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Nach gutem Start lässt die Aufmerksamkeit nach

Zwei Durchhänger leistet sich der SVK gegen Steinheim und gewinnt dennoch 29:24 (13:15).


Nur neun Gegentore im zweiten Durchgang – das war der Schlüssel zum Erfolg des SVK 2 in der Bezirksliga gegen die HG Steinheim-Kleinbottwar. Jonas Birk stand jetzt im Tor und hielt einige Hundertprozentige und sogar zwei Siebenmeterwürfe souverän.

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Zwei Torleute retten dem SVK 2 zwei Punkte

Nach 17:20-Rückstand kommen die Herren in der Bezirksliga noch zum 21:20-Sieg bei TSF Ditzingen 2.

Die Handballer des SV Kornwestheim 2 haben im dritten Bezirksligaspiel den zweiten Saisonsieg erreicht. „Wir mussten unbedingt gewinnen, um den Kontakt zur Spitze zu halten“, sagt Trainer Wolfgang Wagner. „Mit 2:4 Punkten wäre es ein weiter Weg geworden.“

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Wittlingers Team verliert

Der SV Kornwestheim 2 gewinnt gegen die HSG Marbach um den ehemaligen Trainer mit 39:37 (20:20).

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Mit ärgerlicher Niederlage in die neue Liga gestartet

Der SV Kornwestheim 2 verliert nach 25:24-Führung noch mit 26:29 bei der HSG Sulzbach-Murrhardt.
 
Dass das Auftaktspiel nach dem Abstieg aus der Landesliga für die Handball-Herren des SV Kornwestheim 2 mit das schwerste der Saison werden würde, ist schon vorher klar gewesen. Zum einen gilt die HSG Sulzbach-Murrhardt als äußerst heimstark, zum anderen haben die Gastgeber der Partie am Samstagabend in der abgelaufenen Runde nur knapp den Aufstieg in die Landesliga verpasst und gelten in dieser Saison als Titelaspiranten in der Bezirksliga.

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Der direkte Wiederaufstieg ist nicht realistisch

 
 
Handball/Kornwestheim - Die Handball-Punktspielrunde hat für die Herren des SV Kornwestheim 2 noch nicht begonnen. Aber der Kader wird schon jetzt immer kleiner. Der neue Trainer Wolfgang Wagner hatte sich in der Saisonvorbereitung über sieben Talente gefreut, die aus der A-Jugend in den Aktivenbereich aufrückten. Auf drei von ihnen muss er aber schon bald wieder verzichten. Lukas und Leon Birk treten im Oktober ihre Studienplätze in Karlsruhe an. Tillmann Joost wird dann sein Studium in Würzburg aufnehmen. Schon jetzt nicht mehr dabei ist Kreisläufer Philipp Assmann, der ebenfalls in der Ferne seine berufliche Zukunft vorbereitet. Nikola Milunic (Schulterverletzung) und Rekonvaleszent Robin Rothermund sind zudem beim Saisonstart nicht einsatzbereit. Und der hat es gleich in sich. Als Erstes geht es am Samstag zum Titelfavoriten HSG Sulzbach/Murrhardt. Auch die weiteren Titelkandidaten HSG Marbach-Rielingshausen und HC Oppenweiler/Backnang 2 sind bereits unter den ersten fünf Gegnern.

Unter den gegebenen Voraussetzungen möchte Wolfgang Wagner nach dem Abstieg des Teams aus der Landesliga nicht gleich vom direkten Wiederaufstieg sprechen. „Den kann man von der Mannschaft nicht erwarten, so wie sie sich jetzt darstellt“, sagt der Trainer. Schließlich sei es bereits in der abgelaufenen Runde weder mit den Trainern Markus Lenz und Ralph Teske noch später mit Christian Fina und Manuel Diederich gelungen, das Team in der Landesliga von den Abstiegsrängen fern zu halten. „Und jetzt fehlen auch noch einige Stützen der bisherigen Mannschaft.“ Die Brüder Marco und Nico Dömötör sind nicht mehr dabei, ebenso wie Thorsten Franke und Max Blum. Jetzt müssten Nachwuchsspiel das Fehlen der Routiniers kompensieren. „Das geht aber nicht von jetzt auf nachher“, betont Wagner. So benötige beispielsweise Dominik Künzel zwei Jahre Erfahrung im Herrenbereich, ehe er einen Marco Dömötör ersetzen könne. Als Saisonziel gibt der 64-jährige Coach daher erst einmal „oberes Tabellendrittel“ aus.

Die Bezirksliga sei schließlich auch nicht von Pappe. „Da müssen wir uns erst einmal beweisen“, sagt Wagner. „Es wird sich schon am ersten Spieltag zeigen, ob wir in der Lage sind, mit der jungen Truppe ganz oben dabei zu sein.“ Schließlich sei die HSG Sulzbach/Murrhardt am Ende der abgelaufenen Saison nur knapp am Landesliga-Aufstieg vorbeigeschrammt.

Die große Anzahl an Abgängen noch während der Saisonvorbereitung macht Wolfgang Wagner zu schaffen. „Es ist richtig schade, dass die Jungs schon vor dem ersten Aktivenjahr wieder verschwinden. Das werden mal richtig gute Handballer. Und der frische Wind hätte der Mannschaft gut getan.“ Es mache Spaß, die Nachwuchsspieler im Training und im Spiel zu sehen. „Sie bringen Selbstvertrauen und eine richtig gute Ausbildung mit.“
Neben den bisherigen A-Jugendlichen hatte er auch auf Routinier Manfred Röker gesetzt, der nach seiner langen Verletzungspause in den ersten Wochen noch mit vollem Eifer mittrainiert und dann aber beschlossen habe, seine Handballkarriere doch endgültig zu beenden.

„Personell wird es langsam eng“, gibt der SVK 2-Coach zu. Seine Sorge gilt dabei nicht so sehr den Punktspielen wie den Trainingseinheiten. „Um die Übungen richtig machen zu können, braucht man zwölf bis 14 Spieler im Training.“ Zuletzt seien es an den Trainingsabenden aber nur noch acht bis zehn gewesen. „Dann bekommt man das Programm nicht durch.“
Zufrieden zeigt er sich immerhin mit dem abschließenden Trainingslager am vergangenen Wochenende. „Da waren zwölf Feldspieler dabei, so dass wir einiges aufarbeiten konnten. Wir werden aber noch ein paar Wochen brauchen, bis alles rund läuft.“

Beim Bezirkspokal-Erstrundenspiel bei der SG Weissach im Tal musste sich Wagner indes keine Sorgen machen. Mit 33:20 (18:10) setzte sich der SVK 2 klar durch. Die Tore erzielten Tillmann Joost (5), Nikolai Brunner (5), Dominik Künzel (4/1), Max Remmler (3), Leon Birk (3), Tobias Daub (3), Adrian Awad (3/1), Sebastian Daub (2), Bjarne Junger (2), Fabian Jüngling (2) und Dennis Bullinger (1/1).

Zwei Erfolge und drei schmerzliche Verluste

Der SVK2 besiegt Oppenweiler 3 mit 34:22 und Schönaich 36:22. Mit der zweiten Handball-Herrenmannschaft des SV Kornwestheim ist der neue Trainer Wolfgang Wagner bisher „sehr zufrieden“. In den vergangenen Tagen hat der Landesliga-Absteiger zwei Vorbereitungsspiele auf die neue Saison erfolgreich abgeschlossen. Zunächst gab es einen 34:22 (13:12)-Sieg gegen das Bezirksklasse-Team des HC Oppenweiler/Backnang 3. Dem ließen die Kornwestheimer ein noch deutlicheres 36:22 (21:13) gegen den in der Bezirksliga Achalm-Nagold spielenden TSV Schönaich folgen. Wolfgang Wagner muss in diesen Tagen allerdings auch Hiobsbotschaften verkraften. So wird Philipp Assmann Kornwestheim bereits Anfang September für eine Ausbildung verlassen und dem SVK nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch Tillmann Joost wird studienbedingt ab Oktober nicht mehr vor Ort sein. Routinier Manfred Röker hat zwar in der Vorbereitung noch einmal erfolgreich mitgemischt, sich aber nun doch dazu entschlossen, seine Handball-Laufbahn zu beenden. „Er hätte der Mannschaft gut getan“, klagt Wagner. Und damit nicht genug: Leon Birk liebäugelt mit einem Studienplatz in Karlsruhe. „Er hat seine Sache in der Rückraum-Mitte bisher richtig gut gemacht. Das wäre ein weiterer herber Verlust für die Mannschaft. Aber das ist ganz normal, wenn so viele junge Spieler dabei sind.“ Zumindest bei der Quantität der Spieler im Kader muss sich Wolfgang Wagner keine Sorgen machen. Denn aufgrund von Verletzungen oder Urlaub muss er derzeit noch auf die Brüder Fabian und Timo Jüngling, Lukas Birk, Dennis Bullinger, Dominik Künzel und Bjarne Junger verzichten. „Wenn die alle wieder zurückkommen, wird es eine schlagkräftige Truppe.“ Davon ist der neue SVK-Coach überzeugt. Schon ohne die derzeit fehlenden Akteure kamen die Kornwestheimer gegen den HC Oppenweiler/Backnang 3 zu einem deutlichen Sieg, der eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen. „In der ersten Halbzeit lief es noch nicht so rund“, erzählt Wolfgang Wagner. Zudem habe sein Team von fünf erhaltenen Siebenmetern nur einen verwandelt. Der Coach kommt zudem auf mehr als zehn Holztreffer und vergebene freie Würfe. Voll des Lobes ist Wagner für den A-Jugendlichen Martin Vochazer, der am Kreis aushalf und die vorgezogene Position in der 5:1-Abwehr „hervorragend“ ausfüllte. „Ich weiß zwar nicht, wie stark die Bezirksliga Achalm-Nagold im Vergleich zur Bezirksliga Enz-Murr ist“, sagt Wolfgang Wagner. Der 36:22-Sieg gegen den TSV Schönaich sei aber auf jeden Fall „ein kleiner Hinweis, dass es bei uns gar nicht so schlecht läuft“. Weitere Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Bezirksligisten ergeben sich für die SVK 2-Herren bereits an diesem Samstag. Da reist das Team zu einem kleinen Hallenturnier nach Magstadt. Dort trifft die Wagner-Sieben zunächst um 11 Uhr auf die Gastgeber des SV Magstadt aus der Bezirksliga Achalm-Nagold und nach einer Mittagspause um 14 Uhr auf den TSV Köngen aus der Bezirksliga Esslingen-Teck. „Danach sind wir wieder einen Schritt weiter“, so Wagner. Bis zum ersten Punktspiel ist aber auch noch ein wenig Zeit. Das steht für den SVK 2 am 17. September als Gastmannschaft bei der HSG Sulzbach-Murrhardt auf dem Spielplan.

Unbelohnter Endspurt

Hätten die Handball-Herren des SV Kornwestheim 2 nur die ganze Saison so aufgespielt. In ihrem letzten Landesliga-Punktspiel hatten die Schützlinge der Interimstrainer Christian Fina und Manuel Diederich vor rund 400 Zuschauern in Alfdorf den bereits fest stehenden Meister am Rande der Niederlage. Erst nach dem Ende der Spielzeit fiel per Siebenmeter von Armin Bauer noch der 30:30-Ausgleich. Wenigstens mussten sich die SVK-Spieler nicht lange über das späte Unentschieden aufregen. Denn mit Fellbach, Oßweil und Neckarsulm hatte zeitgleich auch die gesamte Konkurrenz im Abstiegskampf gepunktet. Somit hätte den SVK 2 auch ein Sieg nicht vom drittletzten Tabellenplatz wegbewegt. Den Abstieg in die Bezirksliga haben sich die Kornwestheimer vor allem durch die Niederlagen in den Partien gegen die Gegner aus dem hinteren Tabellendrittel eingebrockt – wie zuletzt beim 24:26 beim SV Oßweil. Da hilft dann auch die positive Bilanz seit dem Trainerwechsel zu Fina/Diederich mit vier Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen nicht weiter. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie beim Tabellenführer und Aufsteiger gekämpft hat“, sagt Christian Fina. „Die Einstellung und die Moral waren super. Es war definitiv kein Leistungsunterschied zwischen den Teams zu sehen. Es ist traurig, dass die Truppe nicht in der Liga bleibt, denn da gehört sie hin.“ Daher hofft Fina auch darauf, dass dem Team schnell der Wiederaufstieg gelingt. Er selbst wird indes – wie von vornherein geplant – das Team in der kommenden Saison nicht weiter betreuen. „Das ist zeitlich auf Dauer nicht mit meinem Beruf vereinbar. Es hat aber Spaß gemacht, mit diesem tollen und engagierten Team zu arbeiten. Leider hat sich das Ziel, die Liga zu halten, doch als zu schwierig erwiesen.“ Die Mannschaft bleibt voraussichtlich weitgehend zusammen. Allein Marco Dömötör (TSF Ditzingen) und Max Blum (SG Schorndorf) verlassen den Verein. Beim Landesliga-Abschluss in Alfdorf ging es mehrmals hin und her. Zunächst führten die Gastgeber beim 3:6 (12.), dann glich der SVK 2 zum 9:9 aus (20.), um danach wieder mit 9:12 in Rückstand zu geraten (24.). Aus dem 13:15 kurz vor der Pause machte die Fina-Sieben eine 16:15-Führung (32.) und später aus dem 19:21-Rückstand (41.) einen 22:21-Vorsprung (44.). Fünf Minuten vor Spielende führten die Kornwestheimer noch immer beim 27:25. 21 Sekunden vor Spielende traf Marco Dömötör bei Siebenmeter zum 30:29. Zwei Sekunden vor der Schlusssirene führte dann noch ein Foul von Nico Brunner zum Siebenmeter, der die Punkteteilung brachte. Der SVK 2 hatte über die kompletten 60 Minuten erfolgreich mit einer 4:2-Abwehr agiert, um die Hauptangreifer von Alfdorf zu bremsen. „Das hat viel Kraft gekostet, aber Wirkung zeigt“, so Fina. „Bei einer 6:0-Abwehr hätten die uns mit ihren starken Rückraumspielern anders bearbeitet.“

Drittes Spiel ohne Niederlage: Die Zweite startet eine Serie

Der SV Kornwestheim 2 gewinnt im Kampf um den Klassenverbleib beim Landesliga-Dritten TSF Ditzingen mit 28:26 und ist unter dem neuen Trainerduo noch unbesiegt. Die zweite Mannschaft des SVK hat den Kampf um den Verbleib in der Landesliga endgültig angenommen. Bei den TSF Ditzingen, immerhin Tabellendritter, kamen die Handballer um das neue Trainerduo Christian Fina und Manuel Diederich zu einem 28:26 (14:13)-Sieg. Es war das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage für die abstiegsbedrohte Kornwestheimer Reserve. "Kampfgeist, der Glaube an den Sieg und die mannschaftliehe Geschlossenheit, alles war da", lobte Fina nach dem doch überraschenden Sieg bei einem der Topteams der Liga. Der Schlüssel zum Sieg war sicherlich ein taktischer Kniff auf Seiten des SVK 2: Die Kornwestheimer versahen die beiden Halbspieler im Ditzinger Rückraum, Frank Eisenhardt und Dennis Zwicker, mit einer permanenten Manndeckung und ließen sie so nicht wie gewohnt zum Zuge kommen. Die erste Hälfte war eine absolut ausgeglichene Angelegenheit. Zu keinem Zeitpunkt lag ein Team mit mehr als einem Tor in Führung. In die Pause ging es mit einer 14:13-Führung für den SVK 2. Und die Gäste - diesmal unterstützt von Hans Jungwirthund Marvin Flügel aus der Drittligamannschaft- kamen wacher aus der Kabine. Kornwestheim schraubte den Vorsprung binnen elf Minuten auf 21:16 (41.). Doch die TSF berappelten sich. "Wir konnten nicht erwarten, dass wir sie komplett ausschalten können", so Fina. Knapp vier Minuten vor Schluss hieß es erst 25:25 und gleich darauf 26:26. Hans Jungwirth brachte seine Farben jeweils wieder in Führung. Ditzingen vergab die restlichen Chancen, Nico Dömötör machte 21 Sekunden vor dem Ende mit dem 28:26 alles klar. "In der zweiten Halbzeit haben wir bemerkt, dass Ditzingen anfängt nachzudenken“, sagte Fi­na nach dem Sieg, der den SVK 2 um einen Platz nach oben auf Rang zwölf beförderte. Seine Akteure hätten diszipliniert gespielt und die verordnete 4:2-Deckung sehr gut umgesetzt. "Wenn wir nicht absteigen wollen, müssen wir geschlossen als Mannschaft dastehen“, be­schwor der Coach den Teamgeist . Im kommenden Heimspiel am Samstag, 12. März, muss der SVK 2 um 17.15 Uhr. gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Neckarsulmer Sport-Union 2 ran. SV Kornwestheim 2 Schneider, Reinhard- Daub (6), Bullinger, N. Dömötör (4), Flügel (2), M. Dömötör (8/5), Blum, Awad (2), Kubera, T. Jüngling, H. Jungwirth (5), Rothermund, Brunner (1)

Der aufopferungsvolle Kampf wird belohnt

Nach dem 22:22 gegen HB Ludwigsburg vor einer Woche sind die abstiegsbedrohten Landesliga-Handballer des SV Kornwestheim 2 im zweiten Punktspiel unter dem neuen Trainergespann Christian Fina/Manuel Diederich zum ersten Sieg gekommen. Und das, obwohl sie beim Tabellenfünften TSV Schmiden 2 zur Halbzeit (12:17) bereits mit fünf Treffern in Rückstand gelegen hatten. „Das Spiel war sehr anstrengend – selbst für mich auf der Bank“, sagt Christian Fina, der Markus Lenz als SVK 2-Coach abgelöst hat. Fina zollt den Kornwestheimer Spielern ein großes Lob: „Sie haben aufopferungsvoll gekämpft und nie aufgegeben.“ Dabei sah es zunächst nicht gut aus für den Tabellenvorletzten. Schon vor Spielbeginn gab es die ersten Nackenschläge zu verkraften, denn das Team stand ohne nominellen Mittelmann im Rückraum da. Während Marco Dömötör aus beruflichen Gründen verhindert war, wird Thorsten Franke in dieser Spielzeit gar keine Partie mehr bestreiten können. Der Spielmacher plagt sich schon seit Wochen mit Rückenbeschwerden herum. Nun ereilte ihn ein Bandscheibenvorfall. Fina reagierte, indem er den jungen Nikolai Brunner, ansonsten ein Halbspieler, in die Mitte beorderte. Und der löste seine neue Aufgabe außerordentlich gut. „Er hat gezeigt, dass er auf der Mittelposition eine Alternative ist, die wir nun auch brauchen.“ Trotzdem lief in der ersten Halbzeit beim SVK 2 bei weitem nicht alles nach Plan. Bis zum Spielstand von 9:10 in der 22. Minute war aus Kornwestheimer Sicht noch alles in Ordnung. Dann setzten sich die Schmidener mit vier Treffern in Folge auf 9:14 ab. Mit zwei Toren hintereinander verkürzte Tobias Daub zwar auf 11:14. Zur Halbzeit stand es aber 12:17. In der Pause wurde Christian Fina in der Kabine etwas lauter, um die Mannschaft wach zu rütteln. Das funktionierte, denn die Kornwestheimer kamen in der Folge Tor um Tor heran. Aus dem 14:19 wurde innerhalb von drei Minuten ein 18:19. Und bereits in der 39. Minute war beim 20:20 der Ausgleich geschafft. „In dem Moment hat jeder in der Mannschaft wieder daran geglaubt, dass ein Sieg möglich ist.“ Schon in der 41. Minute brachte Nico Dömötör die Gäste mit 21:20 in Führung. Und danach lag das Team aus Schmiden nie mehr vorne. Zum letzten Mal gelang den Gastgebern in der 55. Minute der Ausgleich zum 27:27. Dann folgten Tore von Marvin Flügel per Siebenmeter und Brunner zum 29:27. Der aus dem Drittliga-Kader entliehene Marvin Flügel hatte mit insgesamt elf Toren einen erheblichen Anteil am Erfolg des Landesliga-Teams. Aber nicht nur wegen der Tore ist Christian Fina von dessen Leistung angetan: „Marvin hat sich kein bisschen geschont. Er hat sich total reingehauen und ohne Ende gekämpft.“ Nicht nur von Flügel sei es ein „tolles Spiel“ gewesen. „Die gesamte Abwehrleistung der Mannschaft war gut“, lobt der Coach. Torwart Max Schneider habe ebenfalls eine gute Partie abgeliefert. Allein die rote Karte für Timo Jüngling nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe in der 40. Minute sei schmerzlich. Diese Schiedsrichter-Entscheidung sei auch „zu hart“ gewesen. „Jetzt kommen noch sieben Punktspiele, die die Spieler alle ebenso viel Kraft kosten werden“, kündigt Fina an.

SVK gibt Markus Lenz und Ralph Teske den Laufpass

Neun Spieltage vor Saisonende kommt es zum Trainerwechsel beim derzeitigen Tabellenvorletzten der Handball-Landesliga, dem SV Kornwestheim 2. Die Abteilungsleitung hat sich zur Trennung vom bisherigen Trainerduo Markus Lenz und Ralph Teske entschlossen und gestern offiziell Christian Fina und den B-Lizenz-Trainer Manuel Diederich als Nachfolger für den Rest der Saison benannt. Nachdem Markus Lenz die Mannschaft in der abgelaufenen Runde nach dem Aufstieg in die Landesliga noch auf Anhieb auf den sechsten Tabellenplatz und zum Bezirkspokalsieg geführt hatte, war der Verlauf der aktuellen Saison überhaupt nicht nach dem Geschmack der Handball-Abteilung und der Trainer. Das Team steht derzeit auf einem Abstiegsplatz. „Die jetzige Tabellensituation in der Landesliga zwingt die Beteiligten zum Handeln“, steht in einer gestern versendeten Pressemitteilung des Vereins. „Alle Verantwortlichen sind der Überzeugung, mit dieser Maßnahme der Mannschaft einen neuen und notwendigen Impuls geben zu können.“ Auf Anfrage erklärt Abteilungsleiterin Daniela Assmann: „Zu der verfahrenen Situation haben auch die vielen Verletzungen beigetragen. Die Trainer haben mit viel Engagement ihr Bestes gegeben. Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen.“ Mit dem neuen Trainergespann müsse sich jetzt jeder Spieler wieder neu beweisen. Von der Entscheidung der Abteilungsleitung sind sowohl Markus Lenz als auch Ralph Teske enttäuscht. Beide zeigen aber auch Verständnis. „Der Verein kann nicht die ganze Mannschaft austauschen, dann probiert man es so“, sagt Ralph Teske. Zwar hätten Markus Lenz und er selbst sowieso schon vor Monaten angekündigt, ihr Traineramt beim SVK 2 aus Zeitmangel am Saisonende abzugeben. „Aber ich hätte die Mannschaft gerne noch bis zum Saisonende betreut und versucht, da unten wieder raus zu kommen. Und ich bin mir sicher, dass wir das noch geschafft hätten.“ Er hege aber keinen Groll gegen den Verein und wünsche den Nachfolgern viel Glück, so Teske weiter. „Vielleicht ist es ja auch gut so. Man wird sehen, was die Saison noch bringen wird.“ „In der jetzigen Situation ist das Wohl des Vereins entscheidend“, sagt Markus Lenz. „Es geht darum, dass die Jungs das, was sie eigentlich können, wieder auf die Platte bekommen. Als Trainer stehe ich in der Verantwortung. Vielleicht habe ich die Köpfe nicht mehr richtig erreicht.“ Er habe vor Weihnachten selbst die Diskussion angestoßen, ob ein anderer die Spieler besser erreichen kann. Daher habe er auch Verständnis für den Schritt der Abteilungsleitung. „Es ist auch kein böses Blut geflossen. Aber natürlich bin ich auch enttäuscht.“ Markus Lenz wird der SVK-Handballabteilung erhalten bleiben. In der kommenden Saison wird er in einer anderen, weniger zeitaufwendigen Funktion tätig. Genaueres wollten gestern aber weder Assmann noch Lenz selbst verraten. Der ehemalige Bundesligaspieler Christian Fina, der bis vor einem Jahr beim SVK noch als A-Jugendtrainer tätig war, hat bereits eine Trainingseinheit beim SVK 2 geleitet. Der 41-Jährige hatte zwar vor einem Jahr sein Traineramt wegen beruflicher Verpflichtungen abgegeben. „Für die absehbare Zeit bis Mai kriege ich das aber hin.“ Allein beim nächsten Spiel an diesem Samstag sei er verhindert. Dann wird Manuel Diederich das Coaching übernehmen, der seit dieser Saison zudem als Individualtrainer der Drittliga-Männer aktiv ist. Durch seine Tätigkeit als A-Jugend-Trainer kenne er schon die meisten SVK 2-Spieler, so Christian Fina. „Ich habe ihnen gesagt, dass wir nun neun Endspiele um den Klassenerhalt haben und Gas geben müssen. Es wird nicht nett und jedem weh tun, aber anders geht es nicht. Jetzt gibt es keine Entschuldigungen mehr.“ Die Spieler seien nun in der Pflicht. Auf persönliche Befindlichkeiten werde er keine Rücksicht nehmen. „Ich kenne keine Stammplätze. Es geht nur noch darum, Punkte zu sammeln – egal wie. Wir werden nicht versuchen, einen Schönheits- oder Fairnesspreis zu erringen“, kündigt Christian Fina an.
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