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    SV Salamander Kornwestheim Handball
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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 1

  • Melanie Bürkle
  • Männer 1

Ein Meisterstück: Die Lurchis krönen die überragende Saison mit einem Heimsieg

 
Die Lurchis sind Meister der 3. Liga Süd – und auch im letzten Saisonspiel ließ der SV Salamander Kornwestheim den perfekten Abschluss nicht mehr aus der Hand. Mit einem überzeugenden 34:27 (17:14)-Heimsieg gegen die HSG Konstanz setzte die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Schurr am Samstagabend den emotionalen Schlusspunkt unter eine Saison, die in die Vereinsgeschichte eingehen wird.
 

50:10 Punkte, 23 Siege, vier Unentschieden und lediglich drei Niederlagen – eine Bilanz, die den Ausnahmecharakter dieser Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht. Dabei war der Weg zum Titel alles andere als einfach. Immer wieder mussten die Kornwestheimer schwere Rückschläge verkraften. Bereits am ersten Spieltag fiel Abwehrchef Marvin Bahmann aus, im November erlitt Spielmacher Jan Reusch einen Kreuzbandriss. In den vergangenen Wochen fehlten zudem Kreisläufer Moritz Lanig und Rückraumspieler Luke Kaysen.

Doch die Lurchis trotzten allen Widrigkeiten – mit Zusammenhalt, Leidenschaft und unerschütterlichem Willen. „Dass es uns gerade nach den Ausfällen wichtiger Spieler gelungen ist, so konstant auf hohem Niveau zu spielen, ist nicht hoch genug einzuschätzen“, sagte Alexander Schurr mit Stolz mit Blick auf die vergangenen Monate.

Besonders bemerkenswert: Immer wieder sprangen ehemalige Akteure in die Bresche und halfen dem Team entscheidend weiter. Vor allem Fabian Kugel, aber auch Hendrick Schoeneck und Peter Jungwirth übernahmen Verantwortung – unter anderem beim legendären Heimsieg Ende Oktober gegen den VfL Pfullingen.

Und so wurde auch der letzte Tanz dieser Saison zu einem echten Handballfest.

Vor einer bebenden Halle entwickelte sich zunächst eine nervöse und hoch emotionale Partie. Ganze drei Minuten dauerte es, bis Tim Zeppeisel – selbst in der ersten Saisonhälfte verletzt – den ersten Treffer des Abends erzielte. Felix Kazmeier und Finn Joneleit legten nach, nach zehn Minuten führten die Hausherren mit 6:4. Bis zur 20. Minute bauten die Lurchis ihren Vorsprung auf 12:8 aus.

Die Gäste vom Bodensee kämpften sich zwar immer wieder heran, doch das 2:2 in der fünften Minute blieb das einzige Unentschieden der ersten Halbzeit. Mit einer verdienten 17:14-Führung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde es noch einmal spannend: In der 37. Minute gelang der HSG Konstanz tatsächlich der Ausgleich. Doch die Kornwestheimer stemmten sich – getragen von einer lautstarken Kulisse – mit aller Macht gegen einen Rückschlag.

Max Keil brachte die Lurchis wieder mit 21:19 in Führung, Lukas Reu erhöhte auf 22:19. Bis in die Schlussphase hinein hielten die Gastgeber ihren Vorsprung. Dann folgte der entscheidende 5:0-Lauf – unter anderem mit Treffern von Kapitän Christopher Tinti und Toni Luithardt. Der Meistertriumph war bereits vor der Schlussminute perfekt. Am Ende stand ein souveräner 34:27-Erfolg – und grenzenloser Jubel.

Auch offensiv setzte der SV Kornwestheim in dieser Saison Maßstäbe: Mit insgesamt 1045 Treffern stellten die Lurchis die beste Offensive der Liga – knapp vor dem HC Erlangen II mit 1043 Toren.

Der überragende Mann der Saison kam ebenfalls aus Kornwestheim: Felix Kazmeier traf im letzten Spiel erneut achtmal und schraubte seine persönliche Ausbeute auf unglaubliche 267 Tore. Damit ließ er Jonas Poser vom TV Erlangen-Bruck hinter sich – obwohl Kazmeier sogar ein Spiel weniger absolvierte. Der Rückraumshooter ist damit nicht nur Torschützenkönig der Südstaffel, sondern der gesamten 3. Liga.

So endete dieser besondere Abend genau so, wie eine Meistersaison enden muss: mit euphorischen Fans, einer bebenden Halle – und einer riesigen Party des Meisters der 3. Liga Süd.

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