Für beide das vielleicht wichtigste Saisonspiel
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Hans Jungwirth (am Ball) bleibt gegen Leutershausen ohne Tor. (Foto: Christine Biesinger)
Hans Christensen brachte nach dem Spiel auf den Punkt, was jeder in der Osthalle gesehen hatte: „Wir haben einfach die Tore nicht gemacht.“ Bei der 20:29 (9:16)-Niederlage gegen den Tabellenzweiten SG Leutershausen verwarf der SVK Versuch um Versuch. Dabei scheiterte der 14. der 3. Liga wahlweise an der eigenen Ungenauigkeit, am starken Block oder an Gästetorhüter Alexander Hübe. „Es hat nicht am Kampf und auch nicht am Spielerischen gelegen, sondern schlicht und einfach an der Chancenverwertung“, fasste Christensen zusammen. Der SV Kornwestheim, der ohne die verletzten Christopher Tinti, Denis Gabriel und Fabian Kugel angetreten war, blieb lediglich in der Anfangsphase an Leutershausen dran. Zum Zeitpunkt von Hendrik Schoenecks Treffer zum 5:6 in der 10. Minute betrug der Abstand letztmalig weniger als zwei Tore. Immer wieder bereitete der massive Mittelblock der Nordbadener den SVKlern große Probleme. Und bei Tempogegenstößen, die sich dem Christensen-Team ein ums andere Mal offenbarten, war zu oft Endstation beim SG-Schlussmann. „Wenn wir solche Abschlüsse nicht zu 100 Prozent verwandeln, können wir kein Spiel gewinnen“, so der Coach. Schon in der 19. Minute hieß es 6:11. Da hatte Christensen schon längst eine Auszeit genommen und entschied sich nur kurz darauf für einen Torwartwechsel. Für Felix Beutel, der diesmal begonnen hatte, rückte in der 23. Minute Tobias Tauterat zwischen die Pfosten. Obwohl der Trainer nach dem Spiel betonte: „Defensiv haben wir es eigentlich ganz ordentlich gemacht.“ Allerdings bereitete den Gastgebern die Offensivwucht der SG sehr wohl häufig sichtbare Schwierigkeiten. „Man darf über alledem auch nicht vergessen, dass eben auch der Tabellenzweite hier zu Gast war“, so Christensen. Nur: Das Spiel in der Hinrunde hatte der SVK noch mit 31:29 gewonnen. Beim Stand von 9:16 ging es schließlich in die Halbzeitpause. Und hätte Kornwestheim eine Überzahl unmittelbar nach Wiederanpfiff besser ausgespielt, vielleicht hätte es noch einen kleinen Hoffnungsschimmer gegeben. Doch von zwei Siebenmetern landete nur einer im Tor (Kevin Wolf, 32.). Und in der Folge hielt die SG den Abstand stabil bei fünf Treffern. So ging es immer weiter: Peter Jungwirth, erneut Kornwestheims Top-Scorer mit sechs Toren, erzielte das 12:17 (36.), Hendrik Schoeneck wenig später das 13:18 (37.). Für mehr reichte es zu keinem Zeitpunkt, dafür spielte der SVK auch im zweiten Durchgang zu unpräzise – verfolgt wurde das Ganze unter anderem auch von Ex-Coach Mirko Henel, der sich die Partie gemeinsam mit Kornwestheims Abteilungsleiterin Daniela Assmann vom Spielfeldrand aus ansah, dabei aber nicht viel Freude am Spiel seiner ehemaligen Schützlinge hatte. Tim Schopf gelang in der 56. Minute der letzte Treffer für seinen SVK, Leutershausens Hannes Volk stellte in der 58. Minute den 20:29-Endstand her. Und Hans Christensen hatte trotz des Ergebnisses auch lobende Worte für sein Team übrig: „Mir war wichtig, dass die Mannschaft einen Schritt nach vorne macht, und diesen Schritt habe ich im kämpferischen Bereich gesehen.“ Die Punkte für den Klassenverbleib müsse seine Mannschaft nicht gegen Leutershausen holen. Wichtiger seien da die kommenden Schlüsselspiele in Herrenberg und zu Hause gegen Zweibrücken. Der Spielbetrieb der 3. Liga pausiert über Ostern. „Vielleicht können die Jungs ja ein bisschen den Kopf freibekommen“, hofft Christensen. Am Samstag, 2. April, geht es dann zur H2Ku Herrenberg. Dort soll es dann auch wieder klappen mit der Chancenverwertung. Denn: „Den Ball ins Tor zu kriegen, ist das Wichtigste.“

Gelingt dem SV Kornwestheim mit Hendrik Schoeneck (im Wurf) und Marco Kolotuschkin erneut ein Überraschungserfolg gegen Leutershausen? (Foto: Archiv/Baumann)
Eigentlich haben wir keine Chance“, sagt Hans Christensen, Trainer der Kornwestheimer Drittliga-Handballer, vor dem Heimspiel gegen die Zweitplatzierte SG Leutershausen (Samstag, 20 Uhr). Aber natürlich weiß der Coach ganz genau, dass die Vorzeichen auch vor dem Hinspiel alles andere als gut gewesen waren. Mit drei Niederlagen in Folge im Gepäck reiste sein Team damals nach Nordbaden – und gewann prompt mit 31:29. Darauf angesprochen, meint Christensen bloß trocken: „So kann’s gehen.“ Fest steht, dass sich die Situationen ähneln. Diesmal wartet der SVK, derzeit auf Abstiegsrang 14, zwar erst seit zwei Begegnungen auf ein Erfolgserlebnis. Zu den beiden Pleiten gehörte allerdings sowohl in der Hin- als auch der Rückrunde eine desaströse Leistung gegen Balingen 2 inklusive des entsprechenden Ergebnisses. Im Abstiegskampf käme den Kornwestheimern also ein Sieg gegen das Top-Team aus Leutershausen gerade recht. Auch wenn Hans Christensen, der in solchen Fällen gerne von „Bonus-Spielen“ spricht, sagt: „Wir müssen nicht unbedingt gewinnen. Denn danach kommen noch fünf Spiele.“ Der Trainer weiß um die fehlende Konstanz in seinem Team, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte bisherige Saison zieht. „Es ist egal, gegen wen wir spielen. Wenn wir unser Ding machen und konzentriert sind, können wir jeden Gegner schlagen.“ Und wenn nicht? „Dann können wir auch gegen jeden verlieren.“ So erschreckend einfach ist das manchmal beim SV Kornwestheim. Beim Blick auf den morgigen Gegner liegt der Fokus klar auf Jochen Geppert. Der zentrale Rückraumspieler der SG rangiert mit 154 Treffern derzeit auf Rang sechs der Torschützenliste der 3. Liga Süd, zwei Plätze hinter Kornwestheims Rechtsaußen Peter Jungwirth (159 Treffer). Doch war es in der Hinrunde ein anderer Leutershausener Akteur, der dem SVK das Leben schwer machte: Valentin Spohn, der aus dem linken Rückraum kommend acht Treffer erzielte. Geppert hatte vier Tore beigesteuert. „Auch Kreisläufer Hannes Volk ist richtig gut“, so Christensen, „überhaupt ist es eine starke, recht junge Mannschaft.“ Die zudem mit zwei klasse Torhütern gesegnet sei. Und das Personal beim SVK? „Sieben Spieler werde ich schon zusammenbekommen, vielleicht auch acht oder neun“, sagt Christensen. Was sich zunächst verdächtig nach einer taktischen Übertreibung anhört, ist bitterernst gemeint: Simon Lorenz, Fabian Kugel, Denis Gabriel, Hendrik Schoeneck, Christopher Tinti und Marvin Flügel plagten sich unter der Woche entweder mit Krankheit oder Blessuren. Positionsbezogen hat Christensen somit lediglich bei den Torhütern sowie den Kreisläufern keine Sorgen. Aber wie es nun mal so ist mit den Vorzeichen: Nicht immer sagen sie das tatsächliche Ergebnis voraus

Auch Hendrik Schoeneck hat die Niederlage nicht verhindern können. Foto: Peter Mann
Nach der blamablen 21:34-Auswärtsniederlage bei der HBW Balingen-Weilstetten 2, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib in der 3. Liga Süd, hatten sich die Handballer des SV Kornwestheim für ihr Heimspiel am Samstagabend gegen den Tabellenfünften TV Germania Großsachsen einiges vorgenommen. Das Team von Trainer Hans Christensen konnte die Pläne aber nicht in die Tat umsetzen. Nach der 29:31-Niederlage bleibt das SVK vorerst auf einem Abstiegsplatz stecken. „Wir sind sehr enttäuscht“, sagte Christensen nach der Partie. Schließlich hatte er aus der Partie zwei Pluspunkte fest eingeplant. Zwar haben die Kornwestheimer bis zum Ende gekämpft und kamen mit einer offensiven Abwehr nach dem 25:29-Rückstand in der 58. Spielminute noch einmal bis auf ein Tor beim 29:30 heran. Den Schlusspunkt setzten aber die Gäste aus Nordbaden mit dem 29:31 zwölf Sekunden vor dem Abpfiff – und machten damit Stefan Pohl „überglücklich“. Der Gästetrainer betonte, dass es auch für Großsachsen ein „ganz wichtiges Spiel“ gewesen sei. „Wenn wir verloren hätten, wärt ihr bis auf zwei Punkte an uns herangekommen.“ Dass es nicht so weit kam, lag zum einen daran, dass sich der SVK „durch die vielen Fehler selbst ein Bein gestellt hat“, wie es Hans Christensen formulierte. Im Angriff verwarfen die Gastgeber einfach zu viele gute Tormöglichkeiten. Zudem waren sich Pohl und Christensen einig, dass bei Großsachsen am Samstag die zwei „stärkeren Torhüter“ auf dem Feld standen. Während bei den Kurpfälzern Marius Fraefel und Patrick Jahnke beide auf zehn gehaltene Bälle kamen, konnte Felix Beutel nur zweimal parieren und Tobias Tauterat 13-mal Gegentreffer verhindern. Vier seiner Paraden zeigte der Mannschaftskapitän erst in den letzten fünf Minuten. Zudem verfügte Großsachsen mit Rückraumspieler Jan Triebskorn über einen Torjäger, der allein in der zweiten Halbzeit neun seiner insgesamt elf Feldtore erzielte. „Trotzdem hätten wir das Spiel auch gut gewinnen können“, stellt Christensen fest. In der Tat sah es über die gesamte erste Halbzeit noch gut für die Kornwestheimer aus. Trotz einer massiven und schwer zu überwindenden Abwehr des TV Großsachsen ging die Christensen-Sieben in der 9. Minute mit 5:2 in Führung und lag auch nach 13 Minuten beim 7:4 sowie nach 20 Minuten beim 10:7 noch mit drei Toren vorne – auch weil Tobias Tauterat einen Siebenmeter von Jonas Gunst hielt. Aus der 11:9-Führung in der 22. Minute wurde jedoch nach zwei Zwei-Minuten-Strafen für den SVK mit zwischendurch zwei Mann weniger auf dem Feld ein 11:13-Rückstand in der 29. Minute. Bis zur Halbzeit war aber wieder der 13:13-Ausgleich geschafft. In der 34. Minute gab es einen Sonderapplaus der Zuschauer für Hendrik Schoeneck, der sich nach einer von ihm vergebenen Torchance beim Spielstand von 14:16 mit einem Sprint in der eigenen Abwehr den Ball zurückerkämpfte, wieder nach vorne stürmte und dann doch noch selbst das 15:16 erzielte. Aus dem folgenden 16:16 (37.) wurde jedoch – zwischendurch wieder mit zwei SVK-Spielern weniger auf dem Spielfeld – ein 16:20-Rückstand in der 40. Minute. Nur noch einmal kam der SVK vor den Schlusssekunden wieder bis auf ein Tor heran – beim 23:24 in der 49. Minute. In der 53. Minute stand es jedoch nach mehreren vergebenen SVK-Chancen 23:27. „Die zwei Punkte werden uns fehlen“, sagt Hans Christensen. „Nun müssen wir gegen Leutershausen zwei Bonuspunkte holen.“ Die nächsten Gäste in der Osthalle, die ebenso wie der TV Großsachsen aus dem nordbadischen Hirschberg anreisen, sind aktuell Tabellenzweiter. Der SVK-Trainer geht inzwischen davon aus, dass die Entscheidung im Abstiegskampf erst am letzten Spieltag am 30. April fallen wird.

Sinnbildlich für den SVK im Spiel in Balingen: Christopher Tinti ist am Boden (Foto: Archiv/Pressefoto Baumann)
Drittligist SVK geht im Kellerduell bei Balingen-Weilstetten 2 mit 21:34 Toren unter. Lichtblicke? Gab es keine. Nicht einmal die sechs Treffer von Neuzugang Hendrik Schoeneck wollte Hans Christensen gelten lassen. Seine SVK-Handballer hatten im Drittliga-Kellerduell mit 21:34 (11:17) bei der HBW Balingen-Weilstetten 2 verloren, stehen dadurch wieder auf Abstiegsplatz 14 - und der Coach war stinksauer. "Es muss spätestens jetzt jedem klar sein, dass wir nur bestehen können, wenn wir eine gute Vorbereitung machen." Damit forderte Christensen nicht nur weiterhin ordentliche Trainingsleistungen seiner Schützlinge. "Dabei geht es auch um die Stunden vor dem Spiel und an den freien Tagen." Dass dies vor der Partie auf der Schwäbischen Alb nicht der Fall war, konnte man zunächst leicht am deutlichen Ergebnis ablesen. Ein Spiel mit 13 Toren Unterschied zu verlieren, kommt einem mittelgroßen Debakel gleich. Zumal der SVK die Chance gehabt hätte, sich mit einem Sieg deutlich Luft im Kampf um den Ligaverbleib zu verschaffen. Das geschah nicht, und der Trainer zürnte. Es fing schon schlecht an für die Kornwestheimer. Nach knapp viereinhalb Minuten sah sich Christensen bereits zur ersten Auszeit gezwungen. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt mit 1:5 zurück. Und die kurze Besprechung an der Seitenlinie schien zu fruchten. Nach 14 Minuten erzielte Peter Jungwirth den Treffer zum 8:10 aus Kornwestheimer Sicht - es hatte den Anschein, als sei der SVK wieder dran. Und auch in der 22. Minute, erneut nach einem erfolgreichen Abschluss des Rechtsaußen, betrug der Abstand beim 10:12 nur zwei Tore. Noch schien alles möglich. Was dann aber geschah, dafür fehlen dem Coach die Worte. Der Versuch einer Erklärung laute te: "Wir haben falsche Entscheidungen getroffen, Fehlwürfe, Fehlpässe, es war einfach alles dabei." Und schlimmer noch: "Wenn man dann auch noch nicht kämpft, kommt so etwas zustande." Halbzeitübergreifend gelangen dem SVK von der 22. bis zur 42. Minute mickrige drei Tore. Die Balinger kamen in diesem Zeitraum auf 15 erfolgreiche Abschlüsse. Das Spiel war für Kornwestheim gelaufen. "Wenn jeder nur mit sich selbst beschäftigt ist und damit, seine eigenen Fehler zu minimieren, dann endet es so, wie es geendet ist." Es war eine auf ganzer Linie frustrierende Angelegenheit für Christensens SVK, der in der Folge um Schadensbegrenzung bemüht war. Doch der Abstand blieb konstant bei zehn oder mehr Toren, am Ende stand eine deutliche 21:34-Schlappe. "Heute war ein Endspiel, und das ist mehr als ärgerlich", so der Übungsleiter, der dann aber doch noch ein paar Lichtblicke entdeckte: So feierte Kreisläufer Hans Jungwirth nach langer Verletzung sein Comeback. Christensen: "Außerdem gab es keine Verletzten und wir kassieren auch für diese Niederlage nur zwei Minuspunkte." Das war's dann aber auch. SV Kornwestheim: Beutel, Tauterat- Lorenz (1), Kolokuschkin (1), Schopf, Gabriel, Pflugfelder, Schaffert (2), Wolf, Kugel (1), H. Jungwirth (1), Tinti (3), Schoeneck (6), P. Jungwirth (7/3).

Im Hinspiel gegen Balingen hat der SVK um Christopher Tinti (am Ball) die höchste Saisonniederlage kassiert.
(Foto: Archiv/Horst Dömötör)
Mit dem jüngsten 36:30-Sieg gegen Horkheim haben die Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim in der Tabelle den HBW Balingen-Weilstetten 2 überholt. Am Sonntag um 17 Uhr trifft die Sieben von Trainer Hans Christensen in der Sparkassen-Arena in Balingen nun auf ihren Tabellennachbarn, der nur einen Punkt hinter dem SVK steht. Bei einer Niederlage könnten die Kornwestheimer wieder auf einen Abstiegsplatz zurückfallen, mit einem Sieg würden sie sich drei Punkte von der Abstiegszone entfernen. „Gerade in diesem Spiel sind die Punkte verdammt wichtig. Beide Mannschaften stehen unter Druck“, weiß Hans Christensen. „Die Balinger werden sicher alles tun, um nicht drei Punkte hinter uns zu stehen.“ Bis zum Hinspiel im Oktober ist die Bilanz des SVK gegen die Balinger Bundesliga-Reserve einwandfrei gewesen: in vier Aufeinandertreffen in der dritten Liga gab es vier Siege für Kornwestheim. In dieser Runde gab es allerdings ausgerechnet gegen Balingen in der Osthalle mit 23:35 die bisher höchste Saisonniederlage. Die Statistik interessiert den SVK-Coach allerdings überhaupt nicht. „Es wird ein ganz anderes Spiel, in dem es um wichtige Punkte für den Klassenverbleib geht. Die besseren Nerven und die bessere Tagesform werden entscheiden.“ Dass die hohe Niederlage im Hinspiel zusätzliche Motivation beim SVK freisetzt, glaubt Christensen auch nicht: „Es lohnt sich nicht, mit Wut im Bauch ins Spiel zu gehen. Der direkte Vergleich wird sowieso schwer zu holen sein. Es geht nur darum, dass wir die Chance haben zu gewinnen, wenn alles optimal läuft.“ Für einen SVK-Spieler ist die Reise nach Balingen etwas ganz Besonderes: Torwart Felix Beutel, der gegen Horkheim mit einer exzellenten Leistung aufwartete, hat in der Vergangenheit selbst für den HBW 2 gespielt. Eine Einsatzgarantie an seiner alten Wirkungsstätte will ihm der Trainer aber nicht geben: „Beide Torhüter wollen spielen und kämpfen in jedem Training um ihre Einsatzminuten am Wochenende. Ich würde mir wünschen, dass es auch alle Feldspieler immer so machen.“ Im Spiel gegen die „Gallier von der Alb“ hat Christensen personell die Qual der Wahl. Verletzt ist zurzeit keiner. Allerdings waren Fabian Kugel, Florian Assmann und Denis Gabriel in dieser Woche krank. Einsetzen werde er die Spieler nur, wenn ein Arzt dafür grünes Licht gibt. Die HBW 2 schätzt der SVK-Trainer als „gute Truppe mit jungen Spielern“ ein, die aber auch über ein paar erfahrene Akteure sowie Spieler verfüge, die regelmäßig mit der Bundesliga-Mannschaft trainieren und teilweise auch schon dort zum Einsatz kamen. In der Torjägerliste der dritten Liga liefert sich der SVKler Peter Jungwirth ein spannendes Duell mit dem besten Balinger. Gregor Thomann vom HBW spielt ebenfalls auf Rechtsaußen und hat wie Jungwirth bisher 46 Siebenmeter verwandelt. Mit 148 Saisontoren ist der SVKler in der Liga der viertbeste Torschütze, Gregor Thomann folgt mit 142 Toren auf Rang 5.

Mit sechs Treffern hat sich SVK-Linksaußen Fabian Kugel (am,Ball) gegen Horkheim in exzellenter Form gezeigt. (Foto: Christian Mateja)
Heinz Schöttle ist in der Handballabteilung des SV Kornwestheim als Schiedsrichterwart und als Hallensprecher aktiv. Am Samstag ist er 75 Jahre alt geworden, was ihn nicht davon abgehalten hat, seiner ehrenamtlichen Aufgabe beim Spiel der Drittliga-Herren gegen den TSB Heilbronn-Horkheim so zuverlässig wie immer nachzukommen. Schöttle strahlte am Abend seines Ehrentages, als er sagte: „Die A-Jugend, die B-Jugend und die Herren haben heute gewonnen. Das sind drei schöne Geburtstagsgeschenke.“ An die Gäste aus Horkheim, die mit Torwart Pascal Welz, Rechtsaußen Frederick Griesbach (2 Tore) und Rückraumspieler Jan Wörner (5 Tore) drei ehemalige Kornwestheimer auf dem Feld sowie den in Pattonville wohnenden Trainer Jochen Zürn auf der Bank hatten, wollten die SVK-Herren dagegen nichts verschenken. Schließlich stand die Truppe von Trainer Hans Christensen vor der Partie noch auf einem Abstiegsplatz, was sich mit dem Sieg zumindest vorerst wieder geändert hat. Von Beginn an drehten die Kornwestheimer auf, lagen über die gesamten 60 Minuten nie in Rückstand und führten bereits nach sechs Minuten mit 4:2 und nach zehn Minuten mit 7:3. In der Abwehr und im Angriff stellten die Gastgeber über die gesamte Partie das bessere Team, das nach 20 Minuten sogar mit 15:7 vorne lag. Seinen Anteil daran hatte auch der überragend aufspielende Torhüter Felix Beutel, der über die gesamte Spielzeit insgesamt 22 gelungene Paraden zeigte. Allein dreimal warf er sich erfolgreich den Würfen des frei vor ihm stehenden Kreisläufers Alexander Schmid entgegen, was ihm auch Sonderbeifall von den 550 Zuschauern einbrachte. Im Tor der Gäste brachten es Pascal Welz auf acht und Sven Grathwohl auf sechs gehaltene Bälle. Schmid war am Ende mit sechs Toren zusammen mit dem ehemaligen Bietigheimer Andreas Blodig, der ebenfalls sechsmal traf, der beste Torschütze der Gäste. Aber auch die insgesamt 30 Tore reichten den Unterländern nicht aus, um Zählbares aus der Osthalle zu entführen, da der SVK mit Kevin Wolf, Fabian Kugel, Marc Pflugfelder, Hendrik Schoeneck, Peter Jungwirth und Christopher Tinti viele treffsichere Werfer in seinen Reihen hatte. Nur in einer Phase des Spiels – zwischen der 24. und der 30. Minute – lief es mal nicht rund beim SVK. Die Horkheimer wussten dies zu nutzen und verkürzten in dieser Zeit den Abstand von acht Toren beim 17:9 auf drei Tore beim 19:16. 23 Sekunden nach dem Wiederanpfiff gelang den Heilbronnern noch das 19:17. Näher ließ die Christensen-Sieben die Gäste aber nicht mehr herankommen. Zwar warf Peter Jungwirth in der 33. Minute einen Siebenmeter am Tor vorbei. Nach dem anschließenden 20:18 setzte sich der SVK aber schnell wieder auf ein sicheres 23:18 ab (38.). Nach dem 26:19 in der 42. Minute kam Horkheim noch ein weiteres Mal bis auf drei Tore heran – beim 27:24 (48.). Schon zwei Minuten später stand es aber nach einem schönen Heber von Dominic Schaffert über den Torhüter und eines von insgesamt sieben Toren vom „Spieler des Tages“ Kevin Wolf 29:24. Und dieser Vorsprung hielt nun bis zum Ende, als aus dem 34:29 noch ein 36:30 wurde. In den ersten 20 Minuten habe sich sein Team „schläfrig und pomadig“ präsentiert, kritisierte HSB-Trainer Jochen Zürn. „Danach haben wir vieles richtig gemacht.“ In der zweiten Halbzeit habe es „zwei Momente gegeben, an denen das Spiel noch hätte kippen können“. Technische Fehler seiner Mannschaft hätten dies verhindert. „Nun sind auch wir im Abstiegskampf angekommen.“ Hans Christensen war dagegen hochzufrieden und lobte die „aggressive Defensive“ und die „schnellen Angriffe“ seiner Spieler. „Jeder ist einen Schritt weiter gegangen als zuletzt in Nußloch. Wir haben jetzt noch acht Endspiele.“ Das erste davon am Sonntag beim direkten Tabellennachbarn HBW Balingen-Weilstetten 2.

Zeit, sich mal wieder durchzusetzen: SVKler Kevin Wolf prescht im Spiel gegen Konstanz durch die Defensive, Marco Kolotuschkin (links) beobachtet die Szene. (Foto: Archiv/Horst Dömötör)
Na, hoffentlich ein Sieg“, ist Hans Christensens Antwort auf die Frage, was denn beim Drittligaspiel gegen den TSB Heilbronn-Horkheim für seine Mannschaft herausspringen könne. Am morgigen Samstag um 20 Uhr gastiert der Tabellensechste in der Kornwestheimer Osthalle – und Christensens SVK sollte im Kampf um den Klassenverbleib dringend punkten. Momentan steht sein Team auf dem 14. Platz, dem ersten Abstiegsrang. „Wir haben jetzt noch neun Spiele, neun Endspiele“, sagt der Coach und rechnet vor: „27 Punkte müssten reichen, um drinzubleiben.“ Kornwestheim hat derzeit 17 Zähler auf der Habenseite. Ergo müsste der SVK von diesen neun Partien noch fünf gewinnen. Die Vorzeichen für das Spiel gegen Heilbronn könnten allerdings besser sein. In der Hinrunde gab es eine deutliche 23:30 (12:13)-Pleite. Auffällig beim damaligen Aufeinandertreffen: es gab keinen Spieler in Reihen des TSB, der in Sachen Tore besonders herausgeragt hätte. Insgesamt erzielten neun Akteure zwei oder mehr Treffer. „Sie sind ein Kollektiv, auch das macht es am Samstag nicht einfacher für uns“, warnt Hans Christensen. Einzig den Ex-Bietigheimer Andreas Blodig im zentralen Rückraum der Heilbronner hebt der Coach hervor: „Der ist ein Guter in der dritten Liga.“ Für einige Spieler kommt die Begegnung einem Klassentreffen gleich. Immerhin drei Heilbronner trugen in der Vergangenheit bereits das Trikot des SV Kornwestheim: Rechtsaußen Frederick Griesbach, Torhüter Pascal Welz sowie Jan Wörner im rechten Rückraum. „Die Spieler kennen sich natürlich noch gegenseitig, aber während des Spiels wird das kein Thema sein“, ist sich Christensen sicher. Sympathien zählen im Kampf um den Ligaverbleib nicht. Ebenso wenig will der Übungsleiter die Niederlage vor Wochenfrist bei der SG Nußloch (27:32) noch einmal aufgreifen – zumindest nicht das Ergebnis. „Wir hatten genügend Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen“, sagt er. Allerdings verhinderte eine teils sehr dürftige Chancenverwertung, dass der SVK am Ende Zählbares aus dem Rhein-Neckar-Kreis mitnehmen konnte. Nun kommt also Heilbronn-Horkheim, und Christensen ist überzeugt: „Beide Mannschaften wollen das Spiel gestalten.“ Und beide Mannschaften müssen stets hart für ihre Tore arbeiten, so der Trainer. Dass die Hunters, so nennt sich das TSB-Team, in diesem Jahr in fünf Spielen gerade mal ein Pünktchen geholt haben, mache die Angelegenheit aber umso unberechenbarer. „In der Hinrunde waren sie aber wirklich gut drauf“, so Christensen. Personell kann der SVK-Coach fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Kreisläufer Hans Jungwirth und Rechtsaußen Marco Bahmann, beide zuletzt lange verletzt, werden nach ihrer Rückkehr in den Ligabetrieb am vergangenen Wochenende wohl weiter Spielpraxis bei der zweiten Mannschaft sammeln.