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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 2

  • Martin Vochazer
  • Männer 2

Motor der Junglurchis stottert weiter

Trotz des mutigen Kampfes inklusive einer erstaunlichen Aufholjagd in der vergangenen Woche gegen den Tabellenführer HC Oppenweiler/Backnang (die LKZ berichtete) konnte die M2 nicht an diesen Siegeswillen anknüpfen. Bei der TSF Ditzingen II ließ die Mannschaft mit einer 23:21-Niederlage weitere wichtige Zähler liegen.
„Das war die schlechteste Trainingswoche, die ich selbst je erlebt habe“, resümierte Coach Rothermund nach dem Spiel. Tatsächlich waren die Vorzeichen für das Team um Dömötör, Rieger und Schumann alles andere als berauschend: Der Kraftakt der Vorwoche hatte Spuren hinterlassen. Künzel und Kleinschmidt verletzten sich gegen den HCOB, während der restliche Kader stark von Krankheitswellen gebeutelt war. Allein im Abschlusstraining am Donnerstag fehlten acht Stammkräfte.
Ein Lichtblick: Zur Spieltagsaufstellung kehrten Träger und Kaupp zurück und stabilisierten den schmalen Kader erheblich. Doch anstatt vor Selbstbewusstsein zu sprühen, merkte man vielen Spielern die Verunsicherung und das fehlende Vertrauen in die eigenen Abläufe an.
Morcher und Anhorn setzten in den blau-weißen Reihen der Kornwestheimer die Akzente. Morcher erhielt im zweiten Spiel in Folge viel Einsatzzeit und zahlte das Vertrauen des Trainerteams direkt zurück, indem er die ersten beiden Treffer für den SVK erzielte. Auch die Abwehr um den stark haltenden Tommy Ngo im Tor stand stabil und konnte die fehlende Präzision im Angriff phasenweise gut kompensieren. Beide Defensivreihen agierten konsequent und zwangen die Gegner zu technischen Fehlern, woraus sich ein torarmes Spiel entwickelte (6:6 in der 18. Minute).
Die M2 kämpfte um jede Position, um den Rückstand aufzuholen. Doch leider konnten sich die Junglurchis um Schrenk, Khosrawikatoli und Blasitzke nicht belohnen, da zu viele Ballverluste im Vorwärtsgang die eigene Abwehrarbeit zunichtemachten. Mit einem 12:10-Rückstand ging es in die Halbzeitpause. Routinier Marco Dömötör bewies vom Punkt einmal mehr Nervenstärke: Mit einer perfekten Quote von 5/5 verwandelten Siebenmetern hielt er sein Team in schwierigen Phasen im Spiel.
Coach Rothermund fand in der Kabine offenbar die richtigen Worte, denn die Lurchis starteten druckvoller in den zweiten Spielabschnitt. In der 34. Minute fiel der Ausgleich zum 13:13 – ein offener Schlagabtausch um die Punkte begann. Aufseiten der Ditzinger war es vor allem der ehemalige Kornwestheimer Christian Franz, der ein Entkommen des SVK verhinderte. Er führte das Ditzinger Angriffsspiel gekonnt an und war mit seinen neun Toren maßgeblich am Heimsieg beteiligt.
Dennoch hatte die M2 den Sieg selbst in der Hand. In den Schlussminuten gab es mehrfach die Chance, eine Führung auszubauen, doch eigene Fehler und Unsicherheiten verhinderten die Punktmitnahme.
Es ist eine Niederlage, aus der die junge Mannschaft viel Lehrreiches ziehen kann, auch wenn es im ersten Moment wehtut. Am kommenden Sonntag wartet mit dem Heimspiel gegen den HC Winnenden bereits der nächste Prüfstein auf die „Vochazer-Sieben“. Jetzt heißt es: Mund abputzen und daraus lernen!
Anpfiff ist am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr in der heimischen „Hölle Ost“. Wir freuen uns auf eure Unterstützung! 💪🏽
Eure M2
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