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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 1

Am Ende fehlt das Quäntchen Abgezocktheit

311020 mwol 0001Zeigte in der zweiten Hälfte eine starke Leistung mit zahlreichen Paraden: SVK-Keeper Jan David. Foto: Wolf

Der SVK liefert dem VfL Pfullingen einen großen Kampf, verliert dennoch knapp mit 28:29 (19:17). Im letzten Angriff hatte der SVK nochmal die Chance auf einen Punktgewinn, verlor aber überhastet den Ball. Die Szene war symptomatisch für die zweite Halbzeit der Kornwestheimer. In der Abwehr konnten die Handballer überzeugen, im Angriff trafen sie zu häufig unglückliche Entscheidungen.

Erste Halbzeit ohne Zugriff im Tor

In der ersten Hälfte stellte der SVK die Pfullinger immer wieder vor Probleme im Angriff. Dennoch kassierten die Kornwestheimer 17 Gegentore, das lag für Trainer Alexander Schurr auch an der Torhüterleistung: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht an die Leistung im Tor anknüpfen können, die wir in den ersten Partien hatten. Das hat verhindert, dass wir uns noch weiter absetzen konnten.“ Die Gelegenheit dazu gab es häufiger, der SVK konnte sich mehrfach mit drei, oder sogar vier Toren absetzen. Nach einem Negativlauf in eigener Überzahl befand sich der SVK in der 25. Spielminute plötzlich einem Rückstand konfrontiert, konnte diesen aber schnell egalisieren und bis zur Halbzeit einen zwei Tore Vorsprung erarbeiten. Mit 19:17 ging es in die Halbzeit. 

Klare Steigerung im Tor reicht nicht um Niederlage zu verhindern 

Während in der ersten Spielhälfte die Torhüterposition nicht die gewohnte Leistung zeigte haperte es in Hälfte zwei vor allem im Angriff. Klarste Torgelgenheiten wurden ausgelassen, oder von den stärker werdenden Pfullinger Torhütern pariert. Diesen stand Torhüter Jan David in Nichts nach. „In der zweiten Hälfte hat Jan seine Leistung deutlich gesteigert, das spricht für seine Entwicklung, dass er sich aus so einem Tief innerhalb eines Spiels herauskämpfen kann.“ Lobte Trainer Alexander Schurr seinen Torhüter für die Leistung in Hälfte Zwei. Zusammen mit seiner Abwehr hielt Jan David den Pfullinger Angriff bei 12 Toren in der zweiten Hälfte. „Das ist sehr stark von uns gewesen, diesen Gegner bei unter 30 Toren zu halten ist nicht leicht!“ Honorierte Alexander Schurr die Abwehrleistung seiner Mannschaft.

Dafür, dass es in der entscheidenden Phase im Angriff haperte hat er durchaus auch Verständnis: „Wir haben viele junge Spieler, die bei uns schon wichtige Entscheidungsträger sind. Das kann dazu führen, dass in den hitzigen Phasen des Spiels auch ein paar falsche Entscheidungen getroffen werden. Da hat uns das Quäntchen Abgezocktheit gefehlt.“

Nichtsdestotrotz lieferte der SVK dem Vorjahreszweiten einen großen Kampf und sorgte bis zum Ende für ein spannendes Spiel. Für Alexander Schurr ist die Niederlage kein Beinbruch: „Wir dürfen durchaus stolz auf unsere Leistung sein, es gibt keinen Grund den Kopf hängen zu lassen, auch wenn die Niederlage erstmal schmerzhaft ist.“

Kann der SVK die nötige Kaltschnäuzigkeit in den nächsten Spielen wieder auf die Platte bringen, sind die Chancen groß, dass es für die Kornwestheimer schnell wieder Grund zum Jubeln gibt. 

Sofern der Ball wieder läuft. Die Entscheidung über die Fortführung des Spielbetriebs fällt demnächst. Wir halten Sie auf dem Laufenden.