SV Salamander Kornwestheim Handball
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Trotz Schwächen erfolgreich ins neue Jahr gestartet

Zu Beginn des neuen Jahres kamen die Kornwestheimer Handball-Fans am vergangenen Wochenende voll auf ihre Kosten. Gleich fünf Teams starteten in der Osthalle in das Sportjahr 2017. Die goldene Mitte bildeten dabei die Jungs des SVK 3. Nach der männlichen A-Jugend und dem SVK 4 und vor der zweiten Herren- und der ersten Frauenmannschaft lieferte sich das Team von Trainer Marcel Thoms ein Duell mit der SG BBM Bietigheim 4. Insgesamt waren fast alle Kornwestheimer Mannschaften an diesem Spieltag erfolgreich. Lediglich die Herren 4 waren ein Ausreißer im negativen Sinne, obgleich auch der SVK 3 in seiner bestrittenen Partie nicht vollends überzeugte.
 
In der Hinrunde in Bietigheim mussten sich die SVKler vergangenen September mit 25:19 noch deutlich geschlagen geben, diesmal belehrte man die Gäste eines Besseren. Doch seine größten Schwächen offenbarte der SVK gleich zu Beginn. Viele einfache Chancen konnten nicht verwertet werden; so lag man schnell mit 1:3 zurück und brauchte ganze vier Anläufe bis zum eigenen zweiten Treffer durch Linksaußen Daniel Braig. Auch Bietigheim machte Fehler und so kam der SVK, erneut in Person von Daniel Braig, zum Tempogegenstoß und zum Ausgleich. Nach zehn gespielten Minuten stand es erst 3:3. Wieder setzte Braig als auffälligster Spieler in der Kornwestheimer Anfangsphase zum Konter an, scheiterte nun aber am Torhüter Bietigheims. Die Angriffe der SVKler verliefen auch in den folgenden Minuten weitestgehend glücklos, bis Julian Anhorn zur ersten Führung traf (4:3). Nach erneutem Ausgleich machte Thomas Lauster nach einer knappen Viertelstunde mit einer starken Einzelaktion das 5:4. Wieder versuchten die SVKler über einen schnellen Gegenstoß zum Erfolg zu kommen, aber Rechtsaußen Fabio Cacciola wurde beim Abschluss gestört und konnte den Ball nicht aufs Tor bringen. Auf der Gegenseite zeigte der SVK ebenfalls ein gutes Rückzugsverhalten und verhinderte seinerseits, dass die Gäste erneut ausglichen. Wieder servierten die Bietigheimer den Hausherren eine Chance auf dem Silbertablett und wieder scheiterte man alleine vor dem gegnerischen Tor; diesmal war es Tim Layher, dessen Wurf am Torwart hängen blieb. Bis dato hatte der SVK vier Chancen über schnelle Konter, von denen lediglich eine tatsächlich verwertet werden konnte. Wie bereits im Hinspiel offenbarte man eklatante Schwächen im Angriffsspiel. Während man damals allerdings sechzig Spielminuten lang einem Rückstand hinterherjagten, hatten die SVKler diesmal die Nase immer ein Stück weit vorn. Über Thomas Lauster, diesmal erfolgreich mit einem schnellen Sprint vor das gegnerische Tor, konnten sie sich bis auf drei Tore absetzen (9:6). Die Einwechslung von Rückraumspieler Philipp Conrad war eine gute Entscheidung, denn er besaß die notwendige Sprungkraft, um den Abwehrblock der Gäste einfach stehen zu lassen (10:7). Aber wieder nutzte Kornwestheim die vielen Chancen, die Bietigheim bot, nicht. Kurz vor der Halbzeit kam man in einem Angriff gleich dreimal zum Wurf, aber kein einziger davon traf ins Schwarze. Bis zum Pausenpfiff hatte keine der beiden Mannschaften wirklich überzeugt, nichtsdestotrotz waren es die SVKler, die mit einer 10:8-Führung in die Kabine gingen.
 
Nach dem Wiederanpfiff konnten die Kornwestheimer ihren Vorsprung ausbauen. Durch Julian Anhorns Hattrick mit drei Toren in Folge erhöhten sie nach nur vier Minuten bis auf 13:9. In dieser Phase zeigten die SVKler endlich, was sie zu leisten im Stande waren. Timo Kull vergrößerte bis auf fünf Tore (15:10) und Tim Fischer kam durch ein geschicktes Kreisanspiel zum Zug (16:11). Diese Phase dauerte aber leider nicht lange an. So kam Bietigheims Außenspieler trotz zweier SVK-Abwehrspieler aus spitzem Winkel nach Tempogegenstoß zum Erfolg (16:12) und leitete damit die Aufholjagd seines Teams ein. Obgleich man zwischenzeitlich in Überzahl war und einen Siebenmeter bekam, gelang den SVKlern kein Treffer, während Bietigheim plötzlich wieder bis auf ein Tor dran war (16:15). Kornwestheim war sichtlich bemüht sich zusammenzureißen und verschaffte sich durch zwei Treffer von Philipp Conrad und Thomas Lauster zum 18:15 wieder etwas Luft. Aber Bietigheim blieb im Windschatten des SVK und schaffte erneut den Anschlusstreffer zum 18:17. Nun scheiterten die Kornwestheimer im eigenen Angriff am Bietigheimer Torwart. Damit hatten die Gäste die Chance zum Ausgleich auf der Hand. Aber auch auf SVK-Schlussmann Niklas Rohfleisch war Verlass. Er hielt und schickte anschließend Tim Fischer mit einem langen Pass zum Konter, der trotz Störung durch seinen Gegenspieler das 19:17 machte. Die SVKler ließen sich nicht beirren und spielten einen durchdachten Angriff, sodass sich Lücken auftaten und Florian Stöcker am Kreis angespielt werden konnte (20:17). Sechs Minuten vor Spielende hatte man sich wieder auf vier Tore abgesetzt (21:17). Die SVK-Abwehr stand nun gut und blockte gleich zwei gegnerische Würfe, musste im dritten Versuch dann aber doch noch das Tor zum 22:19 hinnehmen. Die Gäste hatten noch knapp drei Minuten Zeit, aber auf der Gegenseite traf Florian Stöcker zum 23:19. Dieses Tor sollte den Sieg für den SVK bedeuten, denn in den Schlussminuten fiel auf beiden Seiten kein Treffer mehr.
Obwohl keines der beiden Teams mit seiner Darbietung über die volle Distanz beeindrucken konnte, war der SVK am Ende der verdiente Sieger. Man hatte die Führung seit der dreizehnten Minute nicht mehr aus der Hand gegeben, obwohl Bietigheim zweimal nah dran gewesen war, den SVKlern den ersten Spieltag in 2017 zu vermiesen. Mit ihrem Sieg haben sich die Kornwestheimer nun vom sechsten Tabellenplatz zwischenzeitlich auf den vierten Rang vorgeschoben. In der kommenden Woche können sie diese Position verteidigen. Dann ist der SVK 3 am Sonntag, 22.01.2017, um 18.45 Uhr beim Tabellenletzten, dem TV Markgröningen, zu Gast.
 
Niklas Rohfleisch, Markus Biehl (beide Tor), Thomas Lauster (4), Julian Anhorn (5), Tim Fischer (2), Tobias Biegel, Tim Layher, Steffen Neunzling, Florian Stöcker (2), Fabio Cacciola (1), Daniel Braig (3), Timo Kull (3), Philipp Conrad (2), Alexander Moosmann (1)