SV Salamander Kornwestheim Handball
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Tamm trübt die SVK-Stimmung

Während die Zweite des SVK und die erste Frauenmannschaft des Vereins am vergangenen Samstag in der Halle Ost triumphierten, hatte der SVK 3 eine eindeutige 20:31-Niederlage zu schlucken. Das Thoms-Team traf mit dem TV Tamm auf einen altbekannten Kontrahenten. In den zwei Begegnungen der vergangenen Saison, damals noch in der Kreisliga A, war es den SVKlern nicht gelungen, Tamm zu schlagen. Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse unterlagen die Salamander in der Hinrunde mit 32:29. Und auch diesmal war das Team aus Tamm unter Neutrainer und Ex-Bundesligist Christian Heuberger eine zu harte Nuss für den SVK.
 
Sowohl der SVK als auch der TV Tamm traten diesmal ohne ihre Toptorschützen an: Auf Seiten Kornwestheims fehlte Julian Anhorn und bei den Gästen agierte Flaviu Onofras krankheitsbedingt nur an der Seitenlinie. Konnten die Gäste seinen Ausfall jedoch kompensieren, gelang dies den SVKlern nur unzureichend. In der Anfangsphase hielten die Hausherren dennoch gut mit. Der erste gegnerische Gegenstoß scheiterte an Kornwestheims Torhüter Niklas Rohfleisch. Nach fünf Spielminuten stand es 3:3. Die ersten Aktionen wurden über die Abwehrreihen bestimmt. Beide Teams verschoben geschickt und machten ihrem Gegenüber ein Durchkommen schwer. Tim Layher passte gut auf und schnappte sich den Ball, konnte ihn jedoch nicht verwerten. Wenig später gerieten die SVKler in Unterzahl, konnten aber dennoch einen Ballgewinn verzeichnen. Alexander Sack startete zum Tempogegenstoß, scheiterte aber ebenfalls an Tamms Keeper. Auf der Gegenseite wiederholte sich die exakt gleiche Szene: Erst Ballgewinn, dann Konter und schließlich Torhüter Niklas Rohfleisch, der sich dem Ball in den Weg warf. Auch nach zehn Minuten waren beide Teams noch gleichauf. Fast sieben Minuten lang war kein Tor gefallen, sodass es noch immer 3:3 stand. Trotz der geringen Torausbeute war die Spannung spürbar und man schenkte sich nichts. Eines wurde dem SVK nun aber vermehrt zum Verhängnis: Die Tammer fanden immer wieder ihren Kreisläufer, der sich viel zu oft im Rücken der SVK-Abwehr davongeschlichen hatte, sodass er problemlos angespielt werden und frei zum Wurf kommen konnte – so auch beim 3:4. Der eingewechselte Philipp Conrad kam, sah und traf jedoch zum direkten Ausgleich (4:4). Diesmal konnten die SVKler das Kreisanspiel verhindern und zum schnellen Gegenangriff starten. Nun war Alexander Sack erfolgreich und brachte den SVK wieder in Führung (5:4). Nach einer Viertelstunde hatte Kornwestheims Tim Layher bereits eine zweimalige Zeitstrafe abgesessen. In der dadurch bedingten Unterzahl scheiterte der Versuch eines langen Passes von Linksaußen auf Rechtsaußen, sodass Tamm wieder an den Ball kam. Zunächst profitierten die SVKler von einem technischen Fehler ihres Gegenübers, kamen selbst jedoch nicht bis zum Tor und mussten am Ende doch noch den Gegentreffer zum 5:6 einstecken. Mit einem lässigen Heber gelang dem TV im nächsten Angriff die erste zwei-Tore-Führung (5:7). Das war für Kornwestheims Coach Grund genug für eine erste Auszeit, um seine Jungs zu mobilisieren. Was dann folgte, war jedoch ein unnötiger Fehlpass und die nächste Chance für Tamm zum 5:8. Auch im nächsten Angriff ließen die Gäste Kornwestheims Defensive mit einem verdeckten Wurf stehen (5:9). Nun hatte das Spiel innerhalb kurzer Zeit zumindest auf Seiten der Gäste an Fahrt aufgenommen. In nur dreieinhalb Minuten hatten sie ihren Vorsprung verdoppelt (5:10) und Kornwestheim damit kurzzeitig in Schockstarre versetzt. Mit zwei verwandelten Strafwürfen machte Tamm die 7:13-Halbzeitführung klar. Das mussten die SVKler in der Pause nun erst einmal verdauen.
 
Die erste Amtshandlung des SVK nach dem Seitenwechsel war ein verunglückter Gegenstoß, wohingegen Tamm – erneut von der Siebenmeterlinie – auf 7:14 erhöhte. Auch Kornwestheims Kreisläufer Tim Layher bot sich aktiv an und wurde schließlich von Benjamin Schwaderer erhört (8:14). Thomas Lauster erzielte nach einer geschickten Körpertäuschung das 9:15, hinten machte Steven Keith das Tor zu und im nächsten Angriff war Timo Kull aus dem Rückraum erfolgreich (10:15). Auf der Torhüterposition war Kornwestheim diesmal gut besetzt: Beim 11:16 glänzte Keith erneut mit einer starken Parade; den anschließenden Strafwurf hielt Niklas Rohfleisch. Doch trotz allem zogen Tammer souverän ihren Stiefel durch und gaben den SVKlern keine Möglichkeit, ihnen wieder gefährlich zu werden. Zwar näherte sich der SVK durch Timo Kull noch einmal bis auf vier Tore (14:18), doch eine Viertelstunde vor Spielende sah es nicht danach aus, als würden die SVKler ihren Rückstand noch einmal aufholen können. Zunächst hielten die Gäste den SVK auf einem komfortablen fünf-Tore-Abstand (15:20), nur um dann endgültig in weit entfernte Sphären davonzuziehen. Bei seiner nächsten Auszeit sah Thomas deshalb nicht mehr so zuversichtlich aus wie noch in der ersten Hälfte: Aus dem einstigen zwei-Tore-Rückstand waren inzwischen sechs Tore geworden (15:21). Während der SVK im nächsten Konter scheiterte, traf Tamm aus beliebigen Lagen und Distanzen. Als noch knapp acht Minuten auf der Uhr standen, war Kornwestheim am Tiefpunkt angelangt und lag erstmals mit zehn Toren hinten (15:25). Die Schlussphase bedeutete für die SVKler somit nur noch Schadensbegrenzung. Seit der SVK-Auszeit hatten die Gäste fünf Tore erzielt, während Kornwestheim seine Chancen allesamt verstreichen ließ (15:26). Aber Tamm kannte weiterhin keine Gnade, traf per Konter zum 16:28, fand in Unterzahl die Lücke zum 16:29 und schließlich erneut seinen Kreisläufer zum 17:30. Linksaußen Alexander Sack warf sich mit zwei Treffern kurz vor Schluss den Frust von der Seele und bewies schließlich noch ein gutes Auge für seinen Teamkollegen Tim Fischer, der mit seinem Tor den 20:31-Endstand besiegelte.
 
Der anfänglichen Kornwestheimer Euphorie war schnell die Ernüchterung gefolgt, als Tamm ab der Mitte der ersten Halbzeit davongezogen war und die SVKler stehen gelassen hatte. Dem TV war es immer wieder gelungen, den Ball zu seinem Kreisläufer durchzustecken, der mit neun Treffern bester Werfer der Partie war. Die eigene Chancenverwertung hatte dagegen zu wünschen übrig gelassen und das Fehlen von Julian Anhorn wie auch vom verletzten Linksaußen Daniel Braig war für den SVK ein schmerzlicher Verlust, der nicht ausgeglichen werden konnte. Für den TV Tamm bedeutet der Sieg einen weiteren Schritt in Richtung Bezirksliga, für den SVK dagegen, dass er einen Tabellenplatz einbüßen muss und sich nun auf dem siebten Rang befindet. Sein nächster Gegner wird der neue direkte Tabellennachbar sein: Am Samstag, 11.03.17, sind die SVKler um 15.45 Uhr beim HC Oppenweiler/Backnang 3 zu Gast, der momentan auf Rang acht hausiert. In der Hinrunde hatten sich die beiden Mannschaften nach einer spannenden Partie mit einem 26:26-Unentschieden getrennt.
 
Niklas Rohfleisch, Steve Keith (beide Tor), Thomas Lauster (1), Benjamin Schwaderer (1), Timo Kull (4), Steffen Neunzling (1), Florian Stöcker (2), Alexander Moosmann, Tim Fischer (1), Philipp Conrad (2), Tim Layher (3), Alexander Sack (3), Tobias Gröger, Tobias Biegel (2)