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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 1


Schwächephase nach der Halbzeitpause

Foto: Archiv/Horst Dömötör

Mit 27:32 (10:14) haben die Handballer des SV Kornwestheim ihr Drittligaspiel bei der SG Nußloch verloren. Es war eine deutliche Pleite gegen einen Kontrahenten, gegen den man sich in sämtlichen bisherigen Partien schadlos gehalten hatte. „Wir haben technische Fehler produziert ohne Ende und zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, lautete Coach Hans Christensens Fazit. Schnell – es war noch keine Minute gespielt – lag der SV Kornwestheim in der Nußlocher Olympiahalle mit 0:2 zurück. Und in der fünften Spielminute hieß es bereits 4:1 für die Hausherren. Grund genug für Hans Christensen, eine erste Auszeit zu nehmen. Doch auch danach kam der SVK nicht so wirklich ran an den Tabellendritten, der die Führung über die gesamte erste Hälfte inne hatte. Nach Fabian Kugels 7:8 (12.) betrug der Kornwestheimer Rückstand letztmals weniger als zwei Tore. Zum Ende des ersten Durchgangs enteilten die Gastgeber dem Christensen-Team sogar auf 10:14. Doch nach dem Wechsel nahm das Unheil seinen Lauf. Zwar nicht unmittelbar, denn in der 35. Minute verkürzte Marco Kolotuschkin noch auf 14:17 aus Kornwestheimer Sicht. Doch dann startete die SG Nußloch zu einem Vier-Tore-Zwischensprint, welcher den Gästen bis zum 14:20 durch Adrian Fritsch (40. Minute) den Zahn zog. „Da verballern wir drei, vier hundertprozentige Chancen und bekommen im Gegenzug jedes Mal ein Tor. Das hat uns das Genick gebrochen“, so Christensen. Nach 46 Minuten und dem zweiten Treffer von SVK-Neuzugang Hendrik Schoeneck hieß es bereits 18:25 aus Kornwestheimer Warte, die Messe war gelesen. Da tat auch die Hinausstellung von Fabian Kugel nach dessen dritter Zwei-Minuten-Zeitstrafe nichts mehr zur Sache (50.). Auch der Versuch, mit einer 3:3-Deckung den Gegner zu stören, war nicht von Erfolg gekrönt. Zu oft waren vor allem die beiden Nußlocher Rückraum-Akteure Pierre Freudl (7), Adrian Fritsch (8) und Simon Kuch (6) zu erfolgreichen Torabschlüssen gekommen. Das Trio verbuchte 21 der 32 Nußlocher Treffer. „Nußloch war uns heute kämpferisch überlegen, und vor allem waren sie einfach effizienter und hatten auch einen wirklich starken Torwart. Sie haben völlig verdient gewonnen“, fasste Christensen nach der Partie zusammen. Irgendwann seien so die Köpfe bei seinen Spielern nach unten gegangen. Mit dem Ergebnis ist der SV Kornwestheim auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Am Samstag, 27. Februar, hat das Christensen-Team allerdings die Chance, wieder Boden gutzumachen im Kampf um die Klasse: Dann gastiert um 20 Uhr der Tabellensechste TSB Heilbronn-Horkheim in der Osthalle. Vielleicht stoßen dann bereits die lange verletzten Hans Jungwirth und Marco Bahmann wieder zum Kader. Beide hatten im Spiel der zweiten SVK-Mannschaft gegen HB Ludwigsburg ihr Comeback gegeben (siehe „Unentschieden hilft dem SV Kornwestheim 2 nur teilweise weiter“).

Auf den SVK wartet das nächste Spitzenteam

Rechtsaußen Peter Jungwirth: gegen Konstanz mit elf Toren treffsicherster Kornwestheimer.
(Foto: Archiv/Horst Dömötör)

Wie schön es wäre, wenn seine Mannschaft einfach so weitermachen könnte? „Sehr schön natürlich“, antwortet SVK-Trainer Hans Christensen. Denn nach dem fulminanten 33:27-Sieg gegen den monatelang ungeschlagenen Tabellenführer HSG Konstanz steht für das Kornwestheimer Drittligateam am Sonntag schon das nächste Topspiel an. Um 17 Uhr wartet der Drittplatzierte SG Nußloch auf Christensens abstiegsbedrohte Mannschaft. Es ist ein Gegner, der dem SVK offensichtlich liegt. Genauer gesagt: Kornwestheim hat alle drei bisherigen Partien gegen die Nordbadener gewonnen, auch das Spiel in der Hinrunde. „Das wird die SG ändern wollen“, ist sich Christensen sicher. Zumal Nußloch 2016 in vier Spielen lediglich zwei Unentschieden und zwei Niederlagen verbuchen konnte. Ausgerechnet gegen den SVK soll nun der erste Sieg her. „Es wird schwer genug für uns“, sagt Christensen, „es war auch gegen Konstanz schwer genug.“ Allerdings verspüre seine Mannschaft keinen Druck – was angesichts der Tabellensituation mit einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsränge dann doch eine Trainerfloskel sein dürfte. Fakt ist hingegen: Der Gegner plagt sich mit einigen verletzten Akteuren. „Aber trotzdem: die ersten sieben, acht sind schon ein Pfund in der 3. Liga“, so Christensen. Ein Pfund war auf Kornwestheimer Seite auch der Einstand von Neuzugang Hendrik Schoeneck. Aber: die fünf Tore, die der 22-jährige Rückraumspieler gegen Konstanz erzielte, erfreuten Hans Christensen zwar, der Coach will den Einstand jedoch nicht überbewerten. „Er hat sich gut eingefunden, aber das erste Spiel ist immer das einfachste. Da hat dich noch niemand auf der Rechnung.“ Doch aller Tiefstapelei zum Trotz: der 1,99 Meter große Neue von der SG BBM Bietigheim 2 präsentierte sich als echte Verstärkung, unter anderem im Block und als Distanzschütze. „Wir müssen schauen, dass der Gegner viel arbeiten muss, wir müssen ihn ständig beschäftigen“, sagt Christensen. Dann habe sein SVK eine Chance, auch ein viertes Mal zu gewinnen. Denn immerhin gehe es gegen eine Mannschaft, die bereits seit einigen Jahren in ihrer jetzigen Form zusammenspielt. Personell ist beim SV Kornwestheim vor dem Spiel in Nußloch alles im Lot. Und bald kommen sogar weitere Alternativen hinzu. Die beiden bisherigen Langzeitverletzten, Kreisläufer Hans Jungwirth und Rechtsaußen Marco Bahmann, werden aller Voraussicht nach am Wochenende in der zweiten Mannschaft des SVK mitwirken können. Das Spiel gegen HB Ludwigsburg wäre für beide der erste Gehversuch in Pflichtspielen nach mehreren Monaten Ausfallzeit

SVK gelingt die nächste Sensation

Peter Jungwirth entwischt den Spielern vom Ligaprimus HSG Konstanz und erzielt kurz darauf eines seiner elf Tore.
(Foto: Horst Dömötör)

Die Handballer des SV Kornwestheim bleiben in der 3. Liga Süd ein Mysterium. Nur zwei Wochen nach ihrem miserablen Auftritt und der klaren 27:37-Heimniederlage gegen den Aufsteiger TSG Haßloch ist der Sieben von Trainer Hans Christensen am Samstagabend vor 550 Zuschauern in der Osthalle nach den Siegen beim Tabellenzweiten und gegen den Tabellendritten in der Hinrunde die dritte Sensation der Saison geglückt. Die SVKler bezwangen zum ersten Mal überhaupt die HSG Konstanz – und das mit 33:27 (13:11) auch noch überdeutlich. Die Gäste vom Bodensee hatten zuvor die Tabelle mit 33:5 Punkten souverän angeführt und seit dem 3. Oktober in 14 Punktspielen keine einzige Niederlage mehr kassiert. In den SVK-Trikots schienen diesmal andere Spieler zu stecken als beim vorherigen Punktspiel. Die effektiv zupackende, dabei aber nicht unfair agierende Kornwestheimer Abwehr stand felsenfest und im Angriff verwerteten die Aktiven mit einer hohen Trefferquote die heraus­gespielten Tormöglichkeiten. Dabei hat es personell nur eine einzige Veränderung gegeben: Der von der zweiten Mannschaft der SG BBM Bietigheim verpflichtete Hendrik Schoeneck stand in der Startsieben und trat gleich so auf, als würde er schon seit Jahren zur Mannschaft gehören (siehe nebenstehender Artikel). Aber auch seine neuen Mitspieler überraschten den Ligaprimus aus Konstanz und die Zuschauer. Die enorme Leistungssteigerung beim SVK fing bereits zwischen den Pfosten an. Torwart Tobias Tauterat parierte bereits nach zweieinhalb Minuten einen Siebenmeter von Paul Kaletsch, der immerhin der zweitbeste Torschütze der Liga ist. In der ersten Halbzeit folgten noch sieben weitere starke Paraden des Kornwestheimer Mannschaftskapitäns, der insgesamt in der Partie auf 17 parierte Bälle kam. Genauso viele Paraden zeigten zwar auch die ebenfalls stark spielenden Kon­stanzer Torhüter Konstantin Poltrum und Stefan Hanemann, aber insgesamt agierte die Abwehr der Gastgeber deutlich besser als die des Tabellenführers, der sich zudem ungewohnte technische Fehler bei seinen Angriffsbemühungen leistete. Ein Beleg für die faire Abwehrarbeit des SVK ist die Zeitstrafenbilanz. Während die Gastgeber nur zwei Minuten lang nicht vollzählig waren, gab es für die HSG vier Zeitstrafen. Nach zwölf Minuten führte der SVK bereits mit 6:3 und ließ sich auch nicht durch den 7:8-Rückstand fünf Minuten später aus dem Konzept bringen. Nur noch einmal – beim 9:10 in der 23. Minute – sollte der SVK hinten liegen. Danach ging es über 12:10 (25.) mit einer 13:11-Führung in die Kabine. Nach dem Wiederanpfiff leistete sich die Christensen-Sieben keine Schwächephase mehr. Über 14:11 (32.), 17:13 (35.) und 20:15 (40.) wurde der Vorsprung ausgebaut. Als die Kornwestheimer den Abstand vom 24:19 in der 46. Minute binnen drei Minuten auf 27:19 erhöht hatten, wurde langsam klar, dass die Sensation wahr werden würde. Die Gäste gaben zwar niemals auf und bis zum Schlusspfiff Gas. Näher als bis auf fünf Tore beim 29:24 (55.) per Tempogegenstoß kamen sie aber nicht mehr heran. Nach dem 33:27-Endergebnis tanzten die SVK-Spieler ausgelassen und drehten dann noch eine Ehrenrunde am Spielfeldrand, wobei sie die Fans abklatschten. Eine einleuchtende Erklärung für die Leistungssteigerung des SVK, der mit dem Sieg die Abstiegszone verlassen hat, gab Trainer Hans Christensen nach der Partie nicht: „Beim letzten Mal war eben Fasching, und wir hatten jetzt zwei Wochen Zeit, um ein paar Sachen zu besprechen und gut zu trainieren.“ Der Sieg sei verdient, weil sein Team mehr investiert sowie Mut und Herz gezeigt habe. „Trotzdem hätte ich lieber letztes Mal zwei Punkte gehabt – und diesmal auch“, fügte er hinzu. Auch Daniel Eblen, der bereits seit März 2004 die HSG Konstanz trainiert, lobte die SVKler überschwänglich: „So wie sie heute gespielt haben, werden sie nie absteigen

Gegen die HSG fehlt noch ein Sieg

Eigentlich sind die Rollen vor dem Drittliga-Punktspiel des SV Kornwestheim gegen die HSG Konstanz am Samstag um 20 Uhr in der Sporthalle Ost klar verteilt. Die Gastgeber haben alle bisherigen drei Spiele in diesem Jahr verloren und stehen auf einem Abstiegsplatz. Die HSG Konstanz hingegen hat in dieser Saison von bisher 19 Spielen nur zwei verloren und ist seit dem 3. Oktober ungeschlagen, als es ein 27:31 gegen Horkheim gab. In den bisherigen Duellen mit dem Team vom Bodensee ist der SVK zuletzt viermal als Verlierer vom Feld gegangen. Nur einmal – am 7. Dezember 2013 – gelang in der Osthalle wenigstens ein 26:26-Unentschieden. Wenn es beim Handball immer nur nach der Statistik gehen würde, dann stünde der Gewinner der Partie also von vornherein fest. Aber die Sieben von Trainer Hans Christensen hat in dieser Saison schon mehrmals bewiesen, dass sie gerade gegen die starken Mannschaften der Liga für Überraschungen gut ist. In der Hinrunde gewann sie mit 31:29 beim Tabellenzweiten SG Leutershausen und schlug den Tabellendritten SG Nußloch mit 30:29. Der jüngste Auftritt des SVK-Teams vor zwei Wochen in der Osthalle beim 27:37 gegen den direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, TSG Haßloch, dämpft gleichwohl die Hoffnungen auf einen weiteren Husarenstreich. „Alle Spieler sind sich bewusst, dass es so nicht weitergehen kann“, sagt Hans Christensen. „Jeder weiß, dass er eine Schippe drauf legen muss.“ Schon nach der Niederlage gegen Haßloch hatte der SVK-Trainer angekündigt, dass er sich etwas überlegen werde. „Ich habe auch reagiert“, sagt er auf Anfrage. Wie genau, das behalte er aber für sich. „Vielleicht kann man es ja am Samstag sehen.“ Auf alle Fälle wolle sein Team besser verteidigen als zuletzt und versuchen, die eigenen Tore einfacher zu erzielen. Die Stimmung in der Mannschaft sei jedenfalls gut – „und wir haben gut trainiert“. Eine Überraschung sei nicht unmöglich. „Das hat die Vergangenheit gezeigt.“ Dafür müsse sein Team allerdings einen richtig guten Tag und die HSG Konstanz keinen so guten haben. Auch der Tabellenführer sei keine Übermannschaft, trete aber „enorm stabil“ auf und mache weniger Fehler als die anderen Teams. Die Konstanzer seien zudem sehr schwer auszurechnen. Mit Paul Kaletsch, mit bisher 141 Saisontoren der zweitbeste Schütze der Liga, Mathias Riedel (bisher 95 Tore) und Fabian Schlaich (85) stehen gleich drei HSG-Spieler unter den besten 20 der Liga, während der SVK mit Peter Jungwirth (124) nur einen stellt. Dafür ist der SVK gerade auf einem guten Weg zur Bestbesetzung. Selbst die Langzeitverletzten Hans Jungwirth und Marco Bahmann trainieren inzwischen wieder vollständig mit. Für einen Einsatz im Wettkampf ist es aber noch zu früh. Schon jetzt liegt aber die Spielberechtigung für Hendrik Schoeneck vor, der ursprünglich erst für die kommende Runde als Neuzugang eingeplant war. „Wir brauchen ihn aber als Verstärkung für die Rückrunde“, sagt SVK-Abteilungsleiterin Daniela Assmann und dankt Schoenecks bisherigem Verein SG BBM Bietigheim für die frühere Freigabe des Rückraumspielers.

SVK rutscht in die Abstiegszone zurück

Die Kornwestheimer verlieren ihr Heimspiel gegen Haßloch 27:37. Oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen“, haben am Samstagabend beim Drittliga-Handballspiel des SVK gegen den Aufsteiger TSG Haßloch einige der 550 Zuschauer auf der Tribüne gesungen. Die lautstarke Feier haben jedoch keine Kornwestheimer, sondern die angereisten Gäste-fans aus der Pfalz initiiert. Mit dem 27:37sind die Haßlocher nicht nur zu ihrem allerersten Auswärtserfolg der Saison gekommen. Sie tauschen damit auch mit dem SV Kornwestheim die Tabellenplätze, womit nun die Sieben von Hans Christensen auf einem Abstiegsrang steht. Der SVK-Trainer war nach den 60Spielminuten ebenso schockiert wie ratlos. „Ich danke den Zuschauern, die da waren und entschuldige mich zugleich für diese Leistung“, sagte Hans Christensen. Nach der Niederlage gegen die HC Oppenweiler/Backnang vor zwei Wochen sei es bereits das zweite Mal, dass „wir uns zuhause abschlachten lassen“. Bei der Ursachensuche für die deutliche Heimpleitetat sich der SVK-Coach am Samstagabend noch schwer. „Schuld hat meistens der Trainer, denn der stellt die Mannschaft auf. Wir haben nicht umsetzen können, was wir vorbereitet haben. Ich werde nun gut überlegen, wie es weitergehen soll. “Auf jeden Fall werde es in der dritten Liga nicht mit Hans Christensen als Spieler auf dem Feld weitergehen, nachdem der Däne zuletzt bereits zwei Einsätze als Abwehrspieler in der Landesliga-Truppe des SVK absolviert hatte. „Das will keiner sehen. Und das wird auch nicht passieren.“ Auch wenn die Defensive des SVK gegen Haßloch alles andere als gut stand. Beim direkten Wettstreit um den ersten Nicht-Abstiegsplatz sind der SVK und die TSG Haßloch fast über die komplette erste Halbzeit gleichauf gewesen. Nur ein einziges Mal – beim 6:8 in der 14. Minute –gelang es bis kurz vor der Pausensirene einer Mannschaft, mit mehr als einem Tor Abstand in Führung zu gehen. Beide Teams leisteten sich bei ihren Angriffen einige technische Fehler. Erschwerend kam beim SVK hinzu, dass die Angreifer über die gesamte Spielzeit mit insgesamt18 Würfen an Gästetorwart Daniel Schlingmann scheiterten. Zwei Minuten vor der Halbzeit gelang Fabian Kugel per Kempa-Trick der 16:16-Ausgleich. Diesbrachte den Gastgebern aber keineswegs einen Schub. Kevin Seelos mit zwei Treffern und Steffen Dietz per Tempogegenstoß sorgten statt dessen noch für den16:19-Rückstand zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel lief beim SVK noch weniger zusammen. Die Abspielfehler und Fehlwürfe häuften sich zunehmend, während die Abwehr immer mehr Lücken aufwies. Die Haßlocher, die über die gesamte Partie mehr Kampfstärke, mehr Tempo, mehr Bewegung und auch mehr Nervenstärke zeigten als die Gastgeber, wussten dies zu nutzen. Sie bauten in der zweiten Halbzeit ihren Vorsprung kontinuierlich aus – über 16:20 in der 33.Minute, 18:24 in der 38. Minute bis zum 20:27 in der 43. Minute. In der 51. Minute kam der SVK beim 24:29 durch Florian Assmann noch einmal bis auf fünf Tore heran. Nach dem 25:30 durch Rechtsaußen Peter Jungwirth in der 52. Minute gelang den Gastgebern aber im Angriff fast überhaupt nichts mehr. SVK-Trainer Hans Christensen konnte auswechseln,wie er wollte, zumal kaum einer seiner Schützlinge Normalform zeigte. Für die Gäste wurden die letzten Minuten hingegen zum Schaulaufen. Ihre Fans auf der Tribüne bejubelten nun jeden weiteren Treffer frenetisch bis zum 27:37. Zum Spieler des Abends wählte Chris-tensen Neuzugang Simon Lorenz, dem er in der ersten Halbzeit viel Einsatzzeit gegeben hatte. „Wenn ich ein schlauer Trainer wäre, hätte ich ihn nach der Pause weiterspielen lassen. Das habe ich aber leider nicht.“ Nun sei er froh, dass der SVK im nächsten Punktspiel am 13. Februar auf den Tabellenführer HSG Konstanz treffe. „Da können wir frei aufspielen und werden bestimmt gewinnen.“ SV Kornwestheim Beutel, Tauterat (31. bis 46. Minute) – Wolf (6), P. Jungwirth (6/4), Schopf (5), Kugel (4), Lorenz (2), Gabriel (2/1), F. Assmann (1), Kolotuschkin (1), Pflugfelder, Schaffert, Tinti, Flügel

SVK rutscht in die Abstiegszone zurück

Die Kornwestheimer verlieren ihr Heimspiel gegen Haßloch 27:37. Oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen“, haben am Samstagabend beim Drittliga-Handballspiel des SVK gegen den Aufsteiger TSG Haßloch einige der 550 Zuschau-er auf der Tribüne gesungen. Die lautstarke Feier haben jedoch keine Kornwestheimer, sondern die angereisten Gäste-fans aus der Pfalz initiiert. Mit dem 27:37sind die Haßlocher nicht nur zu ihrem allerersten Auswärtserfolg der Saison gekommen. Sie tauschen damit auch mit dem SV Kornwestheim die Tabellenplätze, womit nun die Sieben von Hans Christensen auf einem Abstiegsrang steht. Der SVK-Trainer war nach den 60Spielminuten ebenso schockiert wie ratlos. „Ich danke den Zuschauern, die da waren und entschuldige mich zugleich für diese Leistung“, sagte Hans Christensen. Nach der Niederlage gegen die HC Oppenweiler/Backnang vor zwei Wochen sei es bereits das zweite Mal, dass „wir uns zuhause abschlachten lassen“. Bei der Ursachensuche für die deutliche Heimpleitetat sich der SVK-Coach am Samstagabend noch schwer. „Schuld hat meistens der Trainer, denn der stellt die Mannschaft auf. Wir haben nicht umsetzen können, was wir vorbereitet haben. Ich werde nun gut überlegen, wie es weitergehen soll. “Auf jeden Fall werde es in der dritten Liga nicht mit Hans Christensen als Spieler auf dem Feld weitergehen, nachdem der Däne zuletzt bereits zwei Einsätze als Abwehrspieler in der Landesliga-Truppe des SVK absolviert hatte. „Das will keiner sehen. Und das wird auch nicht passieren.“ Auch wenn die Defensive des SVK gegen Haßloch alles andere als gut stand. Beim direkten Wettstreit um den ersten Nicht-Abstiegsplatz sind der SVK und die TSG Haßloch fast über die komplette erste Halbzeit gleichauf gewesen. Nur ein einziges Mal – beim 6:8 in der 14. Minute –gelang es bis kurz vor der Pausensirene einer Mannschaft, mit mehr als einem Tor Abstand in Führung zu gehen. Beide Teams leisteten sich bei ihren Angriffen einige technische Fehler. Erschwerend kam beim SVK hinzu, dass die Angreifer über die gesamte Spielzeit mit insgesamt18 Würfen an Gästetorwart Daniel Schlingmann scheiterten. Zwei Minuten vor der Halbzeit gelang Fabian Kugel per Kempa-Trick der 16:16-Ausgleich. Diesbrachte den Gastgebern aber keineswegs einen Schub. Kevin Seelos mit zwei Treffern und Steffen Dietz per Tempogegenstoß sorgten statt dessen noch für den16:19-Rückstand zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel lief beim SVK noch weniger zusammen. Die Abspielfehler und Fehlwürfe häuften sich zunehmend, während die Abwehr immer mehr Lücken aufwies. Die Haßlocher, die über die gesamte Partie mehr Kampfstärke, mehr Tempo, mehr Bewegung und auch mehr Nervenstärke zeigten als die Gastgeber, wussten dies zu nutzen. Sie bauten in der zweiten Halbzeit ihren Vorsprung kontinuierlich aus – über 16:20 in der 33.Minute, 18:24 in der 38. Minute bis zum 20:27 in der 43. Minute. In der 51. Minute kam der SVK beim 24:29 durch Florian Assmann noch einmal bis auf fünf Tore heran. Nach dem 25:30 durch Rechtsaußen Peter Jungwirth in der 52. Minute gelang den Gastgebern aber im Angriff fast überhaupt nichts mehr. SVK-Trainer Hans Christensen konnte auswechseln,wie er wollte, zumal kaum einer seiner Schützlinge Normalform zeigte. Für die Gäste wurden die letzten Minuten hingegen zum Schaulaufen. Ihre Fans auf der Tribüne bejubelten nun jeden weiteren Treffer frenetisch bis zum 27:37. Zum Spieler des Abends wählte Chris-tensen Neuzugang Simon Lorenz, dem er in der ersten Halbzeit viel Einsatzzeit gegeben hatte. „Wenn ich ein schlauer Trainer wäre, hätte ich ihn nach der Pause weiterspielen lassen. Das habe ich aber leider nicht.“ Nun sei er froh, dass der SVK im nächsten Punktspiel am 13. Februar auf den Tabellenführer HSG Konstanz treffe. „Da können wir frei aufspielen und werden bestimmt gewinnen.“ SV Kornwestheim Beutel, Tauterat (31. bis 46. Minute) – Wolf (6), P. Jungwirth (6/4), Schopf (5), Kugel (4), Lorenz (2), Gabriel (2/1), F. Assmann (1), Kolotuschkin (1), Pflugfelder, Schaffert, Tinti, Flügel

Beide wollen unbedingt punkten

Am Samstagabend will der SVK um Dominic Schaffert im dritten Anlauf den ersten Sieg des Jahres 2016 landen.
(Foto: Archiv/Ralf Porkert)

In der Sporthalle Ost steht am morgigen Samstag um 20 Uhr eines der wichtigeren Spiele für den SV Kornwestheim auf dem Programm. Die Sieben von Trainer Hans Christensen steht derzeit in der 3. Liga Süd auf Platz 13, der am Saisonende gerade noch den Klassenverbleib ermöglicht. Nur einen Rang und zwei Zähler dahinter folgt das Aufstiegsteam von der TSG Haßloch. Und die Pfälzer um Trainer Admir Kalabic, der noch in der vergangenen Runde den Liganeuling SG Nußloch gleich auf den zweiten Platz führte, wollen mit einem Auswärtssieg mit dem SVK die Plätze tauschen. Das Hinspiel am 19. September gegen den SVK hatten die Haßlocher mit 24:19 noch klar für sich entschieden. Allerdings hatten in der Partie beim SVK unter anderem Torwart Tobias Tauterat und Rechtsaußen Peter Jungwirth gefehlt. Das war aus Sicht von Trainer Christensen aber nicht der Grund für die Niederlage: „Wir haben in Haßloch etliche richtig gute Torchancen ausgelassen.“ Vor dem Rückspiel am Samstag wissen alle Spieler, „worum es geht, dass wir Druck haben und es nicht leicht wird“, so Christensen. Er warnt seine Schützlinge aber eindringlich davor, sich zu viele Gedanken über die Situation zu machen. „Wer während der Partie nachdenkt, hat schon verloren. Es geht nur ums Spielen und Kämpfen.“ Ein hartes Stück Arbeit liege vor der SVK-Mannschaft. Sich in ein Spiel hineinkämpfen – das ist eine der Spezialitäten der TSG Haßloch. Bei ihrer jüngsten 24:27-Heimniederlage gegen Spitzenreiter HSG Konstanz lagen die Pfälzer nach acht Minuten bereits mit 1:6 in Rückstand, um nach der Pause in der 40. Minute sensationell mit 18:15 zu führen. Auch beim 25:25 beim TV Hochdorf eine Woche zuvor hatte die Kalabic-Sieben schon mit 2:8 und nach dem Halbzeit mit 12:17 zurückgelegen. Zwar fehlt dem Team aus Haßloch ein absoluter Toptorjäger. Aber um Peter Masica, Kevin Seelos und Kai Zimmermann verfügt der Verein über ein „gutes Kollektiv“, weiß der SVK-Trainer. „Auch der Torwart und die Abwehr sind stark. Da müssen wir diszipliniert spielen und Mut zeigen.“ Die Pfälzer können bei ihrem Auswärtsspiel zudem mit lautstarker Unterstützung rechnen, zumal eigens ein Doppeldecker-Fanbus nach Kornwestheim fahren wird. Abgesehen von den Langzeitverletzten Hans Jungwirth und Marco Bahmann sind beim SVK voraussichtlich wieder alle Spieler fit. Bei den Kreisläufern Marco Kolotuschkin und Florian Assmann sind die Erkrankungen wieder vollständig abgeklungen. Über den direkten Vergleich mit Haßloch, der bei Punktgleichheit über den Tabellenplatz entscheidet, denkt Christensen nicht nach. „Wir haben bisher noch nie eine Mannschaft an die Wand gespielt. Es geht am Samstag nur ums Gewinnen.“

SVK leistet sich eine Schwächephase zu viel

Simon Lorenz’ (am Ball) zwei Tore gegen Köndringen-Teningen verhelfen dem SVK nicht zum Sieg. (Foto: Ralf Porkert)

Insgesamt sei es einfach „doof gelaufen“, sagt der SVK-Trainer Hans Christensen. Sein Team hat das Auswärtsspiel bei der SG Köndringen-Teningen mit 28:30 (13:16) verloren. Durch die zweite Niederlage in Folge – vor Wochenfrist hatte es eine 23:26-Heimpleite gegen die SG Oppenweiler-Backnang gegeben – rutscht der SV Kornwestheim wieder bedrohlich in Richtung Tabellenende der 3. Liga. Aktuell liegt der SVK auf Rang 13. Eigentlich begann das Gastspiel in Südbaden gar nicht schlecht aus Sicht der Kornwestheimer. Dominic Schaffert traf zur 2:0-Führung (3.), doch die Hausherren glichen rasch wieder aus. Bis zur 16. Minute war die Begegnung im Anschluss eine absolut ausgeglichene Angelegenheit. Zu diesem Augenblick stand es 10:10, zuvor hatte sich keine Mannschaft wirklich absetzen können. Doch genau das gelang ab der 17. Minute der SG Köndringen-Teningen. Nur rund sechs Zeigerumdrehungen brauchte der Tabellenzehnte, um zu einem Fünf-Tore-Vorsprung zu kommen. „In dieser Phase haben wir einige Bälle weggeworfen, und dann war es schon passiert“, so Christensen. Zwar verkürzte seine Mannschaft bis zur Halbzeitsirene auf 13:16, dennoch ging es für den SVK mit einem eigentlich unnötigen Rückstand in die Pause. Doch unmittelbar nach dem Seitenwechsel keimte wieder Hoffnung auf in Reihen der Kornwestheimer. Christopher Tinti und Marco Kolotuschkin verkürzten bis zur 32. Minute auf 15:16. Doch dann folgte ein ganz ähnliches Szenario wie in Halbzeit eins: Der SVK machte Fehler in der Offensive, die SG Köndringen-Teningen kam zu Toren. Und wieder waren es fünf an der Zahl, nur brauchten die Gastgeber dafür diesmal lediglich gute zweieinhalb Minuten. So hieß es nach exakt 35 Minuten und 43 Sekunden plötzlich 20:15 für die Badener, was Hans Christensen früh Grund für eine Auszeit gab. Diesem Rückstand lief der SV Kornwestheim nun hinterher, und kam tatsächlich in der 42. Minute durch einen Treffer von Dominic Schaffert wieder auf zwei Tore heran. Bis zur 46. Minute sollte sich dank zweier Siebenmetertore des Kornwestheimer Topscorers Peter Jungwirth (insgesamt zwölf Tore) am Abstand nichts Großartiges ändern. Doch dann kassierten kurz hintereinander sowohl Schaffert als auch Kevin Wolf eine Zeitstrafe, so dass Köndringen-Teningen durch Überzahltreffer von Lukas Zank und Felix Zipf auf 21:26 aus Sicht des SVK davonzog. Allerdings: Kornwestheim steckte nie auf. „Ich kann niemandem etwas ankreiden“, sagt Hans Christensen. In der 52. Minute kam der SVK durch einen Treffer von Simon Lorenz wieder auf zwei Tore heran. Doch zu mehr sollte es nicht mehr reichen. Auch weil die Chance, knappe zwei Minuten vor Schluss den 29:30-Anschluss zu erzielen, zwar vorhanden war – aber vergeben wurde. „Wir haben noch einmal alles versucht und auf Manndeckung umgestellt, aber es hat nichts mehr geholfen“, so der Coach, der sich zudem noch über einige Abpraller ärgerte, die schnurstracks zum Gegner gelangten. „Da kannst du dann eben nichts machen“, so die nüchterne Analyse. Somit wird es nun immer schwieriger für den SVK. „Wir brauchen noch mindestens zwölf bis 14 Punkte“, kündigt Christensen an. Und nun steht seinem Team ein echtes Endspiel ins Haus. Am Samstag, 30. Januar, tritt der SV Kornwestheim gegen den Tabellen-14. TSG Haßloch an. Zwei Zähler trennen die Teams, das Hinspiel hat der SVK mit 19:24 verloren. „Wir müssen gewinnen, egal wie“, so der Coach.

Zwei eingeplante Zähler fehlen

Das Hinspiel gegen die SG Könringen/Teningen hat der SVK mit 23:29 verloren.
(Foto: Archiv/Ralf Porkert)

Im jüngsten Heimspiel der Drittliga-Handballer des SV Kornwestheim gegen den HC Oppenweiler/Backnang hatte Trainer Hans Christensen zwei Punkte eingeplant. Statt dessen gab es jedoch eine 23:26-Heimniederlage in der Osthalle, die die Kornwestheimer auf Tabellenplatz 13 zurückwarf. Am morgigen Samstag um 20 Uhr muss der SVK bei der mit 15:19 Zählern punktgleichen SG Köndringen/Teningen antreten. In den vergangenen beiden Spielzeiten gab es in Südbaden für den SVK mit 29:35 und 31:35 jeweils nichts zu holen. Daher hat Christensen auch keine Punkte von dem Gastspiel in seine Saisonplanung eingerechnet. Die jüngste Niederlage ändert jedoch die Pläne: „Da fest eingeplante Punkte auf unserem Konto fehlen, müssen wir gucken, dass wir die Zähler woanders holen.“ Am liebsten direkt beim Gastspiel in Teningen. „Das wird aber auf jeden Fall schwer.“ Schon das Hinspiel in der Osthalle haben die Kornwestheimer gegen den Drittliga-Dauerbrenner aus Südbaden mit 23:29 deutlich verloren. „Da war Marco Kolotuschkin krank. Peter Jungwirth hat sich schon nach sieben Minuten verletzt und konnte nicht mehr weiterspielen. Und die anderen wussten nicht mehr, dass sie auch ohne Peter spielen können“, erinnert sich Hans Christensen. Auch diesmal ist Marco Kolotuschkin krank – ebenso wie der auch am Kreis agierende Florian Assmann. Beide werden aber nach Teningen mitreisen und vor Ort entscheiden, ob sie einsatzfähig sind. Zumal auch weiterhin Hans Jungwirth und Marco Bahmann verletzt ausfallen, würden im schlimmsten Fall gleich drei Kreisläufer fehlen. „Tim Schopf kann aber auch am Kreis spielen“, stellt der SVK-Coach fest, der von vornherein keine Entschuldigungen zulässt. „Für das Ergebnis des Spiels sind nicht die Verletzten, sondern diejenigen verantwortlich, die spielen. Die müssen dann eben mehr machen.“ Wie gegen Oppenweiler rechnet der Trainer auch in Teningen mit einem „harten Kampf“ und hofft, dass „wir uns wehren und uns nicht wieder so einfach stoppen lassen wie zuletzt in der zweiten Halbzeit“. Gegen Oppenweiler habe sein Team zudem zu viele Torchancen liegen gelassen. Für das Verwerten von Torchancen hat die SG gleich mehrere Spezialisten. Mit Pascal Bührer (bisher 102 Saisontore, darunter 53 per Siebenmeter), Felix Zipf (86), Kreisläufer Chris Berchtenbreiter (78 Saisontore, darunter allein neun beim jüngsten 30:32 der SG beim Ligaprimus HSG Konstanz) und Felix Gäßler (71 Saisontore) stehen gleich vier Spieler unter den 25 besten Torschützen der Liga. Bei den Südbadenern sieht Hans Christensen viele Qualitäten. Die SG verfüge über eine gute Abwehr, Konterstärke, ein eingespieltes und heimstarkes Team, das wenig Fehler mache und einen guten Torwart. „Wir müssen sehr diszipliniert spielen und versuchen, denen den Schneid abzukaufen. Ich freue mich auf das Spiel

Zehn Treffer nach der Pause sind nicht genug

Die Sporthalle Ost ist am Freitagabend mit rund 800 Zuschauern wieder so voll gewesen wie in vergangenen Zweitliga-Zeiten. Auch die Stimmung war famos. Das Ergebnis der Begegnung machte indes nur die Gäste froh. Nach einer Serie von zuletzt acht Niederlagen in Folge feierte der Oberliga-Aufsteiger ausgerechnet in Kornwestheim wieder sein erstes Erfolgserlebnis. Im Hinspiel in Oppenweiler waren beim 28:27 noch beide Punkte an die Sieben von Trainer Hans Christensen gegangen, die in der Tabelle auf Platz 13 abrutscht. Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung des SVK auf einen Abstiegsrang – gleichzeitig ist aber auch der siebte Rang nur einen Zähler entfernt. In der ersten Halbzeit stellten die Gastgeber eindeutig das bessere Team und hätten zur Pause deutlicher als nur mit 13:12 führen können. In der ersten Spielhälfte zeigte die Christensen-Sieben nur in den ersten fünf Minuten Schwächen und geriet nach dem 1:0 nach 28 Sekunden durch Kevin Wolf nach mehreren schwachen Torabschlüssen mit 1:4 in Rückstand. Bereits in der 9. Minute war dies jedoch wieder ausgebügelt, als Peter Jungwirth das 4:4 erzielte. Er hätte direkt per Tempogegenstoß nachlegen können, traf jedoch nur die Unterkante der Torlatte. Denis Gabriel holte in der 11. Minute das 5:4 nach. Fortan ging der SVK in einem sehr hart und emotional geführten Spiel stets in Führung, und Oppenweiler glich bis zum 8:8 (20.) wieder aus. Fünf Minuten später hatte sich der SVK beim 12:9 erstmals um drei Tore abgesetzt. Nach dem 13:10 kam Oppenweiler jedoch fünf Sekunden vor der Halbzeitsirene noch zum 13:12-Anschluss. Die ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit verliefen wie der Beginn der Partie. Die SVK-Angreifer scheiterten an Torwart Thomas Fink oder an ihren Nerven. Die Folge: in der 35. Minute lag Kornwestheim 14:17 hinten. Diesmal ließ jedoch – anders als in Hälfte eins – die Wende zum Besseren auf sich warten. Nicht nur die SVK-Trikots hielten dem ständigen Zerren und Zupfen der Gäste zunehmend weniger stand – auch die Spieler kamen mit der Härte von Oppenweiler immer schlechter zurecht. Und dass in der 40. Minute im Gästetor Thomas Fink Platz für Stefan Merzbacher machte, war für den SVK ebenso wenig von Vorteil wie das Comeback von Benjamin Röhrle, der mit sechs Treffern zum besten Torschützen der Partie wurde. Ihn bekam die SVK-Abwehr ebenso wenig in den Griff wie Jonas Frank (5 Tore). Nach weiteren Fehlversuchen in der SVK-Offensive setzte sich Oppenweiler bis zur 43. Minute beim 17:22 auf fünf Tore ab. In der 49. Minute hatte Peter Jungwirth dann zum zweiten Mal in der Partie Pech: diesmal traf er von Rechtsaußen nur das Lattenkreuz. Es wäre das 19:22 gewesen, das dann aber eine Minute später durch Kevin Wolf fiel. Ein gehaltener Röhrle-Siebenmeter durch den eingewechselten Felix Beutel hätte in der 51. Minute noch einmal eine Initialzündung zur Wende werden können. Aber im direkten Anschluss hatte Peter Jungwirth mit einem Pfostentreffer zum dritten Mal Pech. Näher als bis auf zwei Tore beim 21:23 (55.) kam der SVK nicht mehr heran. Da es zwei Minuten später 21:25 stand, nutzten den Gastgebern auch die kurz darauf folgenden Roten Karten für Tobias Hold (rüdes Foul an Christopher Tinti) und Chris Hellerich (dritte Zwei-Minuten-Strafe) sowie eine offensive SVK-Abwehr nichts mehr. Mit dem Tor zum 23:26 vier Sekunden vor Schluss brachte Jonas Frank seine Mitspieler und die Gästefans zum Jubeln. „Wir haben in der zweiten Halbzeit klarer und konzentrierter gespielt und daher gewonnen“, meinte Oppenweilers Trainer Jürgen Buck. Hans Christensen stimmte zu: „Oppenweiler war in der zweiten Halbzeit deutlich besser als wir.“ Der Spielfluss sei verloren gegangen. Als Spieler des Tages nominierte der SVK-Coach Kreisläufer Florian Assmann, der den erkrankten Marco Kolotuschkin gut vertreten hatte.