Zum Hauptinhalt springen

SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 1

  • Melanie Bürkle
  • Männer 1

Kornwestheim dieses Mal ohne Happy End in Würzburg

Dieses Mal gelang den Drittliga-Handballern des SV Kornwestheim in Würzburg kein Happy End. In einer bis in die Schlusssekunden packenden Partie unterlagen die Lurchis den Wölfen Würzburg am Samstagabend vor 1100 Zuschauern in der gut gefüllten tectake-Arena denkbar knapp mit 36:37 (17:15).

Die Schlussphase erinnerte an den Auftritt der Kornwestheimer in Würzburg in der vergangenen Saison. Und wieder war es Felix Kazmeier, der nach einem Foul an Jan Döll, an den Siebenmeterpunkt herantrat. Unter lautstarken Pfiffen der Würzburger Zuschauer blieb Kazmeier jedoch eiskalt. Mit einem Heber überlistete der Rückraumspieler den Torhüter und verkürzte auf 36:37.

Fast wie damals. Nur diesmal reichte es nicht mehr zum Happy End. Würzburg blieb in den verbleibenden Sekunden im Ballbesitz und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Einen möglichen Sieg hatten die Kornwestheimer aber bereits in der ersten Halbzeit aus der Hand gegeben. Nach zehn Minuten führten die Lurchis mit 5:4, doch von Beginn an leistete sich die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Schurr zu viele ungenaue Pässe, technische Fehler und Ballverluste. Das eigene Tempospiel kam dadurch nie richtig ins Rollen. „Es waren drei Schwerpunkte, die heute nicht gepasst haben“, analysierte Schurr nach der Partie. „Die Abwehr war zu nachlässig, zu viele Pässe sind beim Gegner gelandet und im Tor hatten wir auch keine Leistung.“

Trotz der eigenen Fehler blieb die Partie zunächst ausgeglichen, auch weil sich die Gastgeber immer wieder Unkonzentriertheiten leisteten. Dank einer Parade von Torhüter Christoph Eibert sicherte sich die Schurr-Sieben eine 17:15-Führung zur Halbzeitpause.

Auch in der zweiten Spielhälfte entwickelte sich ein recht offener Schlagabtausch. Über 23:23 in der 40. Minute und 27:27 fünf Minuten später ging es in die entscheidende Phase. Dort hatten zunächst die Gastgeber die besseren Karten. Die Lurchis sahen sich zu Beginn der Crunch-Time mit einem 29:32-Rückstand konfrontiert. Aufgeben? Keine Option.

Die Kornwestheimer kämpften, verteidigten so offensiv wie möglich und setzten die Wölfe zunehmend unter Druck. Würzburg zeigte sich verunsichert, doch den Lurchis gelang die Wende nicht mehr. Kazmeiers Heber brachte die Gäste noch einmal auf einen Treffer heran. So mussten die Kornwestheimer nach einem intensiven und bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel mit einer knappen 36:37-Niederlage die Heimreise antreten.

Am Ende blieb die Erkenntnis, dass durchaus mehr möglich gewesen wäre. Zu viele eigene Fehler verhinderten jedoch, dass die Lurchis ihre Qualitäten über die gesamte Partie hinweg ausspielen konnten.

SV Kornwestheim: J. Tinti (1), Eibert – Reu (2), Reusch (1), Keil (2), Zeppmeisel (2), Kazmeier (14/7), Ch. Tinti (1), Lanig (2), Lantella (3), Döll (3), Kägler, Joneleit (5), Haller.

  • Erstellt am .