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SV Kornwestheim Handball: Spielberichte Männer 1

Vor der Pause liegen die Gäste lange in Führung

Keine Frage, es hat schon bessere Spiele in der Sporthalle Ost gegeben. Das als Spitzenreiter der Baden-Württemberg-Oberliga angetretene Team des SV Kornwestheim hat sich am Samstagabend vor 450 Zuschauern gegen den Tabellendrittletzten HSG Konstanz 2 schwerer getan als gedacht. Aber zumal die Spieler vom Bodensee die einzigen sind, denen es in den bisherigen 22 Saisonspielen überhaupt gelungen ist, die Truppe von Trainer Hans Christensen – im Hinspiel in Konstanz – zu besiegen, können die Kornwestheimer mit dem am Ende doch noch deutlichen 28:20-Erfolg hochzufrieden sein. Damit ist die Revanche gelungen, der SVK braucht aus den letzten acht Punktspielen nur noch vier Siege zur sicheren Meisterschaft und zudem verlängert sich die SVK-Serie auf nunmehr zwölf Siege hintereinander. „Ich sehe schon aus wie Kapitän Haddock“, meinte Hans Christensen. Der Trainer fühlt sich an die Figur der Comicserie „Tim und Struppi“ erinnert, zumal er versprochen hat, seinen Vollbart erst nach der nächsten Niederlage wieder zu entfernen.
In der ersten Halbzeit schwebte das Rasiermesser tatsächlich lange wie ein Damoklesschwert über dem Trainer. Denn die Kornwestheimer leisteten sich nach einer 5:3-Führung in der vierten Minute ungewöhnlich viele technische Fehler im Angriff, die die Gäste für sich nutzen konnten. So lag die Sieben vom Bodensee nach gut zehn Minuten beim 5:8 mit drei Toren vorne. Die SVKler vergaben selbst beste Chancen, wie einen Siebenmeter von Marco Kolotuschkin beim 8:10 in der 17. Minute und einen Tempogegenstoß von Fabian Kugel beim 9:11 in der 20. Minute. Nach 24 Minuten lagen die Gastgeber noch immer mit zwei Toren hinten beim 10:12. Erst zwei Minuten vor der Pause führte ein von Peter Jungwirth verwandelter Siebenmeter wieder zur Führung des SVK beim 14:13. Die nach zwei Toren von Christopher Tinti noch herausgeholte 16:13-Führung zur Halbzeit war ein wenig schmeichelhaft.
Die Fehlerquote war auch nach dem Seitenwechsel hoch. So hämmerte Peter Jungwirth einen Siebenmeterwurf beim 17:13 an die Torlatte (36.). Aber zum einen steigerte sich SVK-Torwart Tobias Tauterat, der nach acht gehaltenen Bällen in der ersten Halbzeit am Ende auf 23 gelungene Paraden kam. Zum anderen bauten die Gäste ab. „In den ersten 20 Minuten haben wir gezeigt, dass wir gut spielen können“, sagte Vincent Hummel, der HSG-Spieler des Tages, nach der Partie. „Dann haben wir nachgelassen.“ Und sein Mitspieler Finn Simon Meiners ergänzte: „In den letzten sechs Minuten der ersten Halbzeit haben wir blöde Fehler gemacht. Eine Topmannschaft wie der SVK nutzt das aus. Wir kamen danach nicht mehr heran, auch weil wir nicht mehr wirklich an die Chance geglaubt haben, das Ding noch herumzureißen.“
Auch für den SVK sei es kein einfaches Spiel gewesen, so Hans Christensen. „Konstanz hat uns alles abverlangt. Wir geraten in Rückstand und haben uns dann kurz an das Hinspiel erinnert. Aber wir haben so viel Qualität in der Mannschaft, dass wir das wegstecken können.“
Marc „Bärlie“ Pflugfelder, von Christensen zum „Spieler des Tages“ auserkoren, stellte fest: „Wir haben es uns mit unserer Chancenverwertung unnötig schwer gemacht. Aber die zwei Punkte zählen.“