Die Lurchis treffen auf ambitionierten Regionalliga-Meister
Der Drittligist des SV Kornwestheim gastieren am Samstagabend um 19:30 Uhr beim Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd. Nach dem Erfolg in Albstadt wollen die Lurchis natürlich auch im zweiten Auswärtsspiel in Folge punkten.
Die Gmünder haben sich in der vergangenen Spielzeit recht souverän die Meisterschaft in der Regionalliga gesichert und damit erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die 3. Liga geschafft. Doch die Jets sind keineswegs blauäugig in das Abenteuer gestartet. Vielmehr wurde intensiv auf die neue Herausforderung hingearbeitet und der Kader gezielt verstärkt. In der Breite ist der Aufsteiger deshalb gut aufgestellt. „Sie sind in der Breite besser aufgestellt als manch etablierter Drittligist“, schätzt SVK-Cheftrainer Alexander Schurr sogar ein.
Ein wichtiger Baustein des Gastgebers ist Mittelmann und Spielmacher Tom Abt. Dazu kommen Kai Schäffner, der bereits in der A-Jugend-Bundesliga für Frisch Auf Göppingen spielte, sowie Lenny Schwenk, der weiterhin über ein Zweitspielrecht bei den Göppingern verfügt. Die personellen Möglichkeiten machen deutlich, dass die Gmünder den Klassenerhalt keineswegs dem Zufall überlassen wollen.
Mit 5:13 Punkten belegen die Jets aktuell den 13. Tabellenplatz. Dabei ist die Mannschaft von Trainer Aaron Fröhlich schon einige Male nur knapp an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt. Zuletzt unterlag sie den Wölfen Würzburg denkbar knapp mit 24:25 Toren. Die Ergebnisse zeigen, dass der Aufsteiger durchaus in der Lage ist, mit etablierten Drittligisten mitzuhalten und diesen das Leben schwer zu machen.
Selbst sehen sich die Jets am Samstagabend zwar in der Rolle des David, doch die Kornwestheimer nehmen für sich keineswegs die des übermächtigen Goliaths ein. Dafür sind die Lurchis schon zu lange im Geschäft und wissen, dass in dieser Liga jeder Gegner ernst genommen werden muss.
Entsprechend intensiv hat sich das Team mit dem Gastgeber beschäftigt. Gleichzeitig richtete sich der Blick in dieser Trainingswoche auf die eigene Spielweise, die Weiterentwicklung und die personellen Möglichkeiten. Beim vergangenen Auswärtsspiel bei der HSG Albstadt konnte Schurr bereits einiges ausprobieren und Spielern mit bislang weniger Einsatzzeit wertvolle Spielpraxis verschaffen. Neben Spielmacher Jan Reusch wusste dabei vor allem Abwehrchef Marvin Bahmann zu überzeugen. Auch die Nachwuchskräfte Toni Luithardt und Raphael Haller präsentierten sich gut. Letzterer steuerte in der Schlussphase in Albstadt noch zwei schöne Treffer bei. Der 18-Jährige wollte in dieser Trainingswoche eigentlich an seine Leistung anknüpfen. Doch daraus wird vorerst leider nichts.
Haller hat sich am Montag im Training einen Außenbandriss zugezogen und wird bei den Lurchis nun einige Wochen ausfallen. „Ich habe mich sehr gefreut, dass Alex mir in der Schlussphase die Möglichkeit und das Vertrauen gegeben hat, Spielpraxis zu sammeln“, hatte Haller nach der Partie in Albstadt gesagt. „Dass ich dann noch zwei Tore beisteuern konnte, war natürlich super für uns.“
Umso ärgerlicher ist der Rückschlag für den jungen Spieler und seinen Trainer. „Es ist sehr schade. Ich weiß, dass er jetzt darauf gebrannt hat, alles zu geben“, bedauert Schurr. „Jetzt hat er einen weiteren wichtigen Schritt gemacht und kassiert gleich einen Rückschlag.“ Gleichzeitig gibt der Coach aber Entwarnung: Die Verletzung sei glücklicherweise nicht allzu schwerwiegend. Noch in der Hinrunde soll der 18-Jährige wieder fest ins Mannschaftstraining einsteigen können. Hallers Ziel ist deshalb klar: möglichst schnell wieder zurück zu seiner Mannschaft.
In Schwäbisch Gmünd werden die Kornwestheimer am Samstag also ohne den Youngster auflaufen, an Einsatz und Kampfgeist soll es aber nicht fehlen. „Wir werden alles reinwerfen“, verspricht Alexander Schurr. Schließlich wollen die Lurchis den zweiten Auswärtserfolg in Folge feiern und ihr Punktekonto wie jedes Jahr bis Weihnachten fleißig weiter aufstocken.
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