits das Rechnen um Tabellenkonstellationen und Torverhältnisse.
 
Im abschließenden Spiel gegen die SG BBM Bietigheim ging es schließlich um die letzte Chance, die Regionalliga aus eigener Kraft zu erreichen. Die Lurchis hielten zunächst gut mit und blieben lange dran. Mit zunehmender Spielzeit machte sich jedoch der kräftezehrende Turniertag bemerkbar. Während Bietigheim seine Chancen konsequent nutzte, fehlten dem SVK in den entscheidenden Momenten die letzten Körner. Am Ende setzte sich die SG BBM mit 15:9 durch.
 
Nach der Niederlage gegen Bietigheim wähnten sich die Lurchis dennoch weiter auf Rang drei. Es stand nur noch die abschließende Partie zwischen der bis dahin sehr dominanten JSG Scutro und Gastgeber TSV Deizisau aus. Scutro hatte in den ersten drei Spielen sämtliche Gegner klar geschlagen und stand bereits vor dem letzten Spiel als Gruppensieger fest, Deizisau hatte bis dato erst einen Punkt erspielt. Entsprechend rechneten in der Halle alle mit einem weiteren deutlichen Sieg der Südbadener. Bereits ein Unentschieden hätte dem SVK zum Einzug ins Entscheidungsspiel um den letzten Regionalliga-Platz gereicht. Doch die Rechnung hatte man ohne den TSV Deizisau gemacht. Die Gastgeber gaben die Hoffnung bis zum Schluss nicht auf und machten tatsächlich das scheinbar Unmögliche möglich. Mit einem überraschend deutlichen 19:15-Erfolg über die JSG Scutro kauften sie den Lurchis im letzten Moment noch den Schneid ab und zogen an Kornwestheim vorbei. Beide Mannschaften - Deizisau und der SVK - beendeten die Gruppe mit identischer Punktzahl, auch der direkte Vergleich ergab keinen Sieger. Ausschlaggebend war letztlich das Torverhältnis, in dem Deizisau vier Treffer besser war und sich damit Rang 3 sowie die Teilnahme am Entscheidungsspiel um den letzten Regionalliga-Platz sicherte.
 
Die Jungs haben über den gesamten Qualifikationsverlauf hinweg gekämpft wie die Löwen und eine enorme Entwicklung hingelegt. Vor Beginn der Quali hätte wohl jeder sofort unterschrieben, dass die Lurchis die Oberliga bereits in Runde eins klarmachen und anschließend nur hauchdünn an der Regionalliga vorbeischrammen würden. Nach dem dramatischen Verlauf überwog dann aber zunächst verständlicherweise die große Enttäuschung. Mit etwas Abstand kann die Mannschaft samt Trainerteam jedoch stolz auf ihre Leistung sein. Nun richtet sich der Blick nach vorne: In der Oberliga wollen die Lurchis weiter angreifen – und vielleicht gelingt schon im kommenden Jahr der nächste Schritt Richtung Regionalliga.
 
SVK: Alexander Furch, Lorenz Müller (Tor) - Matti Bauer (9), Kirill Donskov (2), Anas Eldakrany, Luca Grippo, Matti Hartmann (1), Roy Hönes, Henrik Kössler (4), Paul Krader, Clemens Maier (6), Magnus Löffler (5), Louis Riegger, Lenny Wascher (24/1). Offizielle: Sanchia Fidlin, Jörg Hartmann, Daniela Krader.
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