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Rote Karte per Strafwurf

Drei Wochen war die letzte Schlappe des SVK 3 gegen Tabellenführer Tamm inzwischen her – genügend Zeit, um die 20:31-Niederlage vor heimischer Kulisse zu verarbeiten und die Fehler von damals bis zum aktuellen Spieltag auszumerzen. Doch auch am vergangenen Samstag waren die SVKler wieder glücklos unterwegs. Nach einer knappen ersten Halbzeit mussten sie in der zweiten Hälfte den HC Oppenweiler/Backnang davonziehen lassen und unterlagen am Ende deutlich mit 34:29. Damit strich das Thoms-Team die dritte Niederlage in Folge ein.
 
Der SVK begann unsicher und patzte gleich im ersten Angriff mit einem Fehlpass. Auf der Gegenseite war Julian Anhorn aber aufmerksam und holte sich den Ball zurück. Diese Aktion ermöglichte den Kornwestheimern ihren ersten Treffer durch Daniel Braig von der Linie (0:1). Thomas Lauster bewies in den ersten Offensivaktionen ein gutes Auge und bediente gleich zweimal in Folge seinen Kreisläufer Tim Layher. Dieser ließ sich nicht lange bitten und hielt den SVK mit zwei Treffern auf Kurs (3:3) Der HC vollendete seinen ersten Konter und übernahm damit die Führung (4:3). Diesmal machte es Lauster durch eine schnelle Körpertäuschung zum 4:4 selbst. Beim 5:5 in der elften Minute gab es den ersten Aufreger, als Daniel Braig bereits zum dritten Mal zum Siebenmeter antrat. Doch sein Wurf traf nicht das Tor, sondern stattdessen das Gesicht seines Gegenübers. Obgleich keine böse Absicht, sahen sich die Unparteiischen gezwungen, Braig die Rote Karte zu zeigen. Damit war die Partie für Kornwestheims Siebenmeterschützen bereits frühzeitig beendet. In der anschließenden Unterzahl fanden die SVKler keinen Weg durch die gegnerische Abwehr, stattdessen war Oppenweilers langer Pass zum 6:5 schneller als die Defensive der Gäste. Wieder kamen die Gastgeber an den Ball und verwandelten nun per Tempogegenstoß zum 7:5. Dieselbe Situation wiederholte sich gleich noch einmal, diesmal stand der Angreifer jedoch bereits im Kreis, ehe er seinen Wurf abschließen konnte. Glück für den SVK, aber nun musste auch von den Salamandern langsam wieder mehr kommen. Trainer Marcel Thoms reagierte wagemutig mit gleich drei Wechseln. Der erste in Person von Timo Kull zahlte sich aus. Er verkürzte sogleich aus dem Rückraum auf 7:6. Julian Anhorn, nun als Siebenmeterschütze für den SVK gefordert, traf mit etwas Glück von der Linie zum 8:7, obwohl Oppenweilers Torhüter schon mit der Hand am Ball war. Auch aus dem Feld war Anhorn daraufhin zum erneuten Ausgleich erfolgreich (8:8). Die anderen beiden Einwechslungen schienen ebenfalls zu greifen: Philipp Conrad traf von halbrechts zum 9:9 und Tobias Biegel kurz darauf von links außen zum 10:10. Aber zu selten versuchten es die SVKler aus dem Rückraum. Wie leicht es eigentlich gehen konnte, zeigten zunächst Philipp Conrad und nun Julian Anhorn, der aus dem Rückraum hochstieg und den Ball im Winkel platzierte (10:11). Doch wieder startete Oppenweiler mit schnellem Anlauf nach Fehlwurf des SVK und hebelte somit erneut dessen Abwehr aus den Angeln (12:11). Beide Kornwestheimer Außenspieler konnten den Ball nicht im Tor unterbringen, auf der Gegenseite kam so die Gastgeber wieder zum Zug (13:12). Per Strafwurf erhöhten sie auf 14:12. Oppenweilers Torhüter hatte sich von seinem Treffer ins Gesicht wieder erholt, denn war er am ersten Strafwurf von Julian Anhorn noch dran, parierte er den nächsten nun mit einer starken Parade. Anhorn machte seinen Fehler aber aus dem Feld heraus wieder wett und traf zum 14:13. Die letzte Chance per Gegenstoß konnte der SVK wegen eines unnötigen Fehlpasses nicht mehr nutzen und ging so mit einem knappen Rückstand in die Pause (14:13).
 
Nach dem Seitenwechsel machten es die SVKler besser und Niklas Rohfleisch bediente Tim Layher mit einem langen Pass zum 14:14-Ausgleich. Thomas Lauster kämpfte sich mit vollem Körpereinsatz bis zum gegnerischen Kreis durch und holte dadurch zwei Strafwürfe in Folge heraus. Während Oppenweilers Torhüter den ersten durch Benjamin Schwaderer entschärfte, war Tobias Biegel als bis dato vierter SVK-Siebenmeterschütze an diesem Spieltag zum 16:16 erfolgreich. Bis zum 18:17 legten die Gastgeber stets einen Treffer vor. Über einen Strafwurf, Abwehrlücken und einen schnellen Konter ließ Oppenweiler die SVKler mehrere Male stehen und erhöhte schnell auf 21:18. Kornwestheim selbst hatte zunehmend Probleme; das erkannte auch Marcel Thoms, der sein Team nun zusammentrommelte. Benjamin Schwaderer ließ dem Torhüter bei seinem Wurf ins linke Eck keinerlei Chance und verkürzte wieder (21:19). Tobias Biegel war von links außen dagegen glücklos und traf auch im darauffolgenden Konter nur den Pfosten. Oppenweiler nutzte die Fehler des SVK und vergrößerte seinen Vorsprung auf vier Tore (23:19). Bis zum 25:21 konnte der HC die Kornwestheimer vier Zähler auf Abstand halten. Dann musste man aber zusehen, wie die Spielgemeinschaft aus Oppenweiler/Backnang Tor um Tor davonzog. Nachdem die SVKler ins Zeitspiel gerieten und den Ball nicht mehr effektiv verwerten konnten, wurden daraus zwischenzeitlich fünf Treffer (26:21) und schließlich sogar sieben Tore Rückstand aus Kornwestheimer Sicht (28:21). Jetzt musste man aufpassen, dass man vom Gegner nicht völlig deklassiert wurde. Während den SVKlern in diesem Zeitraum nur ein Tor per Strafwurf, diesmal durch Tim Layher, gelungen war, waren die Gastgeber viermal erfolgreich. Dadurch stand es nun zehn Minuten vor Schluss 28:22 und die Punkte rückten für das Thoms-Team in immer weitere Ferne. Trotz des Rückstandes gab sich der SVK nicht gänzlich auf. Die Bank forderte weiterhin, sich den Ball zu holen und Druck zu machen. Julian Anhorn befolgte die Anweisung und startete zum erfolgreichen Konter (28:23). Aber auch der HC hatte noch genug Luft und konterte ebenfalls zum 30:23. Layher, der von den vier SVK-Strafwürfen in den letzten zehn Minuten, alle verwandeln konnte, machte das 30:24. Insgesamt hatte Oppenweiler in der Partie drei Siebenmeter erhalten, während der SVK ganze elfmal von der Linie antreten durfte. Aber auch dieser vermeintliche Vorteil sowie Layhers hundertprozentige Strafwurfquote mit weiteren Treffern zum 32:25 und zum 32:26 brachten nicht mehr den Durchbruch. Am Ende schafften die SVKler es nicht, die 30-Tore-Grenze zu knacken und unterlagen mit 34:29.
 
Mit seiner dritten Niederlage in Folge büßt der SVK 3 einen weiteren Platz ein und befindet sich nach achtzehn absolvierten Begegnungen nun auf dem achten Tabellenrang. In der laufenden Saison warten noch vier Partien auf die SVKler. Die nächste findet am Sonntag in zwei Wochen, am 26.03.17, um 18.45 Uhr bei der HB Ludwigsburg 2 statt.
 
Niklas Rohfleisch, Jan Ben Brahim (beide Tor), Benjamin Schwaderer (2), Daniel Braig (2/2), Thomas Lauster (3), Julian Anhorn (5/1), Timo Kull (4), Tim Layher (7/4), Steffen Neunzling, Philipp Conrad (2), Alexander Moosmann (1), Tobias Biegel (3/1), Axel Kieber