Sieg in spannender Schlussphase für die Oberliga-Frauen

Mit dem dritten Derbysieg in Folge konnten die Oberliga-Frauen des SV Salamander Kornwestheim am gestrigen Sonntagnachmittag den Druck auf die Tabellenplätze Zwei und Drei weiterhin hochhalten. Dabei hatte man keinen leichten Gegner vor sich gehabt. Obwohl der SV Hohenacker-Neustadt lediglich den achten Tabellenplatz belegt, überzeugte der Regionalliga-Absteiger immer wieder mit seiner Abwehrstärke. Nachdem beim SVK neben den verletzten Spielerinnen auch noch die beiden Linkshänderinnen ausfielen, war man entsprechend nervös, konnte aber dennoch auf Selbstvertrauen aus den vergangenen Spielen zurückgreifen.
Kaya Knoll erzielte mit einem ihrer sieben Treffer das erste Tor des Tages zum 1:0. Auch wenn die Lurchis schnell eine Zeitstrafe herausholen konnten und durch Nina Haug das 2:1 erzielen konnten, war am Anfang noch etwas Sand im Getriebe. Im Angriff machte man sich mit technischen Fehlern und Fehlwürfen das Leben schwer und in der Abwehr ermöglichte man den Gästen durch einzelne Unkonzentriertheiten Treffer trotz guter Abwehrleistung. So lag man in der sechsten Minute mit 2:4 zurück. Mit laufender Spielzeit kam das Team von Trainer Hans Jungwirth jedoch besser in die Partie. Ein 4:0-Lauf der Kornwestheimerinnen, bei dem man sich von allen Positionen torgefährlich zeigte, und eine Siebenmeterparade von Luana Seiler drehten das Spiel zur 12.Spielminute auf 6:4. Nach einem Doppelpack der auf der ungewohnten rechten Außenbahn auflaufenden Rieke Braun nahmen die Gäste beim Stand von 8:5 ihre erste Auszeit. In Überzahl verlor man durch technische Fehler den Ball und ermöglichte Hohenacker durch leichte Tore zum 9:8 zu verkürzen. Kurz darauf gelang den Gegnerinnen sogar der Ausgleich. Auch wenn im Angriff weiterhin Luft nach oben war, überzeugte man dafür aber inzwischen in der Abwehr. In den letzten sechs Minuten der ersten Hälfte ließ man keinen Gegentreffer mehr zu und konnte sich dafür wieder auf 12:10 absetzen. Besonders feierte man dabei den ersten Oberliga-Treffer der A-Jugendlichen Amelie Braun.
Nicht überragend, aber solide kamen die SVK-Frauen aus der Halbzeitpause und hielten die Gegnerinnen vorerst auf Abstand. Doch weiterhin waren es technische Fehler im Tempospiel und vergebene Wurfchancen, durch die sich der SVK das Leben selber schwer machte. Der Vorsprung schmolz dahin und nach dem Ausgleich in der 46. Spielminute ging der SV Hohenacker-Neustadt nur eine Minute später erstmals seit der achten Minute in Führung. Doch der SVK zeigte erneut Charakter, steigerte sich wieder in der Abwehr und ging im Angriff mit mehr Überzeugung aufs Tor. Nina Haug glich in der 50. Minute zum 20:20 aus, Rieke Braun blieb von der Siebenmeterlinie eiskalt und ließ zwei Treffer zur 22:20-führung folgen. Aber auch die Gäste gaben nicht auf und glichen, beflügelt von ihrem sehr lauten und teilweise grenzwertig verhaltenden Publikum, sechs Minuten vor Spielende erneut zum 22:22 aus. Die Schlussphase der Partie war an Spannung kaum zu überbieten. Maren Stortz und Kaya Knoll konnten den SVK jeweils einen Treffer in Führung bringen, doch stets glichen die Gäste aus. Coach Jungwirth griff in der 57.Spielminute zur Auszeit und hatte taktisch den richtigen Move parat. Im 7:6 fand der SVK Tabea Heim am Kreis, die nicht nur einen Siebenmeter, sondern auch eine Zeitstrafe herausholen konnte. Rieke Braun verwandelte souverän, der SVK war wieder mit einem Punkt in Führung. Im nächsten Angriff der Gäste sah Hohenackers Leistungsträgerin Denise-Marie Kindsvater nach einem Kopftreffer an Kornwestheims Torfrau Luana Seiler ihre dritte Zeitstrafe. Der SVK war somit in doppelter Überzahl in Ballbesitz und machte nun keine Fehler mehr. Amelie Haug besiegelte den Heimsieg der Lurchis mit dem Treffer zum Endstand von 27:24.
Mit 20:10 Punkten belegt der SVK weiterhin den vierten Tabellenplatz der Oberliga Staffel 1, direkt hinter den (minuspunktgleichen) Mannschaften aus Ottenheim und Birkenau. In den direkten Duellen ging man jedoch immer leer aus und so muss das Jungwirth-Team in den kommenden Partien Vollgas geben und punkten, um etwaige Patzer der Konkurrenz ausnutzen zu können oder immerhin weiter den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.
Es spielten: Seiler, Piampiano – Heibel (1), A.Haug (1), Müller, Rück (2), Heim, Abdiji, Knoll (7), A.Braun (2), Stortz (4), Haug (5), R.Braun (5/3)
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