Lurchis feiern umkämpften Heimsieg zum Rückrundenauftakt

Die Drittliga-Männer des SV Salamander Kornwestheim sind erfolgreich ins Handballjahr 2026 gestartet. In einer intensiven und emotionalen Begegnung setzten sich die Lurchis am Samstagabend vor rund 400 Zuschauern in der stimmungsvollen Sporthalle Ost mit 28:25 (15:13) gegen die SG Pforzheim/Eutingen durch und feierten damit ihren ersten Heimsieg des Jahres.
Die Hölle Ost bot zum Rückrundenauftakt eine mehr als würdige Kulisse: lautstark, leidenschaftlich und bestens gefüllt. Auch SVK-Cheftrainer Alexander Schurr zeigte sich nach der Partie begeistert: „Diese Kulisse war dem Handballspiel heute absolut würdig.“ Und auf dem Feld bekamen die Fans ein echtes Spitzenspiel geboten – geprägt von hoher Intensität, Spannung und Emotionen bis in die Schlussminute.
Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeber hochkonzentriert, insbesondere in der Defensive. Angeführt von Jan Döll und Moritz Lanig stand der Innenblock sehr stabil. Bereits nach sieben Minuten führten die Lurchis mit 5:1 Toren. Gästetrainer Alexander Lipps reagierte daraufhin mit einer Auszeit, die Wirkung zeigte: Die Gäste fanden besser ins Spiel und verkürzten bis zur 13. Minute auf 6:5.
Kornwestheim ließ sich davon jedoch nicht beirren. Mit einer weiterhin guten Abwehrarbeit und einem starken Niko Henke im Tor – inklusive eines gehaltenen Siebenmeters in der 19. Minute – bauten die Lurchis ihren Vorsprung bis zur 20. Minute wieder auf 11:8 aus. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Felix Kazmeier mit einem sehenswerten verzögerten Sprungwurf ins kurze Eck für die verdiente 15:13-Halbzeitführung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hochklassig. Fabian Kugel und Finn Joneleit erhöhten zunächst auf 17:13, ehe sich zunehmend Hektik einschlich. Nicht unschuldig an dieser Unruhe waren einige umstrittene Schiedsrichtenentscheidungen auf beiden Seiten. Dennoch konnten zunächst die Gäste diese Phase besser nutzen und kamen bis zur 40. Minute auf 19:18 heran.
Als Jan Döll ausgerechnet an seinem 32. Geburtstag die Rote Karte sah, drohte das Spiel komplett zu kippen. Zwar parierte Torhüter Jan Tinti den fälligen Siebenmeter, dennoch gelang Pforzheim in der 47. Minute der Ausgleich zum 21:21. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag: Nach zwei zeitgleichen Zeitstrafen musste auch Moritz Lanig mit Rot vom Feld – der komplette Innenblock war damit verloren. „Das hat uns wirklich sehr wehgetan“, erklärte Schurr später.
Doch getragen vom frenetischen Publikum und mit beeindruckender Moral fanden die Lurchis erneut Antworten. Tinti wuchs im Tor weiter über sich hinaus, Kazmeier traf in der 52. Minute zum 25:23. Finn Joneleit erhöhte mit Treffern in der 55. und 57. Minute auf 27:24. Die offensive Deckung der Gäste in der Schlussphase blieb erfolglos, ehe Maximilian Keil mit dem Treffer zum 28:24 in der 59. Minute endgültig für die Entscheidung sorgte.
Am Ende stand ein verdienter 28:25-Erfolg für den SV Salamander Kornwestheim, der trotz zweier roter Karten nie in Rückstand geriet und erneut eine geschlossene grandiose Mannschaftsleistung zeigte. Die SG Pforzheim/Eutingen hielt das Derby lange offen, musste sich letztlich aber dem großen Kampfgeist und Siegeswillen der Lurchis geschlagen geben. Mit diesem Erfolg bleibt der SVK auch in dieser Woche Tabellenführer der 3. Liga Süd.
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