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SVK 3 geht mit einem Sieg in die Winterpause

Es scheint, als können die Jungs des SVK 3 gar nicht anders, als es spannend zu machen. Bei der Partie gegen den TV Großsachsenheim am vergangenen Sonntag gaben sie einen sicher geglaubten Sieg zwischenzeitlich fast aus der Hand und konnten dank eines starken Schlussspurts am Ende doch noch einen 26:24-Triumph einfahren.
 
Diesmal konnten die SVKler nicht mit allen Kräften in die Partie gehen. Krankheitsbedingt fehlten einige wichtige Spieler; auch Trainer Marcel Thoms musste passen. Rechtsaußen Steffen Neunzling, diesmal von Beginn an mit dabei, erzielte nach anfänglichem 0:2-Rückstand den ersten Treffer für sein Team (1:2). Kornwestheim geriet nach nur drei Spielminuten bereits in Unterzahl, aber dennoch gelang Tim Layher der Ausgleich zum 2:2 und Thomas Lauster der erste Führungstreffer (3:2). Großsachsenheim blieb dran und glich nur wenig später zum 4:4 wieder aus. Durch ihren besten Werfer mit insgesamt 11 Toren gewannen die Gäste dann sogar wieder die Oberhand (5:6). Kornwestheim musste erneut mit einem Mann weniger agieren, was die Gegner unmittelbar zur zwei-Tore-Führung nutzten (5:7). Beim seinem ersten Offensivversuch scheiterte Thomas Lauster noch am gegnerischen Torhüter, bei der nächsten Aktion holte er einen Strafwurf heraus. Mit Pech traf der Ball zwar beide Innenpfosten, aber nicht das Tor. Auf der Gegenseite erhöhten die Gäste dagegen auf 5:8. Statt eine fast hundertprozentige Chance durch Tim Layher zu nutzen, musste dieser auf der Gegenseite beim 6:9 eine weitere Zeitstrafe für sein Team hinnehmen. Aber diesmal war Kornwestheims Keeper Steven Keith parat und hielt den Spielstand zunächst fest, bevor Tim Fischer von links außen zum 7:9 traf. Doch der SVK hatte Großsachsenheims wurfstärksten Mann noch immer nicht im Griff; diesmal warf er mit Leichtigkeit über die Kornwestheimer Mauer zum 8:11. Im Angriff drehten die SVKler dann endlich auf. Julian Anhorn aus dem Rückraum, ein Tempogegenstoß über den eingewechselten Tobias Biegel und ein weiterer Treffer von Letzterem brachten den SVK fünf Minuten vor der Halbzeitpause wieder auf Augenhöhe (11:11). Benjamin Schwaderer wagte einen riskanten Pass auf Julian Anhorn, der mit dem Tor zum 12:11 belohnt wurde und die Führung für die Hausherren bedeutete. Kurz vor der Halbzeitpause verletzte sich Benjamin Schwaderer beim Spielstand von 14:12 unglücklich, sodass die Partie für ihn mit der späteren Diagnose Bänderriss frühzeitig endete. Seine Teamkollegen mussten den Schock jedoch schnell überwinden und die letzten Minuten in Durchgang eins noch einmal Gas geben. Mit einer starken Abwehraktion verhinderte Tobias Biegel den Abschluss nach gegnerischem Tempogegenstoß und auf der Gegenseite holte Tobias Gröger, aus der vierten Herrenmannschaft des SVK als Unterstützung mit dabei, einen weiteren Strafwurf heraus. Dieser konnte zwar nicht mehr verwertet werden, aber dennoch gingen die SVKler mit einer zwei-Tore-Führung in die Kabine (14:12).
 
Gleich nach dem Seitenwechsel traf der SVK nach einem schnellen Zusammenspiel der beiden Namensvettern Tobias Biegel und Tobias Gröger zum 15:12. Julian Anhorn erzielte im nächsten Konter das 16:12. Er und sein Rückraumkollege Biegel waren an diesem Spieltag die beiden erfolgreichsten Torschützen des SVK mit jeweils acht Toren. Letzterer war es schließlich auch, der per Strafwurf die fünf-Tore-Führung perfekt machte (17:12). Der SVK schien seinen Gegner nun im Griff zu haben und den Sieg nach Hause zu fahren. Erst nach fünf Spielminuten gelang den Gästen der erste Treffer in Halbzeit zwei zum 17:13. Thomas Lauster schnappte sich in der Abwehr den Ball und bediente Tobias Gröger zum 18:13. Nur zweimal hatten die SVKler daraufhin nicht aufgepasst und schon hatten sich die Gegner wieder näher herangepirscht (18:15). In Überzahl spielten sich die SVKler frei und erhöhten ihren Vorsprung mit zwei Toren durch Tobias Biegel wieder auf 20:15. Großsachsenheim hatte in zehn Minuten lediglich drei Treffer erzielt. Dann aber nutzten die Gäste ihre Überzahlsituation für zwei Gegentore (20:17). Auch nachdem die Kornwestheimer wieder vollzählig waren, konnten sie den TV nun nicht bremsen. Man verschenkte einen Gegenstoß durch unnötigen Fehlpass; auf der Gegenseite waren die Abwehrreihen deshalb weit offen und ehe man sich versah, musste Steven Keith zweimal in Folge den Ball hinter sich aus dem Tor fischen. Großsachsenheim war wieder bis auf ein Tor dran (20:19). In dieser wichtigen Phase musste Tobias Biegel erneut an der Siebenmeterlinie ran. Ausgerechnet diesmal vergab er seinen Wurf, konnte diesen Fehler im Nachschuss aber sozusagen wieder ausbiegeln (21:19). Dennoch blieben die Gäste bis zum 22:21 dicht auf den Fersen. Nun zeigte auch Großsachsenheims bester Werfer von der Linie Nerven und verfehlte das Tor. Die Gemüter waren erhitzt und die Gäste kassierten eine rote Karte für ihr Abwehrverhalten. Der SVK lag weiterhin einen Treffer vorn (24:23), aber nach einem leichtsinnigen Ballverlust glichen die Gäste zum 24:24 aus. Nun waren beide Teams sichtlich nervös: Kornwestheim traf den Pfosten, Großsachsenheim warf den Ball ins Aus. Julian Anhorn ließ sich davon nicht beirren und ging mit Anlauf ab durch die Mitte (25:24). Der SVK bekam noch einmal eine Chance von der Siebenmeterlinie, die jedoch nur gegen den Pfosten ging. Aber wieder schnappte sich Julian Anhorn kaltschnäuzig den Ball und lief fünfundzwanzig Sekunden vor Spielende zum 26:24-Siegtreffer an.
 
Die beiden Topspieler auf Seiten des SVK hießen, besonders in den letzten zwanzig Minuten, zweifellos Tobias Biegel und Julian Anhorn, die die letzten acht und insgesamt sechzehn Tore für ihr Team erzielt und damit ihre Mannschaft zum Sieg geworfen haben. Mit ihrem Triumph haben sich die SVKler auf den fünften Tabellenplatz vorgeschoben. Ob sie auf diesem auch ins neue Jahr starten werden, bleibt abzuwarten. Denn am kommenden Wochenende stehen noch einige Partien aus, die das Tabellengefüge wieder durcheinander bringen könnten. Für den SVK 3 geht es dann im Januar weiter. Am 14.01.2017 empfangen die SVKler die SG BBM Bietigheim 4, die sich bislang nur einen Platz vor ihnen befindet.
 
Niklas Rohfleisch, Steven Keith (beide Tor), Tim Layher (1), Tobias Biegel (8/3), Thomas Lauster (3), Julian Anhorn (8), Steffen Neunzling (1), Tobias Gröger (2), Timo Kull, Benjamin Schwaderer (1/1), Tim Fischer (1), Alexander Moosmann (1)